Auf ins Getümmel: Es ist der Islam, Dussel! – Islam ist für Terror, was Regen für Überflutungen ist

Martin Sherman, Jerusalem Post, 8. Januar 2015 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Ein Sechstel aller Menschen weltweit ist muslimisch… der Versuch, irgendeine verallgemeinernde Aussage über diese große Gemeinschaft – 1,5 Milliarden Menschen – zu treffen, wird danebengehen… Die große Mehrheit dieser Populationen haben nichts mit dem zu tun, was weltweit an Gewalt und Terror geschieht… Ich glaube nicht, dass es etwas Wesentliches gibt, das diese große und historisch wichtige Religion mit all dem Terrorismus verbindet.

Sami Abu Shehadeh, Generalsekretär von Balad, Tel Aviv-Jaffa

Mit diesen Worten beendete Sami Abu Shehadeh von der antizionistisch-arabischen Balad-Partei letzten Monat in den Nachrichtenstudios des Senders i24 eine Debatte mit mir zum Thema „Die wachsende antimuslimische Stimmung im Westen“.

Die Geschehnisse diesen Mittwoch in Paris, wo 12 Menschen brutal niedergeschossen wurden, verlieh dem Thema eindeutig eine neuerliche und drängende Relevanz.

Islam verhält sich zum Terror, wie Regen zu Überschwemmungen

Natürlich steckt in Abu Shehadehs Behauptung, die meisten Muslime wären nicht aktiv im Terrorismus involviert, viel Wahrheit. Faktisch ist diese Behauptung korrekt, aber im Wesentlichen ist sie bedeutungslos.

Für jeden mit einem Funken intellektueller Integrität, der halbwegs über die Ereignisse in der Welt informiert ist, sollte die Antwort auf die Frage, ob Islam und Gewalt und Terrorismus in ursächlicher Verbindung stehen oder nicht, unmissverständlich klar sein. Ob der Islam mit Terrorismus in Verbindung steht, klingt ein wenig wie die Frage, ob Regen mit Überschwemmungen in Verbindung steht. Natürlich tut er das! Und dies kann sogar unwiderlegbar aus Abu Shehadehs Versuch, den Islam zu entlasten, abgeleitet werden.

Wenn ein Sechstel der Welt Muslime sind, dann bedeutet dass, dass fünf Sechstel keine Muslime sind. Richtig? Gäbe es also keine übermäßige Affinität des Islam zu Gewalt und Terrorismus, sollten muslimische Terrorakte ein Sechstel zählen und nichtmuslimische fünf Sechstel – d. h. falls der Islam keinen größeren Hang zum Terrorismus hätte als andere, sollte man erwarten, dass es fünf Mal (!) mehr nichtmuslimische Terrorhandlungen gäbe als muslimische.

Das ist eindeutig nicht der Fall. Terroranschläge von Islamanhängern überwiegen denjenigen von Nichtmuslimen in beträchtlicher Weise.

Daher scheint es, dass es – in grober Verletzung der Gepflogenheiten der politischen Korrektheit – kaum eine Wahl gibt, als den Schluss zu ziehen, den viele Westler instinktiv erkannt haben: Es gibt eine unverhältnismäßige ursächliche Verbindung zwischen Islam auf der einen Seite und Handlungen ideologisch-politisch motivierter Gewalt gegen zivile Populationen, also Terrorismus, auf der anderen Seite.

Die biblische Schrift an der Wand?

Ich will nicht gefühllos wirken, aber das Blutbad in Paris geschah kaum unerwartet. In vielerlei Hinsicht war die Schrift an der Wand seit Jahren zu sehen.

Letzten Endes ereignete sich das Blutbad im Verlauf einer Reihe von Vorfällen mordlüsterner, islamisch motivierter Gewalt im ganzen Land.

Mitte März 2012 wurden mehrere dienstfrei habende Soldaten in Montauban und Toulouse von einem in Frankreich geborenen Moslem algerischer Herkunft niedergeschossen.

Einige Tage später schlachtete er bei einem Angriff auf eine jüdische Tagesschule in Toulouse einen Rabbi und drei Kinder im Alter von 3 bis 8 Jahren ab.

Und erst vor kurzem, gerade vor Weihnachten, wurde Frankreich von einer Flut von Terroranschlägen im Stil „Einsamer Wolf“ in Dijon, Nantes und Tours erschüttert, was den British Independent dazu brachte, die Vorfälle unter der unheilverkündenden Schlagzeile „Frankreich an Weihnachten nach dritter Straßenattacke innert drei Tagen von Angst ergriffen“ (23. Dezember 2014). Sowohl in Dijon als auch in Tours wird berichtet, dass der Angreifer „Allahu akbar“ geschrien hat, was jeden Verdacht zerstreut, die Angriffe könnten von buddhistischen Extremisten ausgeführt worden sein.

Muslimische Gewalt hat in Frankreich jahrelang vor sich hin gebrodelt und ist regelmäßig rund um Weihnachten und Neujahr übergekocht, als viele hundert Autos in Gebieten mit muslimischer Mehrheit niedergebrannt wurden, um den Start des Gregorianischen Jahres einzuläuten.

Für gewöhnlich vermeiden die Berichte der Mainstreammedien gewissenhaft die Erwähnung jedweder Verbindung zwischen dieser massiven kriminellen Brandstiftung und der ethnischen Herkunft der Schuldigen.

Katalog der Gemetzel

Das Gemetzel in Paris findet seinen Platz in der langen Liste von Metzeleien im Namen des Islam.

Hier ein (eindeutig unvollständiger) Katalog der Gemetzel und der blutrünstigen Vorfälle während der letzten zwei Jahrzehnte auf dem ganzen Planeten, die die Welt mit ihrer Brutalität schockiert haben.

  • New York – katastrophale Vernichtung des World Trade Centers
  • Washington – versuchte Zerstörung des Pentagons
  • London – koordinierter Angriff auf das öffentliche Transportsystem; das Zerhacken eines dienstfrei habenden Soldaten in der Öffentlichkeit am hellichten Tag
  • Madrid – Bombenattentat auf dichtgepackte Pendlerzüge mitten im Berufsverkehr
  • Nairobi – Beschlagnahme des Westgate-Einkaufszentrums und Mord an einer Vielzahl Unschuldiger
  • Burgas, Bulgarien – Bombenattentat auf einen Touristenbus
  • Mumbai – Mordanschlag auf das Tadsch-Mahal-Hotel, auf das Chabad-Haus und andere Stätten
  • Boston – Bombenattentat auf das alljährliche Marathon der Stadt
  • Bali – Bombenattentat auf dicht bevölkerte Touristenorte
  • Buenos Aires – tödliche Angriffe auf jüdische Einrichtungen und die israelische Botschaft
  • Ottawa – Angriff auf das kanadische Parlament
  • Sydney – Beschlagnahme eines Innenstadtcafés und Mord an zwei Kunden
  • In-Amenas, Algerien – Beschlagnahme einer Gas-Einrichtung und Mord an Dutzenden Zivilisten
  • Chibock, Nigeria – Entführung von fast 300 Schulmädchen, den Berichten zufolge zu dem Zweck, dass sie als Sexsklavinnen dienen

Diese blutrünstige Liste ist keineswegs vollständig, und zahlreiche weitere Vorfälle sollten addiert werden. Natürlich sind darin nicht die vielen versuchten Angriffe zu finden, die von Sicherheitsleuten in verschiedenen Ländern vereitelt wurden und noch weit schlimmere Grausamkeiten von Islamanhängern verhindert haben.

Die Schrecken interner muslimischer Streitigkeiten

Egal wie sehr man es versucht: Es ist in der modernen Welt unmöglich, eine andere Glaubensrichtung mit solcher Gewalt und solchem Terror in Verbindung zu bringen – in Ausmaß, Wirkung, Häufigkeit und weltumspannender Allgegenwart der Vorfälle.

Aber so haarsträubend muslimische Gewalt gegen Nichtmuslime sein mag, so verblasst sie bis zur Bedeutungslosigkeit anbetrachts der Gewalt unter Muslimen selbst.

Es wäre unmöglich, eine umfassende Liste der internen muslimischen Gräueltaten anzufertigen, die sich über einen Großteil des Globus zog – und noch immer zieht –, von den Küsten des Atlantik bis zu den Inseln des asiatisch-pazifischen Raums. Eine brutal abgekürzte Zusammenfassung wird genügen müssen.

Selbst bevor die unaussprechliche Barbarei von al-Nusra und dem Islamischen Staat einen Großteil der Levante zu überziehen begann, gab es endlose unbarmherzige Massaker an Muslimen durch Muslime.

Beispielsweise führten wechselseitig zerstörerische Spannungen zwischen rivalisierenden islamistischen Gruppierungen im fast zehnjährigen algerischen Bürgerkrieg zu massiven Brudermorden – mit Todeszahlen, die Schätzungen zufolge 150.000 erreichten. Unvorstellbare Brutalität löschte ganze Ortschaften aus, und die Leichen der Opfer waren völlig entstellt.

In ähnlicher Weise führten regelmäßige Bombenanschläge auf Märkte und Moscheen in Ländern wie dem Irak, Afghanistan und Pakistan zu einem massiven Verlust an muslimischem Leben durch die Hand kriegerischer Brüder – aber den Mainstreammedien ist das kaum eine Fußnote wert. Der interne muslimische Konflikt erscheint so intensiv und kompliziert, dass selbst ein halbwegs gut informierter Laie es fast unmöglich finden würde, da noch zu überblicken, wer wen tötet und warum…

Als Gradmesser des Ausmaßes der Massaker berichtete die pakistanische Website „Dawn“ in einem Beitrag mit dem Titel „Islam im Krieg – mit sich selbst“, dass Angehörige der al-Qaida und anderer extremer Islamistengruppierungen „willkürliche Gewaltakte gegen Zivilisten ausgeführt haben… was zu über 48.000 Toten führte…“

Die Mehrheit der Muslime…

Die tiefgreifende Gewalt in der muslimischen Welt führt unausweichlich zur Frage des generellen Charakters des Islam und der Art von Verhaltensmuster, die er zu generieren scheint.

Sie führt auch zur heiklen Frage der Handlungen der Minderheit im Vergleich mit der Nichthandlung der Mehrheit.

Zwar hat Abu Shehadeh mit seiner Behauptung vielleicht recht, nur eine Minderheit der Muslime betätige sich in verabscheuungswürdigen terroristischen Akten, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie diese Handlungen ohne die Unterstützung – oder zumindest die stillschweigende Akzeptanz – weit größerer Bevölkerungsschichten fortführen könnten.

Selbst wenn die Mehrheit das Verhalten einer verbrecherischen Minderheit nicht aktiv gutheißt, gibt es fast keine Beweise für wirksame Missbilligung, von aktiver Opposition ganz zu schweigen. (In dieser Hinsicht kann man nur hoffen, dass die außerordentlich mutige Rede des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi mit der Forderung nach einer „religiösen Revolution“ sich als Vorbote einiger radikaler Veränderungen in der Entwicklungsrichtung, die der Islam gegenwärtig eingeschlagen hat, erweisen wird.) Also gibt es entgegen Abu Shehadehs Argumentation, es sei schwierig, akkurate Verallgemeinerungen für 1,6 Milliarden Menschen zu formulieren, verschiedene lehrreiche Gradmesser, die ein beängstigendes Bild über die Ansichten eines Großteils der muslimischen Welt zeichnen.

Das angesehene Pew Research Center hat zahlreiche in die Tiefe gehende Umfragen in der muslimischen Welt durchgeführt. Die Resultate zeigen, dass solide – zuweilen sogar überwältigende – Mehrheiten in vielen Ländern (und signifikante Minderheiten in anderen) harsche körperliche Strafen (Auspeitschen / Amputieren) für Raub und Diebstahl begrüßen; Tod durch Steinigung bei Ehebruch; Tod für den Abfall vom Glauben.

Bei einem derartigen Hang zu Gewalt als weithin akzeptierte kulturelle Norm ist die Annahme nicht unplausibel, dass breite Segmente der muslimischen Bevölkerung den Einsatz von Gewalt und Terrorismus nicht für inkompatibel mit ihren Kernansichten halten.

Der Versuch einer Apologetik: Die Lüge des „Kolonialismus“

Es gab zahlreiche Versuche, einen Großteil der Herrschaft der Gewalt in der muslimischen Welt und bei ihrem Konflikt mit dem Westen wegzuerklären.

Der wohl bekannteste Apologet ist niemand anders als Präsident Barack Obama. 2009 bot er bei seiner „Outreach-Ansprache“ in Kairo die folgende Erklärung für den beklagenswerten Zustand der Verhältnisse zwischen Westen und Islam, der laut ihm „Jahrhunderten der Koexistenz und Kooperation“ folgte. (Wirklich?) Obama sagte, „seit kurzem wurden die Spannungen von Kolonialisten genährt, die vielen Muslimen ihre Rechte und Gelegenheiten vorenthielten.“

Das trifft natürlich in keinster Weise zu.

Zwar ist es wahr, dass der Großteil des Nahen Ostens jahrhundertelang unter imperialer Herrschaft stand, aber das war meist muslimischer Imperialismus – d. h. das Osmanische Reich.

Mit Ausnahme Nordafrikas bestand der westliche Kolonialismus im fraglichen Gebiet nur für eine kurze Zeit nach dem 1. Weltkrieg und endete kurz nach dem 2. Weltkrieg. Dies scheint kaum ausreichend, um die starrsinnige islamische Feindseligkeit zu erklären, der wir uns heute gegenübersehen.

Wenn es also Beschwerden über die Vorenthaltung muslimischer Rechte und Gelegenheiten durch Kolonialisten gibt, sollten diese dann nicht an die muslimischen Imperialisten gerichtet werden? Seltsamerweise waren die Schmelztiegel des heute extremsten antiwestlichen Islam kaum von Kolonisation betroffen – nämlich die Arabische Halbinsel und der Iran.

Keiner von beiden hat irgendeine imperiale – einschließlich westliche – Herrschaft irgendeiner Konsequenz erlitten, aber Erstere brachten die aus der Sunna abgeleitete Version des islamischen Radikalismus hervor, Letztere die aus der Shia abgeleitete Version. Diese Tatsache verträgt sich nicht mit der Diagnose, welche die anhaltenden Spannungen zwischen Muslimen und dem Westen dem Kolonialismus zuschreibt.

Kein Aufruf zum „Töten für Krishna“?

Zudem darf man fragen, warum das Unrecht des Kolonialismus nicht z. B. die hinduistische Mehrheit in Indien beeinflusst hat, wo das Volk unter dem Joch des britischen Imperialismus „Rechte und Gelegenheiten“ verwehrt bekam, in derselben Weise wie die Muslime Pakistans.

Trotzdem hört man aus irgendeinem Grund keinerlei Aufrufe zum „Töten für Krishna“ oder „Ganesh ist groß“ von verbitterten hinduistischen Terroristen, die sich in vollen Bussen, auf bevölkerten Märkten, in Cafés und Moscheen in die Luft sprengen, so wie wir das aus der ganzen muslimischen Welt kennen einschließlich des benachbarten Pakistan.

Und wir sehen auch keine gekränkten Shiva-Anhänger, die sich zu einem globalen heiligen Krieg aufmachen, um alle unter dem Glauben des Hinduismus zu versammeln.

Warum konnte Indien seine koloniale Vergangenheit ad acta legen und zu einer lebhaften Wirtschaftsmacht aufsteigen? Warum ist es nicht länger an die Vergangenheit gekettet und versinkt nicht im Sumpf massenmörderischer Frustration? Da die bei weitem größte Opferzahl muslimischer Gewalt andere Muslime sind, scheinen die angeblich von ausländischen Besatzern vor sieben Jahrzehnten verwehrten „Rechte und Gelegenheiten“ eine schwache Ausflucht für das gegenwärtige Verhaltensmuster zu sein.

Die Moderne als Missetäter?

Einige haben versucht zu erklären, der Beginn der Moderne und der Globalisierung habe einen Eindruck der Bedrohung islamischer Werte geschaffen, was zu den Spannungen mit dem Westen geführt habe.

Entsprechend sagte Obama in Kairo: „Die großen Veränderungen durch die Moderne und die Globalisierung brachte viele Muslime dazu, den Westen als islamischen Traditionen gegenüber feindlich zu betrachten.“

Auch das ist schwer zu akzeptieren.

Der Islam ist schließlich die jüngste der großen Religionen und wurde Jahrhunderte – in einigen Fällen sogar Jahrtausende – nach Hinduismus, Buddhismus, Judentum und Christentum begründet. Warum sollte die neueste Religion die Entwicklungen der Moderne als Bedrohung seiner Traditionen empfinden, in einer Art und Weise, die die Traditionen viel älterer Glaubensrichtungen offenbar nicht bedroht? Würde das nicht zu denselben Spannungen mit dem Westen führen, die wir im Fall des muslimischen Glauben vorfinden? Könnte es vielleicht sein, dass der Islam fundamental inkompatibel nicht nur mit der Moderne ist, sondern mit allem, das nicht islamisch ist, und das können viele nicht sehen oder – schlimmer noch – sie verweigern sich dieser Erkenntnis?

Ein Weckruf

Europa im allgemeinen und Frankreich im speziellen sind am Scheitelpunkt einer grimmigen, möglicherweise grausamen Zukunft.

Europäische Führer täten gut daran, den Weckruf von jemandem mit intimen Kenntnissen des Islam wahrzunehmen – die in Somalia geborene ehemalige niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali, die durch Drohungen von Muslimen, die ihre Islamkritik nicht hinnehmen wollten, zur Flucht in die USA gezwungen wurde. Sie warnte: „Islam ist keine Religion des Friedens. Islam ist eine politische Eroberungstheorie, die in jeder erdenklichen Weise die Herrschaft anstrebt. Jede Gefälligkeit gegenüber muslimischen Forderungen führt zu einer Art Euphorie und der Überzeugung, Allah befände sich auf ihrer Seite. Sie sehen jeden Akt der Besänftigung als Einladung, neuerliche Forderungen aufzustellen.“ (21. März 2009)

Europa wäre gut beraten, diese düstere Mahnung zu beherzigen und seine Politik entsprechend zu gestalten, denn wenn Europa dies nicht tut, sind die Konsequenzen grausam.

Martin Sherman (www.martinsherman.org) ist Gründer und geschäftsführender Direktor des Israel Institute for Strategic Studies www.strategicisrael.org