Foto-Essay: 10 Lieblinge von Sukkot

The Real Jerusalem Streets, 8. Oktober 2015

Über den Feiertag Sukkot war es durch all das,
was in Jerusalem (Israel) los war, schwierig
auf dem Laufenden zu bleiben.
Jedes Jahr ist der Sukkot-Feiertag eine geschäftige Zeit
und dieses Jahr auch wieder, allerdings sehr anders.

Mit all den anhaltenden, drastisch zunehmenden Terroranschlägen
war es schwierig zu wissen, was ich posten sollte.
Meinem Ziel treu weiterzugeben, was wirklich geschieht,
bedeutet, dass das Leben in Israel weiter geht.
Also habe ich mich entschieden einige meiner Lieblingsbilder
weiterzugeben, die guten Dinge und die besten Veranstaltungen,
die es nicht in die internationalen Schlagzeilen schafften.

  1. Die Jerusalem-Biennale Zeitgenössische Jüdische Kunst,

war Gastgeber für 10 Ausstellungen an 7 Orten
mit 200 internationalen Künstlern.
Sie allein könnte mehrere Einträge bekommen.

Das neue Polonsky-Gebäude am Van Leer Jerusalem Institute
war Ort der Eröffnung von zwei internationalen Ausstellungen
und ein herausstechender Liebling als neuer Veranstaltungsort.

  1. Das jährliche Drachenfest im Israel Musem

macht Spaß, war aber nicht so groß wie sonst

wenigstens hatte ein Drachen einen „whale of a time.
(den Wal seiner Zeit – einen Riesenspaß)

  1. Das Museum im Davidturm

Ist nachts immer wunderbar,

und als Extra an den Feiertagen
wurden Gäste von kostümierten Schauspielern empfangen.

  1. An der Kotel, der Westmauer,

kamen Zehntausende für den Birchat Kohanim,
den priesterlichen Segen am Morgen zusammen
und erneut am Abend zur Hakhel-Zeremonie.

Singend und tanzend zu Live-Musik,

feierten diese Familien
noch lange nachdem die Bands aufhörten zu spielen.

  1. Offene Sukkah am Beit Hanassi,

war dieses Jahr farbenfroh und zwanglos,

als Präsident Reuven Rivlin Gastgeber der jährlichen Veranstaltung war.

In der Sukkah war die Dekoration schlicht

und ein Lulav mit Etrog konnten von der Öffentlichkeit genutzt werden.

Hinter der Dauerausstellung mit den Köpfen ehemaliger Präsidenten
wurden große Poster mit Informationen zu jeden aufgehängt.

Die First Lady Nechama Rivlin stand dort, um Besucher zu begrüßen.
Was für eine Schande,

dass es dieses Jahr Schatten gab, aber keine langen Schlangen,
die darauf warteten die schönen Gärten zu besuchen, die normalerweise
für die Öffentlichkeit tabu sind.

  1. Eine sehr besondere Chuppah

befand sich nahe der Montefiore-Windmühle.
Hier gibt es oft Bräute und Bräutigame,
daher konnte eine weiße Chuppa meine Aufmerksamkeit nicht gewinnen.

Ein großer Thron unter einer rosa Chuppah mit Ballons
war geeignet für eine Prinzessin, Prinzessin Tamar.

Freiwillige einer Stiftung, die Wünsche erfüllt, verbrachten Stunden damit
jedes Detail für ein kleines Mädchen mit Krebs zu festzumachen
und ihren Wunsch zu erfüllen, einen Tag lang Prinzessin zu sein.

  1. Die 60. Jerusalem-Parade

ist eine jährliche Veranstaltung viel größeren Ausmaßes.

60.000 Menschen nahmen daran teil,
die Marschierenden kamen aus aller Welt.

Diese Leute hatten eine großartige Sicht auf die neue Route,
die am King David Hotel vorbei bis zum Alten Bahnhof verlief.

Farbenfrohe Kostüme,

große Flaggen,

lächelnde Gratulanten,

anmutige Tänzer,

freuten sich alle ihre Unterstützung für Israel zu zeigen.
(Auf Facebook gibt es mehr Fotos.)

  1. Die Sukkah am Kikar Safra war offen,

Bürgermeister Nir Barkat und seine Frau Beverly
begrüßten die Öffentlichkeit warmherzig

in der übergroßen, der größten Sukkah.

Aber die Synagoge Yemin Mosche gewinnt wegen der besten Fenster in einer Sukkah.

Viele Sukkot haben Poster der Altstadtmauer an der Wand hängen,
aber diese hatte Öffnungen in einer Wand, die Ausblick auf die echte Mauer gab.

  1. Feiern nach Sukkot:

Shlomo Katz trat in einer der vielen Gemeinde-Hakafot Shni‘yot auf,
hier im Gemeindezentrum der German Colony.

Die Kundgebung bei der Residenz des Premierminister
fühlte sich an und klang eher wie ein ausgedehntes Feiertagsfest,
war aber ein Protest, der mehr Sicherheit forderte.

Ich fand auf der Kundgebung nur ein einziges Poster,

aber es gab jede Menge süße Babys
in der Menge an Tausenden.
Derweil

war das Kraft-Stadion Schauplatz für Hunderte Menschen
mit Live-Musik und Tanz.

  1. Zum Schluss noch die beliebten Schirme,

der heißeste Fototermin in Jerusalem,
die über der Yoel-Salomon-Straße aufgehängt waren.
Aber als der Feiertag endete und der Regen zu fallen begann,

wurden die Schirme abgenommen,

und am Straßenrand gestapelt.
Sie waren verdreckt und hatten Löcher,
aber ich nahm mir einen als Souvenir.
Schließlich ist „nach dem Chagim“,
die Feiertage sind vorbei und jetzt ist es Zeit
wieder „normal“ zu werden, was immer das auch ist.

Bei so vielen schlechten Nachrichten
möchte ich mit etwas guten Nachrichten
aus der Technik-Startup-Nation enden – und
mit dem Klang von Musik in den Straßen Jerusalems.

Advertisements