Warum die uralten jihadistischden Taktiken des Islamischen Staats den Westen „schockieren“

Raymond Ibrahim, 25. Februar 2016 (auch in: FrontPage Magazine)

Während westliche Politiker und Fernseh-Sprecher darauf bestehen, das der Islamische Staat („ISIS“) „überhaupt nichts mit dem Islam zu tun“ hat, setzt der IS nicht nur korrekt das islamische Recht um – ob nun per Forderung der Jizya von unterjochten Christen oder durch sexuelle Versklavung von „Ungläubigen“-Frauen – sondern sogar die geheimnisvollen jihadistischen Taktiken des „Kalifats“ gehören zum Islam.

Von ISIS indoktrinierte jihadistische Kinder

Beachten Sie die gerade aufgedeckte „Rekrutierungs“-Taktik des ISIS: Entführung, Indoktrination und Prügel junger Kinder, um sie in Sprengstoffwesten tragende „Märtyrer“ zu formen, die sich auf „Ungläubige“ stürzen:i

Die Kinder, denen die Flucht gelang, beschreiben, wie sie in die radikale Norm der Jihadistengruppe indoktriniert und gelehrt wurden, dass sie ihre „ungläubigen“ Eltern exekutieren müssten…. „Uns wurde nicht erlaubt zu weinen, aber ich sollte an meine Mutter denken, daran denken, dass sie sich um mich sorgt und dass ich versuchen würde still zu weinen“, sagte er [ein Entkommener]… Einige Kinder, die es auch geschafft hatten dem ISIS zu entkommen und die heute in Flüchtlingslagern im Nordirak leben, sind ebenfalls schlimm psychologisch verletzt zurückgeblieben. Die wiederholten Prügel und endlose Propaganda haben bedeutet, dass einige der Entkommenen nachts mit Albträumen aufwachen, während andere unter Anfällen leiden.

Der Bericht fährt fort: „Der zunehmende Trend, dass ISIS Kindersoldaten, besonders im Irak, als Selbstmordbomber benutzt, ist als Zeichen gewertet worden, wie angespannt ihre Ressourcen in dieser Region sind.“

Es könnte aber auch darauf hinweisen, dass ISIS schlicht einer weiteren Seite des jihadistischen Manuskripts folgt. Jahrhunderte lang griffen muslimische Kalifate christliche Jungen von ihren Familien, konvertierten sie unter Zwang und indoktrinierten sie mit dem Islam, bildete sie zu Ausnahme-Jihadisten aus und ließen sie dann auf ihre ehemalige christliche Verwandtschaft los, damit sie im Namen des Jihad verheerende Schäden anrichteten. (Skanderberg war die Ausnahme.)

Dass diese Handlungsweise islamisch ist, ist dadurch offensichtlich, dass andere Muslime von heute – nicht nur der ISIS – sie befolgen. 2012 wurden 300 christliche Kinder entführt und zum Islam zwangskonvertiert. Nachdem verarmte christliche Familien in Bangladesch überzeugt wurden, das wenige Geld, das sie hatten, ihren Kinder zu schicken, die in angeblichen Missionshostels lernten, „steckten Hochstapler das Geld ein“ und „verkauften die Kinder an islamische Schulen an anderen Orten im Land, ‚wo Imame sie zwangen dem Christentum abzuschwören‘.“ Die Kinder wurden an im Islam instruiert und geschlagen. Nachdem sie vollständig indoktriniert sind, werden die einst christlichen Kinder gefragt, ob sie „bereit sind ihr Leben für den Islam zu geben“, wahrscheinlich indem sie jihadistische Selbstmord-Bomber werden.

Der Westen wäre dieser „neuen“ muslimischen Taktik gegenüber nicht blind – er kommt irrigerweise zu dem Schluss, dass ISIS „seine Ressourcen gestreckt“ hat – hätten er Fakultäten für Islamstudien, die Fakten veröffentlichen, statt pro-islamische Mythen und Propaganda. Wie bei allen unappetitlichen Aspekten der islamischen Geschichte, ist diese Institution reingewaschen worden. Obwohl junge, verängstigte Jungen aus dem Griff ihrer am Boden zerstörten Eltern geholt wurden, lautet das (im Übrigen widerlegt) Maintream-Narrativ, dass arme christliche Familien erpicht daraf seien ihre Jungs in Kalifat gebracht zu sehen, wo sie eine „strahlende Zukunft“ haben würden.

Einzigartig negative Aspekte islamischer Doktrin und Geschichte als einzigartig positive Aspekte darzustellen, ist nicht anders zu erwarten. Zum Beispiel wird die islamische Institution der Jizya – von unterjochten Christen und Juden Geld zu erpressen, oft unter Androhung von Tod – von Akademikern wie John Esposito von der Georgetown University als Zeichen von „Toleranz“ vorgestellt (hier widerlegt).

Weil westliches Kenntnisse zum Islam von den „Wissenschaftlern“ – besonders von denen, die von Petrodollars finanziert werden – untergraben worden sind, haben ISIS und andere Muslime freie Hand jegliche Nummer eindeutig islamischer Taktiken auszuüben, die dem Westen „neuartig“ erscheinen.

Angaben eines vom ISIS verteilten Handbuchs zufolge werden jihadistische Möchtegern-Mörder im Westen gedrängt sich in den westlichen Lebensstil einzupassen, um zu vermeiden „wie Muslime auszusehen“, damit sie unter dem Radar der Sicherheitskräfte bleiben… Leser werden gedrängt ein christliches Kreuz zu tragen, Aftershave aufzutragen, Bärte abzurasieren und sogar Gebetstreffen und Moscheen zu meiden, um Entdeckung zu entgehen.“ Das Handbuch besagt:

Es ist dir erlaubt eine Halskette zu tragen, die ein christliches Kreuz zeigt. Wie du weißt tragen Christen – oder auch atheistische Westler mit christlichem Hintergrund – Kreuze an ihren Ketten. Aber trage kein Kreuz, wenn du einen muslimischen Namen in deinem Reisepass hast, denn das könnte seltsam aussehen.

Bedenkt man die wohlbekannte Feindseligkeit des Islam gegenüber dem christlichen Kreuz, dann sollte das Maß der Täuschung hier klar sein.

Während der britische Express wiederholt auf die oben umrissene strategische Täuschung als „erschreckend“ verweist, ist diese aber Standard. Nicht nur die Terroristen des 9/11 und viele andere folgten dieser Taktik, sondern Muslime haben von Anfang an vorgegeben, sich in die Ungläubigen zu integrieren, die sie planen zu ermorden. Tatsächlich erlaubte der Prophet des Islam einem seiner Jihadisten, damit ein alter jüdischer Dichter, der ihn verspottet hatte, ermordet wird, die Juden zu täuschen als Mittel ihm nahe genug zu kommen, um ihn zu töte. Der Jihadist machte das – bis hin dazu, dass er Mohammed vor dem Dichter Mohammed verfluchte, der nicht mehr den Verdacht hegte, dass der junge Mann weiter dem Propheten folgte und ihn schließlich in sein Haus einlud – wo dann der Jihadist die Maske fallen ließ und den alten Juden köpfte. (Klicken Sie hier für ein weiteres Beispiel dafür, dass Mohammed Muslimen als Kriegslist erlaubte sich wie Nichtmuslime zu verhalten.)

Krypto-Muslime (oder Moriscos), die vorgeben Christen zu sein, aber heimlich daran arbeiteten Spanien wieder unter muslimische Herrschaft zu bringen, waren Jahrhunderte lang eine ständige Gefahr. Die Spanier wussten zwar, dass der Islam Muslime hinderte christlicher Herrschaft gegenüber loyal zu sein, aber nach der Reconquista erfuhren sie auch, dass viele Muslime, die öffentlich zum Christentum konvertiert waren – sie gingen zur Kirche und nahmen an Taufen und Kommunion teil – Krypto-Mulime waren, die für den Sieg des Islam arbeiteten, auch über Revolten mit Hilfe ausländischer Muslime wie der Türken. Als Ergebnis wurde er Islam aus Spanien vertrieben (wobei ISIS und weitere Muslime geloben als Eroberer zurückzukehren).

Weil aber dieses historische Ereignis heute als Beispiel extremer christlicher Intoleranz dargestellt wird – die Kehrseite der Hingabe der westlichen Akademiker an das Schönreden des Islam ist dessen Hingabe an die Dämonisierung der Christenheit – geht eine weitere wertvolle Lektion christlich-muslimischer Geschichte verloren.

Die vom Islamischen Staat und anderen Jihadistentruppen angewandten Taktiken – von der Entführung und Indoktrinierung christlicher Kinder „Märtyrer des Islam“ zu sein bis zum christlichen Handeln, zur Kirche zu gehen und Kruzifixe zu tragen – durchzieht die islamische Geschichte. Aber weil der Westen sich weiter die wahren Doktrinen und Geschichte des Islam anzuerkennen, muss er immer mit verbundenen Augen und unvorbereitet dem Jihad entgegentreten.