Der Tag als „Das Schweigen brechen“ zum Schweigen gebracht wurde – mit Pizza

David Israel, The Jewish Press, 30. Dezember 2015

Eran Bitton (Selfie) – Foto aus Facebook

Mitglieder der NGO Breaking the Silence kamen am Dienstag an das Tel-Hai Academic College in Nordisrael (nahe des Kibbuz Kfar Giladie und nördlich von Kiryat Schmona), um dort zu sprechen; sie waren geschockt Hunderte Leute der Umgebung vorzufinden, die das erklärte Ziel hatten ihren Auftritt zu stören und sie vom Reden abzuhalten., berichtete NewsHaifaKrayot.net. Die feindselige – aber fröhliche – Menge kam bewaffnet mit Pfeifen, Flaggen und sehr gesunden Lungen, motiviert – jedenfalls anfangs – nicht unbedingt nur von Patriotismus, sondern vom Versprechen des Pizzeria-Besitzers Eran Bitton; dieser bot jeder Einzelperson kostenlose Pizza, die mit gewaltfreien Mitteln helfen würde den Auftritt von Breaking the Silence zu verhindern.

Vor ein paar Tagen erfuhren die Studenten von Tel-Hai, dass Leute von Breaking the Silence gebucht wurden, um auf dem Campus zu sprechen. Viele Studenten äußerten ihren Unmut wegen der Tatsache, dass die Gruppe, die viel harsche Kritik einstecken musste – nicht, weil sie Probleme in der IDF offenlegte, sondern weil sie daraus antisemitisches Futter für das Ausland machte – die Erlaubnis bekam am College zu sprechen. Mehrere Studenten begannen Proteste rund um den Vortrag zu organisieren, der für Dienstagnachmittag in der soziologischen Fakultät angesetzt war.

Schon bald erreichte die Tatsache, das Breaking the Silence vor Ort war, die Einwohner in den Gemeinden rund um das College; einer davon war Eran Bitton, stolzer Eigentümer von Vespa Pizza. Bitton hat im Norden den Ruf eines Typen der jedes Wochenende kostenlos Pizza zu Soldaten in den umliegenden IDF-Basen bringt. Also kam Bitton am College an, um an dem Protest teilzunehmen, aber er wollte mehr tun. Er erzählte NewsHaifaKrayot.net: „Ich kam etwa eineinhalb Stunden vor dem Vortrag und sah, dass nur ein paar Dutzend Studenten gekommen waren, um dagegen zu protestieren. Ich beschloss, dass eine Demonstration gegen jemanden, der uns als Land und unseren Soldaten schadet, viel mehr Leute braucht. Ich wollte, dass die Leute sie abhalten zu reden und auf den Namen unserer Soldaten einprügeln – also postete ich auf Facebook, dass jeder, der zum College kommt und versucht die Leute von Breaking the Silence zu stören, von mir eine kostenlose Pizza bekommt.“

Bitton hatte wirklich keine Vorstellung, dass die Reaktion derart umfangreich sein würde. Langsam trafen mehr und mehr Studenten und Hunderte Einwohner aus dem Gebiet ein, viele bewaffnet mit Pfeifen und israelischen Flaggen. Am Ende waren mehr als fünfhundert Menschen zum Tel-Hai College gekommen, um gegen Breaking the Silence zu protestieren und zu demonstrieren. Und Bitton und seien Pizzeria hielten ihre Versprechen.

„Wir verteilten Dutzende Bleche mit Pizza gratis an alle, die kamen um zu protestieren und zu demonstrieren. Unser Ziel war sie vorzuführen. Polizisten kamen, um den Vortrag abzusichern, so dass sie ins Auditorium kommen konnte, aber Dutzende aus dem College kamen mit ihren Pfeifen herein und ließen sie nicht reden. Was uns angeht, so haben wir unser Ziel erreicht“, sagte Bitton.

Was die Dutzenden Pizzaschachteln angeht, die Bitton und seine Pizzeria Dienstag verteilten, so sagte er zufrieden: „Für mich war das eine Mitzwe. Die Kosten sind mir egal.“

2 Gedanken zu “Der Tag als „Das Schweigen brechen“ zum Schweigen gebracht wurde – mit Pizza

  1. „BTS“ zum Schweigen zu bringen, wird nicht gelingen – auch durch das neue „NGO-Gesetz“ nicht, mit der die israelische Regierung wieder die Deutungshoheit an sich reißen will. Es hat nichts genutzt, dass Netanyahu selbst auf die Frage eines Reporters nach „BTS“ gebellt hatte, er kenne diese Organisation (angeblich) nicht und es gäbe sie gar nicht. Kostenlose Pizza nutzt auch nichts; „BTS“ hat seit langem weltweit Unterstützung und findet Fürsprecher. „BTS“ wird ebensowenig verstummen wie „BDS“. Hätte Netanyahu die Bedeutung beider Organisationen rechtzeitig erkannt, würde er (illegale, aber bewährte) Mittel genug gegen sie gefunden haben können. So aber ist es zu spät. Dankenswerterweise.

    • Der seltsame Kommentar „vergisst“, dass es um diese Lügenveranstaltung am College geht. Dort wurden die Lügern zum Schweigen gebracht. Fakt. Ende.
      Ansonsten ist Fakt, dass diese Hass-Bewegungen/-Organisationen ausschließlich von Israelhassern und -verleumdern unterstützt werden.

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