„Einsame Wölfe“ als palästinensische Terroristen sind nicht so alleine

Benyamin Korn, The Algemeiner, 7. September 2015

PA-Präsident Mahmud Abbas zeigt auf ein Poster seines Vorgängers, PLO-Chef Yassir Arafat (Photo: Facebook)

Es gab eine interessante Verdrehung der Berichterstattung in den Medien zu den jüngsten palästinensischen Terroranschlägen gegen Israelis. Diese Messerangriffe, Rammen mit Autos und andere arabische Anschläge waren „isolierte“ Vorfälle, erklärte die Associated Press. New York Times-Korrespondent Diaa Hadid betonte im zweiten Satz eines aktuellen Berichts, dass die Angreifer „allein zu handeln scheinen, ohne die Rückendeckung oder Anweisungen irgendeiner Organisation“.

Warum sind die großen Nachrichtenmedien und andere Sympathisanten der Palästinenser so erpicht darauf die Angreifer als einsame Wölfe darzustellen?

Der erste Grund besteht darin, dass viele pro-palästinensische Journalisten hoffen aufrichtig, dass solche Anschläge den Beginn einer neuen Welle von „Volks“-Intifada-Gewalt signalisieren. Die jüngsten Anschläge „bringen Ängste vor einer neuen Welle der Gewalt auf“, berichtete die AP. Sie sagte nicht, wer genau es ist, der solche „Ängste“ hat. Musste sie auch nicht. Wir alle erinnern uns an die Menge an Artikeln in den internationalen Nachrichtenmedien vor mehreren Monaten, die hoffnungsvoll eine „dritte Intifada“ durch die palästinensischen Massen vorhersagen.

Palästinensersympathisanten freuen sich sogar auf solche Gewalt. Sie hoffen, das wird die Israelis aus dem Rest von Judäa-Samaria treiben. Sie sind aufrichtig überrascht und enttäuscht, wenn ein Anschlag oder zwei sich nur als ein Anschlag oder zwei herausstellen und nicht als Teil einer groß angelegten Welle täglicher, gewalttätiger Angriffe auf israelische Juden.

Im Verlauf der Jahre haben verschiedene US-Offizielle Erklärungen abgegeben, die einer Rechtfertigung der palästinensischen Gewalt gefährlich nahe kamen. Im Jahr 2000 sagte Präsident Bill Clintons Nationaler Sicherheitsberater Samuel „Sandy“ Berger, palästinensische Gewalt sei nicht nur „ein Fluch“, sondern auch „ein Segen“, weil sie zu mehr israelischen Zugeständnissen führen könnte. Im Mai 2014 sagte ein „ranghoher US-Offizieller“ Reportern: „Die Palästinenser sind des Status quo müde. Sie werden am Ende ihren eigenen Staat bekommen – ob durch Gewalt oder indem sie sich an internationale Organisationen wenden.“ Ha’aretz berichtete in der Folge, dass Präsident Obamas Nahost-Gesandter Martin Indyk derjenige war, der das gesagt hatte. Indyk stritt das nie ab.

Der zweite Grund für all die Betonung der Behauptung, dass die jüngsten Anschläge von „einsamen Wölfen“ verübt werden, besteht darin, dass es eine Möglichkeit ist die PA von jeder Verantwortung freizusprechen. Unterstützer der palästinensischen Sache sind erpicht darauf die PA vor Kritik abzuschirmen. Beweise für die Unterstützung der PA für Terrorismus untergräbt die Chancen die Gründung eines Palästinenserstaats herbeizuführen. Es könnte die US-Hilfe für die Palästinenser gefährden. Es könnte die israelischen Wähler dazu treiben Parteien zu unterstützen, die stark antiterroristisch sind. Daher muss das Image der PA um jeden Preis aufrecht erhalten werden.

Die New York Times und Martin Indyk scheinen jedoch nicht die Möglichkeit bedacht zu haben, dass die Israelis eine sehr andere Lektion aus den jüngsten „Einsamer Wolf“-Anschlägen gelernt haben könnten.

Sie könnten legitimerweise zu dem Schluss kommen, dass es einen Grund gibt, warum sich ein einzelner Palästinenser, selbst ohne Deckung einer Organisation, entschließen könnte willkürlich einen Juden abzustechen oder sein schnell fahrendes Auto in eine Gruppe Juden zu fahren, die an einer Bushaltestelle warten.

Das könnte etwas mit dem zu tun haben, was sie in Schulen gelehrt werden, was sie im Fernsehen sehen und was ihnen in ihren Moscheen gepredigt wird. Die Schulbücher in palästinensischen Schulen lehren die Kinder, dass Juden böse sind und Israel vernichtet werden muss. Sendungen im offiziellen PA-Fernsehen stellen Massenmörder als Helden und Märtyrer dar, denen nachgeeifert werden sollte. Die Imame in ihren Moscheen beschuldigen Juden die muslimischen heiligen Stätten zu schänden.

Kurz gesagt: Die „einsamen Wölfe“ sind also nicht wirklich „allein“. Sie sind das Produkt einer Kultur des Hasses und der Gewalt, die die PA befürwortet und nährt. „Es braucht ein Dorf“, um ein Kind großzuziehen, heißt es in Hillary Clintons berühmtem Kinderbuch. Das Dorf der palästinensischen Autonomiebehörde zieht eine Generation an Killern groß.

Ein Gedanke zu “„Einsame Wölfe“ als palästinensische Terroristen sind nicht so alleine

  1. Das ist es, was ich der PA am vielleicht wenigsten verzeihen kann: Diese systematische Vergiftung der Kinderseelen mit Haß. Das ist ein solches Verbrechen… ich finde keine Worte dafür. Und jene die das finanziell unterstützen, die die Schulbücher und Lehrer nicht kontrollieren, also die EU, US und die UNO etc., handeln kaum weniger verbrecherisch. Sie ermöglichen doch das, was in den „palästinensischen“ Gebieten geschieht. Sonntagsreden als Buße sind nicht genug.
    lg
    caruso

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