Die PLO ist gegen kurdische Selbstbestimmung

Al-Arabiya berichtete, dass PLO-Generalsekretär Saeb Erekat gegen kurdische Selbstbestimmung ist: „Kurdische Unabhängigkeit wäre ein vergiftetes Schwert gegen die Araber.“ Es wurde berichtete, dass die PA versucht stärkere Verbindungen zum Iran aufzubauen und diplomatische Beziehungen mit Syrien wiederherzustellen.

Rachel Avraham, Jerusalem online, 10. September 2015

Ein aktueller Bericht in Al-Arabiya offenbarte, dass PLO-Generalsekretär Saeb Erekat gegen kurdische Selbstbestimmung ist, weil das andere Länder ermutigen würde sich von arabischen Staaten abzuspalten: „Kurdische Unabhängigkeit wäre ein vergiftetes Schwert gegen die Araber.“ Erekat erklärte außerdem, dass er beunruhigt, dass Kurden und Israelis eine heimliche Beziehung führen.

Ein in der Kurdistan Tribune veröffentlichtes Interview wie darauf hin, dass die internationale Gemeinschaft und die muslimische Welt sich regelmäßig für die Sache der Palästinenser einsetzen, es aber verfehlen die Kurden zu unterstützen, obwohl beide Gruppen muslimische und staatenlos sind. Der Artikel vermerkte, dass dies sogar der Fall bleibt, obwohl die Kurden die größte ethnische Gruppe ohne einen Staat sind, die seit dem Kollaps des Osmanischen Reichs für Eigenstaatlichkeit gekämpft hat, während die Palästinenser erst seit 1948 die Eigenstaatlichkeit anstreben und sich nicht dem Kampf gegen die radikalen Islamisten verschrieben haben.

„Die Kurden kämpfen um Unabhängigkeit gegen die Türkei, Syrien, den Iran und jetzt ISIS“, betonte der Artikel. „Da aber Einwände gegen Israel über allem anderen stehen, oft unter Ausschluss von allem anderen, ist ein derart verwurzeltes Thema in der muslimischen Welt und bei westlichen Linken, dass die Palästinenser-Lobby sich sehr oft außerstande sieht ihre Solidarität mit den Kurden zu zeigen.“

Diese Äußerungen Erekats kommen vor dem Hintergrund des Versuchs des PA-Vorsitzenden Abu Mazen, seine Beziehungen zum Iran zu verbessern, einem Regime, das den Kurden gegenüber offen feindselig eingestellt ist. Nach Angaben von Palestinian Media Watch betonte der ranghohe Fatah-Vertreter Abbas Zaki, dass die Beziehungen „ein unvermeidlicher Schritt sind, wenn wir wollen, dass die Palästinenser der israelischen Besatzung entgegentreten.“ Ahmed MAjdalani, Mitglied des PLO-Exekutivkomitees, wurde geschickt, „um die Beziehungen zum Iran zu reparieren und es wurde vereinbart die wirklichen Schritte zu bestimmen, die die Besatzung zu ihrem Ende bringen, zusätzlich zu palästinensischer Teilnahme bei der Lösung der Syrien-Krise. Das ergibt sich aus der Tatsache, dass die Initiative von Präsident Abbas‘ und die Initiative des Iran zur Beendigung des dortigen Kriegs sich überschneiden.“

Palestinian Media Watch berichtete, dass die Fatah bereit sein könnte sich auf die Seite des Regimes Assad im syrischen Bürgerkrieg zu stellen, wenn sie dafür vom Iran gegen Israel unterstützt wird. Die Fatah hat bereits die diplomatischen Beziehungen mit dem Regime in Damaskus wiederhergestellt, einer Regierung, die hinter einer Kampagne zur ethnischen Säuberung gegen die Kurden steckt. Der Versuch der PA die Beziehungen zum Iran wie zu Syrien zu stärken hat die PA dazu bewegt sich von der Ambivalenz zu den Kurden wegzubewegen und ihnen gegenüber geradeheraus feindselig zu sein.