Knallchargen

Tom Fuentes, Sicherheitsanalyst bei CNN – nachdem ein Muhammad Youssuf Abdulazeez in Chattanooga vier Marines ermordete, kann dieser Experte sich nicht dazu durchringen zuzugeben, dass der Attentäter einen muslimischen Namen hat: „Ich weiß, wie der Name klingt, aber wir wissen nicht, ob es ein muslimischer Name ist. Wir wissen, es ist ein arabischer Name, aber wir wissen nicht, woran diese Person glaubte und das versuchen sie jetzt festzustellen.“ (Der Mörder hatte übrigens sich auf seinem persönlichen Blog positiv und zustimmend zum radikalen Islam ausgelassen.)

Sigmar Gabriel, Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister- will in Teheran „mit Freunden“ über wirtschaftliche Freiheit reden. Welche Leute da sind denn „Freunde“? Julian Reichelt hat ein paar Worte an die Knallcharge gerichtet.

Und nochmal Sigmar Gabriel – in seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem üblen Iran-Besuch wehrte er sich gegen Kritik: Die früheren Sanktionen hatten „nur einen konkreten Grund, nämlich die Atomverhandlungen“. (Ach, ich dachte immer, die Atomaktivitäten hätten die Sanktionen verursacht und dann zu den Gesprächen geführt…) Die Menschenrechtslage zur Grundlage wirtschaftlicher Beziehungen zu machen, würde die Beziehungen zu anderen Staaten infrage stellen, so z.B. zu China. Gut, das geht ja nun gar nicht, dass man ethische Fragen ins Geldverdienen reinpfuschen lässt!

Jeh Johnson, Minister für Heimatschutz der USA – den Islam darf man nicht mit Terrorismus assoziieren und ISIS nicht „Islamischer Staat“ nennen. Das zu tun könne man nur als haarsträubend und unsensibel bezeichnen. Und das auf einer nationalen Sicherheitskonferenz…s

John Kerry, US-Außenminister – „Wenn die Iraner ‚Tod Amerika‘ brüllen, dann meinen sie damit nicht, dass sie uns umbringen wollen“. Der hat den Schuss immer noch nicht gehört oder er weigert sich schlicht das Trommelfeuer wahrzunehmen.

Louise Lear, Wetterfee der BBC – „Ein großer Sandsturm – oder Habub, wie Sie sie [diese Art Sturm] durchaus kennen mögen – entstand am Sonntag im Irak. Er bewegte sich dann Hunderttausende Meilen westwärts in Richtung Syrien und Libanon…“
Hm… von Bagdad nach Beirut fährt man 973 Kilometer. Das ist vielleicht die direkte Strecke und der Sandsturm hat sie nicht genommen – südwestwärts übrigens. Aber Hunderttausende Meilen? Geografie scheint keine Stärke der BBC zu sein… (Und dass Israel genauso betroffen war, wird auch ausgelassen.)

Germania, deutsche Fluggesellschaft – die bieten laut Auskunft ihre Internetseite Flüge nach Tel Aviv an, das sie folgendermaßen bewirbt: „Israels Hauptstadt ist nicht nur für die weltbekannte ‚Weiße Stadt‘ bekannt,…“ (inzwischen hat Germania den Text geändert!)

Check24 – „Wie die Fluggesellschaft Germania mitteilte, fliegt die Airline ab dem 2. November zweimal pro Woche aus Nordrhein-Westfalen in die israelische Hauptstadt Tel Aviv.“ Die haben entweder keine Ahnung oder sind böswillige Lügner. (Selbst wenn man berücksichtigt, dass die nur bei Germania abgeschrieben haben.) Was wäre besser? (inzwischen hat auch Check24 den Text geändert!)

Papst Franz – er lügt mal wieder über den Koran und seine Religion: Der Koran sei ein Buch des Friedens und der Islam ist keine gewalttätige Religion.

Sergej Andrejew, russischer Botschafter in Polen – dieser Irre hatte die Stirn zu behaupten Polen sei mit Schuld am Einmarsch der Wehrmacht und damit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Eva Brunne, Bishöfin (in Schweden) – sie findet, die Kreuze sollten von den Kuppeln der Seemannskirche in Stockholm entfernt werden, um Muslime nicht zu beleidigen. Außerdem sollte in der Kirche die Richtung nach Mekka gekennzeichnet werden. Kommentar von indexexpurgtorius: „Werte “Dame” aus Schweden, wenn schon denn schon. – Denn wenn Kreuze auf Kirchen Muslime beleidigen, wie sehr beleidigt dann erst eine Bischöfin Muslime?
Die Konsequenz kann doch nur lauten: “Weg mit Ihr!”

Rudolf Dreßler, ehemals deutscher Botschafter in Israel: „Beide Seiten müssen zum Frieden genötigt werden“, behauptete der gute Mann. „Beide Seiten“ würden sich nicht anerkennen wollen. Der scheint eine etwas mehr als schiefe Sicht zu haben, wenn er ausblendet, dass die Israelis seit Jahren zum Frieden bereit sind, die PA anerkannt haben, er ihnen aber unterstellt genau das nicht getan zu haben. Und er ignoriert – willentlich oder weil er zu blöde ist? – dass die Araber systematisch hetzen, aufwiegeln und Terror betreiben und unterstützen. Hier muss eine Seite überhaupt nicht genötigt werden, während die andere überhaupt nichts von Frieden hält, sondern weiter munter Judenmord propagiert, als wäre Haddsch Amin al-Husseini noch am Leben und im Amt.

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6 Gedanken zu “Knallchargen

  1. #check24
    Heplev, bei Check24 hast du dich etwas vergallopiert. Es ist da von Metropole die Rede, nicht von Hauptstadt. Und Tel Aviv ist ganz ohne Zweifel eine israelische Metropole. Bei Check24 scheint man also Ahnung zu haben und es sind offenkundig in diesem Fall keine „böswilligen Lügner“.

    (Der Begriff Metropole ist heute nicht eindeutig definiert. In den Raumwissenschaften werden damit zentrale Orte bezeichnet, deren Funktionen, die sogenannten Metropolfunktionen, auf einen großen räumlichen oder sachlichen Versorgungs-, Einzugs-, Zuständigkeits- oder Kontrollbereich ausstrahlen und die daher einen hohen Rang in der Städtehierarchie einnehmen. Oft wird der Begriff als Synonym zu Weltstadt gebraucht. Im Gegensatz zu einer Weltstadt, die international absolute Bedeutung besitzt, kann eine Metropole allerdings auch nur relative Bedeutung innerhalb einer bestimmten Region oder eines bestimmten Gesellschaftsbereiches besitzen, z. B. als Kunstmetropole oder Finanzmetropole. Metropolen mit vorwiegend wirtschaftlicher Bedeutung werden als Global Cities bezeichnet.) Wikipädia (stimmt aber auch mit dem Großen Brockhaus überein)

    • Danke für den Hinweis. Germania sowie Check24 hatten „Hauptstadt“ dort stehen. Ich hatte das vor ca. 10 Tagen gesehen, leider nicht per Screenshot dokumentiert. Inzwischen ist das bei beiden geändert worden.

          • Ich hatte Anfang Oktober eine entsprechende Pressemitteilung (von wem???) kommentiert: „Es freut mich, dass Germania jetzt auch von Hamburg aus nach Israel fliegt; dort werden sie sicherlich erfahren, dass die Hauptstadt des Landes Jerusalem heißt.“.
            Ich hatte – aus hinreichender Erfahrung – nicht erwartet, dass das irgendetwas bewirken könnte. Aber da haben wohl noch mehr diesen Hinweis gegeben.
            Ich denke, dass die Pressetexter bei Germania und Check24 – anders als die Regierungen dieser Welt – keine politischen Gründe hatten, Tel Aviv zur Hauptstadt zu erklären. Sie sind einfach zu doof. (Was wiederum bei einigen Regierungen auch die Grundlage der politischen Gründe sein dürfte)

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