Kids, die mit Steinen zu töten versuchen. Und die Medien ignorieren sie

Stephen M. Flatow, The Algemeiner, 15. Mai 2015

Ein palästinensischer Junge wirft einen Stein auf Israels Sicherheitszaun. Foto: Justin McIntosh

JNS.org – Mein Auge wurde diese Woche von einer dieser kleinen Meldungen angezogen, die in den israelischen Medien erscheinen, es aber nie in die amerikanische Presse schaffen. Ich nennen sie die Beinahe-Treffer: Die Bombe, die entdeckt wurde, bevor sie hochging; die Kugel, die nur Zentimeter von ihrem gemeinten Ziel einschlug. Keine Opfer? Das scheint zu diktieren, dass die Nachricht nicht meldewürdig ist.

Diesmal war es ein Steinhagel, der am Nachmittag des 8. Mai auf ein Auto geschleudert wurde. Chen Borochow machte den Fehler durch ein arabisches Viertel von Jerusalem zu fahren, das A-Tur heißt. Er provozierte niemanden. Er fuhr bloß nach Hause. Sein Verbrechen war, dass die Farbe seines Nummernschildes ihn als Israeli kennzeichnete.

Und das reichte für die Angreifer einen gewalttätigen Überfall auf Borochow zu beginnen. Einer der riesigen Steine krachte durch die rechte Seite der Windschutzscheibe seines Autos. „Hätte jemand neben mir gesessen, wäre er mit Sicherheit gestorben oder für den Rest seines Lebens Gemüse geblieben“, sagte Borochow später.

Manche Amerikaner – da fällt einem Thomas Friedman von der New York Times ein – scheint Probleme zu haben zu begreifen, dass Steine töten können. Aber arabische Terroristen und ihre israelischen Opfer verstehen diese Tatsache sehr gut. Die Terroristen wissen es – darum tun sie es. Und die Israelis wissen es, weil sie die Opfer beerdigen müssen. Mindestens 14 Israelis sind von arabischen Steinewerfern seit den 1980-er Jahren ermordet worden.

Die Araber, die Borochows Auto angriffen, versuchten nicht es zu zerkratzen oder zu verbeulen. Sie versuchten ihn zu Tode zu steinigen, auf dieselbe Weise, wie Killer im Nahen Osten ihre Opfer seit unzähligen Jahrhunderten hingerichtet haben. Was aber mein Auge auf gerade diesen Bericht zog, war Borochows Beschreibung der Angreifer. Er sah sie klar; sie waren nur ein paar Meter von seinem Auto entfernt und es war hellichter Tag. Es waren, sagte er, „drei 11 bis 12 Jahre alte Kinder die Schulranzen trugen“.

Erst letzte Woche veröffentlichte die New York Times einen großen Artikel darüber, dass die israelischen Behörden zwei arabische Steinewerfer verhaftete, die 12 bzw. 7 Jahre alt waren. Die Zeitung schien mehr davon besorgt zu sein, dass Israel junge Kinder festnahm und möglicherweise traumatisierte, als durch die Tatsache, dass junge Kinder versuchen Morde zu begehen.

Wir in der Vereinigten Staaten glauben nicht daran Gewalttäter vom Haken zu lassen, nur weil sie jung sind. Ich habe früher schon über den Fall dreier betrunkener Teenager geschrieben, die in den 1990-er Jahren Steine auf Autos auf dem Capital Beltway in Washington DC warfen. Dreißig Autofahrer und Fahrgäste wurden verletzt, darunter ein Mädchen, das irreversible Hirnschäden erlitten. Die Angreifer wurden wegen „Angriff mit der Absicht zu töten“ verurteilt und jeder erhielt 40 Jahre Gefängnis. Ein Editorial in der Washington Post fragte damals ganz richtig: „Was ist der Unterschied zwischen einem Angriff mit einer tödlichen Waffe – mit Schüssen – und Angriff mit Steinen, der Autos mit potenziell tödlicher Geschwindigkeit treffen?“

Kinder, die Steine werfen, weil sie betrunken sind, sind schlimm genug. Kinder, die Steine werfen, weil sie politisch und religiös indoktriniert werden Juden zu hassen, sind weit gefährlicher. Wie kann man das ändern? Die Friedensprozessoren der Obama-Administration müssen sich weniger auf Fragen wie Siedlungen und Grenzen konzentrieren und mehr auf die Frage die normalen Palästinenser dazu zu bringen mit dem Versuch aufzuhören Israelis zu töten. Schritt Nummer zwei wäre die Forderung, dass die palästinensische Autonomiebehörde ihre Schulen und Nachrichtenmedien dazu nutzt den palästinensischen Eltern eine Botschaft zu übermitteln: Lehrt eure Kinder, dass Steine werfen falsch ist.

Ist das zu viel verlangt?

2 Gedanken zu “Kids, die mit Steinen zu töten versuchen. Und die Medien ignorieren sie

  1. Die Botschaft der Schweiger an die Steine werfenden Kinder ist die: macht weiter so! Die brauchen das! Damit stärken sie die Allmachtsgefühle des Steinewerfers, welcher sich im steinereichen Israel jederzeit nur zu bücken brauchen um sich zu bewaffnen. Das macht sie so effektiv. Mir selbst ist es auch schon passiert zwei Steinewerfern gegenüber zu stehen. Sie wollten Wegegeld. Es war nicht angenehm. Aber ich sah ihnen in die Augen und sah, dass sie zwar entschlossen waren zu werfen, aber es irritierte sie, dass ich keine Angst zeigte, das nämlich lieben sie.
    Ich sagte mir selber: ergreife die Flucht nach vorne. Dann ergriff ich sie bei der Hand und sagte zu ihnen: Kommt wir gehen zu euren Eltern und fragen sie was sie von eurem Treiben halten. Sie werden begeistert sein! Sie rissen sich los und flüchteten. Ich war froh, dass ich dadurch zu sehen bekam wie feige sie in Wahrheit sind. Und etwas anderes sah ich noch: Sie warten innerlich auf jemand der ihnen die Grenzen setzt,und sie von ihrem sinnlosen Treiben abhält. Sie brauchten die klare Ansage, dass ihr Handeln in keinster Weise geduldet wird. Sie wachsen sonst in ihren Gewaltphantasien und fühlen sich darin bestätigt. Für mich war das ein Lehrstück und meine Vorstellungsgabe wie es den Israelis dabei geht ist unbegrenzt. Ich habe durch dieses Erlebnis die Hilflosigkeit gefühlt und wie ohnmächtig sich der Betroffene fühlt wenn er vielen Steinewerfern ausgesetzt ist, die er nicht mal eben bei der Hand nehmen kann. In meinen Augen ist diese Art von Terror die mieseste Form von Feigheit. Sie lässt ihrem Gegenüber eine Verachtung zukommen welche ihn durch Kinder in eine Rolle des Gejagtseins zwingt und sich selbst ein Überlegebheitgefühl vermittelt Herr über Leben und Tod zu sein. Dieses böse Spiel wird von den sogenannten Autoriäten gerne gesehen, weil es so prächtig von den Medien ausgeschlachtet werden kann, dass „arme“ Kinder ja nichts anderes zur Verfügung haben als „nur“ Steine. Israel kann sich das nicht bieten lassen. Kinder brauchen zu ihrer Reifung die Entwicklung eines Gewissens durch klare Ansagen. Genau das wird ihnen von ihren „Lehrmeistern“ abtrainiert und macht sie zu Monstern.
    Deshalb trauen sich diese Leute auch im Herkunftland der Dulder die Rolle der Jäger zu übernehmen. Europa bekommt zurück was es sich selbst herangezüchtet hat. Was soll dann noch das Gerede über Integration bewirken?

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