Ein offener Brief an die Welt

Howard Klineberg, The Times of Israel blogs, 30. Januar 2015 (übersetzt von Cora)

Als wir in die Gaskammern getrieben wurden, sagtest DU nichts.

Als wir zwangsbekehrt wurden, sagtest DU nichts.

Als wir aus einem Land vertrieben wurden, nur weil wir Juden sind, sagtest DU nichts.

Als wir uns mit einem Mal verteidigten hattest Du etwas zu sagen.

Wie nahmen wir an den Deutschen für die Endlösung Rache?

Wie nahmen wir an den Spaniern für die Inquisition Rache?

Wie nahmen wir am Islam dafür Rache, dass wir Dhimmis sind?

Wie nahmen wir für die Lügen in den Protokollen der Weisen von Zion Rache?

Wir studierten unsere Thora.

Wir betrieben medizinische Innovation.

Wir betrieben Innovation in den Verteidigungssystemen.

Wir betreiben technische Innvation.

Wir betrieben landwirtschaftliche Innovation.

Wir machten Musik.

Wir schrieben Gedichte.

Wir ließen die Wüste erblühen.

Wir gewannen Nobelpreise.

Wir gründeten die Filmindustrie.

Wir finanzierten Demokratie.

Wir erfüllten G´ttes Wort, indem wir ein Licht unter den Nationen der Erde werden.

Also, Welt, wenn du uns dafür kritisierst, dass wir unser Erbe und unsere angestammte Heimat verteidigen, dann machen wir, die Juden der Welt, genau das, was du immer getan hast: Wir ignorieren dich.

Du hast uns in den letzten 2000 Jahren bewiesen, dass es dir egal ist, wenn es hart auf hart kommt.

Also, lass uns jetzt in Ruhe und fang an, deine eigenen Angelegenheiten zu ordnen, während wir in unserer 5775 Jahre alten Aufgabe fortfahren, die Welt in der wir leben, zu verbessern.

 

Werbeanzeigen

3 Gedanken zu “Ein offener Brief an die Welt

  1. Der Anfang von diesem Text hat mich sofort an einen anderen, berühmten Text von Martin Niemöller erinnert:

    „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

    ich habe mich öfter gefragt, wie haben Juden in der ganzen Welt auf den Völkermord in Ruanda reagiert. Hatten sie große Protestdemos veranstaltet, hat Israel Hilfslieferungen an die Opfern gemacht, irgendwas? Oder haben sie genauso tatenlos und gleichgültig zugesehen wie die anderen, waren also durchaus ein Teil der kalten und gleichgültigen „Welt“. 😦

    • Die Israelis haben zu ihrem Entsetzen feststellen müssen, dass sie wohl einige der Waffen geliefert hatten, die für den Völkermord dort benutzt wurden. Seitdem sind die Beziehungen zu Ruanda stark ausgebaut worden und der jüdische Staat unterstützt das Land enorm. 2014 hat es einige bahnbrechende Abkommen gegeben, die dem Land helfen auf die Beine zu kommen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.