Ein „Komiker“ hat wieder einen Nicht-Witz gemacht

Auf Facebook postete Dieter Hallervorden stolz:

Diesen Leserbrief schrieb ich zusammen mit Abraham Melzer an die Tageszeitung „Die Welt“.
Heute wurde er in leicht gekürzter Form abgedruckt, hier die ungekürzte Fassung:

LESERBRIEF

Am 23. Oktober äußert sich Fillip Piatov in „DIE WELT“ vernichtend zur Berichterstattung deutscher Medien zum Israel/Palästina-Konflikt. Herr Piatov beklagt, dass SpiegelOnline titelte: „Palästinenser sterben bei Messerattacken auf Israelis“. Aber genau das stimmt doch: der israelische Polizist hat einen Revolver, der palästinensische Attentäter ein Messer. Da wird der Palästinenser natürlich erschossen. Gefangene werden nicht gemacht.

Piatov gefällt ganz und gar nicht, dass es bei der Deutschen Welle dazu heisst: „Israel droht Palästinensern mit Vergeltung.“ Aber auch das stimmt haargenau, denn die israelische Justizministerin sagte auf die Palästinenser bezogen: „Wir müssen ihnen wehtun!“ In anderen Ländern wird man für so eine öffentliche Hetze vor Gericht gestellt, in Israel bekommt man dafür Applaus.

Netanjahu behauptete vor kurzem, Hitler wollte die Juden „nur vertreiben“. Palästinenser hätten ihn aber überredet, Juden zu vergasen. Zu diesem Irrsinn fehlen Piatov die Worte. Stattdessen schreibt er von „arabischen Terroristen“, die den Felsendom von Israelis säubern wollten. Aber kein Wort zu den staatlich lizensierten, israelischen Terroristen, die den Dom von Arabern säubern wollen.

Amira Hass, die mutige israelische Journalistin, hat vor wenigen Tagen geschrieben: „Die Palästinenser kämpfen um ihr Leben und ihre Würde – Israel kämpft um gestohlenes Land!“
Die palästinensische Jugend ist aufgewachsen ohne Aussicht auf Arbeit, auf Wasser, auf Glück. Aber mit dem Versprechen auf Eigenstaatlichkeit – von Israel und Palästinensern in Oslo 1993 feierlich und fest vereinbart! Piatov will aber weder von Palästinenserstaat etwas wissen, noch von Versöhnung. So, wie die aktuelle Parole der Rechtsradikalen in Israel: „Kein Land für Frieden!“

Ja, der erste Schritt zum Frieden kommt meist vom Stärkeren. Und: das ist im Nahen Osten nicht der, der Messer und Steine hat, sondern der, der über die wirtschaftlichen Ressourcen, modernste (deutsch ausgerüstete) Luftwaffe und die Atombombe verfügt. Und über Schreiberlinge wie Fillip Piatov.

Dieter Hallervorden
Abraham Melzer

Wer mit Abraham Melzer zusammen etwas als Leserbrief schreibt, ist von vorneherein schon charakterlich mehr als fragwürdig. Nein, falsch: Herr Hallervorden hat schon längst bewiesen, dass keine fragwürdigen Charakter hat, sondern gar keinen! Aber halten wir fest, was ihn so ausmacht:

Herr Hallervorden passt es nicht wenn die hetzerisch antiisraelische Berichterstattung deutscher Qualitätsmedien kritisiert wird. Dass mit „Wahrheit“ gelogen werden kann, ist für ihn nicht existent. Natürlich sterben die Terroristen armen, verzweifelten, benachteiligten Unschuldslämmer, wenn sie erschossen werden. Insofern sind die Titel nicht gelogen. Da aber diese Überschriften insinuieren, dass die Terroristen ermordeten Araber willkürlich hingerichtet wurden, ohne jeglichen Grund für die Schüsse zu erwähnen, dann fällt das unter Lügen (im Zweifelsfall mit der „Wahrheit“ lügen). Das kann selbst ein Schein-Komiker wie der Didi nicht bestreiten, aber er hält es halt genauso wie die Qualitätsjournaille.

„Gefangene werden nicht gemacht“? Herr Hallervorden möchte bitte in die Krankenhäuser in Jerusalem, Beer Sheva, Haifa usw. gehen und nachsehen. Sich zum Beispiel den hingerichteten 13-jährigen Terroristen Unterdrückten ansehen.

Und dann droht natürlich Israel. Dazu wird eine einzelne Person angeführt, die Justizministerin. Das ist nicht jemand völlig unbedeutendes, aber er verschweigt auch, dass die Ministerin vom Premierminister dafür gerügt wurde. Mal ganz abgesehen davon, dass Didi Drecksacks zweierlei Maß ihm nun überhaupt nicht auffällt, sonst hätte er auch über die Hetze der Araber reden müssen, was dafür sorgen würde, dass die Aufmerksamkeit zu israelischer „Hetze“ in keinem Verhältnis zu dem steht, was an pal-arabischer Hetze zu finden ist. Aber auch hier kann nicht sein, was nicht sein darf. Es geht ausschließlich gegen die Juden. Die anderen, deren ganzer Daseinsgrund die Hetze, der Hass und der Judenmord sind, gehören gefälligst nicht ins Blickfeld.

Was die boshaft verfälschenden deutschen Schlagzeilen und „Berichterstattung“ mit Netanyahus Darstellung der Rolle des Muftis im Zweiten Weltkrieg zu tun haben, wird wohl das Geheimnis der beiden Schmierfinken bleiben, aber wenn man schon keine richtigen Argumente hat, dann muss immer noch etwas hinzugezogen werden, das die Opfer arabischen Terrorismus in ein schlechtes Licht setzen kann. Dass Hallervorden und Melzer dabei die Aussage Netanyahus so verkürzen, dass sie entstellt ist – geschenkt, so machen es hetzende Terror-Propagandisten nun mal.

Amira Hass? Klar, die muss sein. Es braucht die Alibijuden, die auch noch als „mutig“ bezeichnet werden, weil sie sich allem und jedem anbiedern, der Israel vernichten will, egal, wie dieser jemand mit ihr selbst verfährt. Das macht ihre Worte nicht richtiger, aber sie passt ins verquere Hass-Bild der beiden Vollidioten und Juden als Kronzeugen machen sich immer gut. Fehlt nur noch Gideon Levy, das Oberopfer unter den Israel hassenden israelischen Journalisten. Hat der denn gar nichts dazu zu sagen?

„Die palästinensische Jugend ist aufgewachsen ohne Aussicht auf Arbeit, auf Wasser, auf Glück. Aber mit dem Versprechen auf Eigenstaatlichkeit – von Israel und Palästinensern in Oslo 1993 feierlich und fest vereinbart!“

Und wer ist dafür verantwortlich? Nach Didi Charakterschwein und Alibijude Melzer natürlich Israel, aber niemals, auf keinen Fall und unmöglich die Araber, die zwar deutlich angekündigt haben, wie sie mit den Oslo-Vereinbarungen umgehen und wie sie sie ausnutzen wollen, um Israel zu vernichten statt Frieden zu schließen, aber das ist ja alles Humbug, kann man nicht ernst nehmen, weil die das ja nur gesagt haben, um die Straße nicht gegen sich aufzubringen. Und wer hat dafür gesorgt, dass „die Straße“ so denkt und fühlt, wie sie fühlt. Ach ja, genau die, die dann angeblich aufpassen müssen nicht von ihr zur Minna gemacht zu werden, oder? Und auf die Idee, dass die stete Hetze, um von der „Straße“ keinen Ärger zu bekommen im besten Fall nur ein Perpetuum mobile ist, das jegliche Chance auf Frieden vernichtet, weil den Aufgehetzten Gewalt gepredigt werden muss, um nicht von der Macht gekippt zu werden, auf die Idee kommen die Herren Oberschlau erst recht nicht.

Es darf also nur in Israel Leute geben, die kein Land für Frieden wollen. Egal, wie gering der Prozentsatz derer ist, die dort so denken. (Sie sind dann automatisch die Mehrheit…)

Zum „guten“ Schluss dann der Klassiker der Irreführung: „Der, der Messer und Steine hat“ gegen „den Stärkeren“. Natürlich. Messer und Steine tun ja nichts. Ist so wie mit den selbstgebauten Raketen, die haben auch nichts getan. Und deshalb kann nur Israel der Böse sein, weil es dort viel weniger bis keine Opfer gibt als bei den Pallis. Der pathologische Judenhass der Araber spielt keine Rolle, wird negiert oder ignoriert. Israel ist stärker, also begehen die Terroristen unterdrückten Araber keinen Terror. Israel ist stärker, muss sich also im Zweifelsfall vernichten und seine Bürger ermorden lassen. Morde an Juden sind in Ordnung, weil ja die Juden die besseren Waffen haben.

Es fällt einem blinden Vollidioten wie Hallervorden offensichtlich nicht auf, dass Israel die Atombombe bisher nie eingesetzt hat. Was sagt uns das? Hallervorden sagt es nur, dass Israel der Böse ist, weil es die Waffe überhaupt besitzt. Und schwupp ist der nächste Grund fabriziert, dass die PalAraber die Guten und Harmlosen sind, die im Recht sind und Juden morden dürfen. Juden, die sich wehren, das geht gar nicht, noch weniger als in Deutschland Autobahn und Hitler in einem Satz zu bringen.

Herr Hallervorden beweist wieder einmal, dass er keinen zweifelhaften Charakter besitzt – er ist derart charakterlos, dass er sich ruhig in eine Reihe mit Husseini stellen kann – dem Husseini, der 1941 bis 1945 in Deutschland lebte und den Führer mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützte.

Noch eine Kleinigkeit zu Fakten und Wahrheiten: Was, bitteschön, ist deutsche Ausrüstung der israelischen Luftwaffe? Könnte Herr Charakterschwein da bitte mal aufklären?

—–

Update: Filipp Piatov reagierte auf Facebook auf das Geschmiere:

Der bekannte Schauspieler Dieter Hallervorden hat einen „anti-israelischen“ Leserbrief verfasst, in dem er mich zum Waffenarsenal der Israelischen Armee zählt. Todesmutig äußert er angesichts dieser waffentechnischen Unterlegenheit dennoch seine Kritik. Ja, er wiederholt die unsinnige Lüge, Israel wolle den Felsendom von den Arabern säubern. Ja, er hat sich einen Alibi-Juden gesucht, der ihn bei der Aktion unterstützt. Und ja, es geht mir gut, danke. Ich habe mich sehr über die vielen ermutigenden Nachrichten gefreut, aber es besteht kein Grund zur Sorge. Ich habe von Herrn Hallervorden gelernt und werde meinen nächsten Palästina-kritischen Artikel ebenfalls mit meinem guten palästinensischen Alibi-Freund schmücken.

Mit besten Grüßen
Filipp Piatov &
Ali Al-Aqsa Nasser Jihad

—–

Update2: Bie Filipp Piatov stapeln sich in den Kommentaren zum obigen Eintrag die Hinweise darauf, dass Hallervorden mit Kritik nicht umgehen kann bzw. jede kritische Stimme löscht und sperrt. So auch diese Reaktion:

Hallervorden2015-10-31_01

Andere haben bewusst ähnlich kommentiert und erwarten deshalb, dass sie auch gelöscht und gesperrt werden.

Hallervorden2015-10-31_02

Damit der Drecksack beschäftigt wird, gibt es einen netten Vorschlag:

Hallervorden2015-10-31_03

Jetzt ist es ja so, dass Hallervordens Seite bei Facebook eben SEINE Seite ist. Er kann und darf bestimmen, was bei ihm zu lesen ist und was nicht. Beschweren sollte man sich deshalb nicht, das ist absolut in Ordnung. Aber es sollte darauf hingewiesen werden, was er STEHEN LÄSST. Denn das offenbart, was er für einer ist:

Hallervorden2015-10-31_04

 

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8 Gedanken zu “Ein „Komiker“ hat wieder einen Nicht-Witz gemacht

  1. Du hast dieses Charakterschwein sehr gut beschrieben, Heplev, dem ist nichts mehr
    hinzuzufügen!

    Herr Palimpalim…hat einen an der Waffel und das nicht zu knapp!

  2. Ich würde noch auf die Schmähung des „Schreiberling Israels“ Piatov eingehen, was suggeriert, das Piatov in einem Meinungsbeitrag nicht die desaströse Israelberichterstattung deutscher Medien kritisierte und gerade rückte, sondern quasi als Agent einer fremden Macht agiert, der ja nur auf der Payroll Israels stehen kann, wo doch die Juden die Medien beherrschen. Das suggeriert das Gespann Melzer / Hallervorden hier.

    • Kann man machen, sollte man vielleicht, aber inwzischen ist es derart banal, dass das jedem unterstellt wird, der Israel nicht in Bausch und Bogen verdammt, dass es gar nicht mehr wirklich erwähnenswert ist. 🙂

      • Was meiner Meinung nach aber auch die Virulenz des postnazistischen Antisemitismus, der sein Hassobjekt von den Juden auf den jüdischen Staat gewechselt hat, beweist. Und in den nä. Jahren dürften da immer mehr Hemmungen fallen, je weiter der Holocaust zurückliegt und je mehr die Deutschen an ihre Wiedergutwerdung glauben.Der Hallervorden hält sich ja auch für besonders geläutert, geschichtsbewusst und pazifistisch, umso heftiger meint er gegen Israel hetzen zu können.

  3. Mein Gott, der Abraham Melzer. Er ist doch der Vater aller selbsthassenden Juden der Galuth. Schweizerische „Israelkritiker“ der JVJP und ähnlicher Hanswurste beten ihn an. Seine Zeitschrift „der Semit“ ist eines der übelsten antisemitischen israelhassenden journalistischen Machwerke, herausgegeben von Melzer, einem Fall für den Psychiater. Es ist nur natürlich, dass er Geschreibsel von Geistesverwandten wie obigen erwähnte publiziert.

  4. Es ist bekannt, dass deutsche Erwachsene, die als Kinder die Schulen des 3. Reiches besuchten, die am antisemitischste Einstellung aller Deutschen haben. Antisemitismus, quasi von der Picke an gelernt. Der Fallkomplex Didi Hallervorden bestätigt das sehr eindrucksvoll. Und natürlich Neid, zum Beispiel der Neid auf erfolgreiche jüdische Komiker weltweit: sie haben es nicht nötig Grimassen und dämliche Gesichte zu machen. Zu Amira Hass: es ist schön zu sehen, wie schnell ist es überwand, zu einer „israelkritischen“ Veranstaltung der Bir Zait Universität in Ramallah nicht hineingelassen worden zu sein, da für Juden verboten. Chapeau!

  5. Lieber heplev,
    Du hast alles geschrieben, was zu diesem Thema geschrieben werden kann.
    Es bleibt mir nur noch eines: Großes Dankeschön.

    Herzlich, Paul

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