Christus am Checkpoint

Barry Shaw, Israel’s Voice, 5. März 2016

Es ist wieder diese verrückte Christenzeit im Jahr in Bethlehem, in der traditionelle Glaubensvorstellungen aus dem Kirchenfenster geworfen werden. Vom 7. bis 10. März werden wir die vierte Aufführung dieser antiisraelischen Verleumdung „Christus am Checkpoint“ erleben.

Schlimm genug, dass verschlagene arabisch-islamische Führer, einschließlich des Holocaustleugners Mahmud Abbas, des Leiters der palästinensischen Autonomiebehörde, zur Weihnachtszeit zitieren, das Jesus ein „palästinensischer Botschafter“ war; aber es ist etwas völlig anderes, wenn Kirchenleiter Jesus als Palästinenser bezeichnen.

Sie wissen, dass das eine Lüge ist und doch unterschreiben sie dieses Mantra. Es führt dazu zu fragen, warum sie das tun. Warum unternehmen sie alles in ihrer Macht stehende, um das nicht zu leugnende Jüdisch sein Jesu abzustreiten, das ihre eigenen biblischen Kommentar beschreiben? Es kann nur eine unausweichliche Schlussfolgerung geben. Es handelt sich um Antisemitismus.

Es war Antisemitismus, der das brutale Dogma nährte, durch das Millionen Juden vertrieb und tötete, als das europäischen Christentum Juden im Namen des Christentums rund um den Globus von Spanien und Portugal bis Zentral- und Südamerika verfolgten. Es war Antisemitismus im Kern der Ersetzungstheologie, die von Gott sagte, er habe seinen Bund mit dem jüdischen Volk zugunsten der Christen aufgegeben. Es ist Antisemitismus, der christliche Leiter dazu treibt die Schilderung des Alten Testaments von einer Rückkehr des jüdischen Volks nach Zion zugunsten der Werbung für das berüchtigte Dokument Kairos-Palästina aufzugeben. Dieses Dokument stellt die palästinensischen Araber als Jesus-Figuren dar, denen ihr Land geraubt wurde; und Israelis als die Christus-Mörder. Diese Ritualmordlüge ist gesund und munter. Sie hat die Schande der Schoah abgeschüttelt und ihre Stimme im Antizionismus gefunden.

Die Dekonstruktion der Geschichte des Landes Israel um jüdischen Souveränität zu bestreiten, ist Kern der palästinensischen Politik. Dieses Narrativ ist von vielen Christen übernommen worden, die einen moralischen Haken gefunden haben, an dem sie ihren Antisemitismus aufhängen können, nämlich die Umwandlung dessen, wer die gewalttätig und hinterhältig Handenden und wer die Opfer sind. Sie haben klar die Israelis die Israelis und Juden zu Unterdrückern umpositioniert und eine palästinensische Gesellschaft, obwohl sie die ist, die gegen Juden aufgestachelt worden sind und Rassenhass, Gewalt und Terror transportieren, die so viele unschuldige israelische Opfer angegriffen hat und aus den Mördern palästinensisch-islamische Helden gemacht.

Es ist wahrlich erschreckend, wie zynisch einige christliche Leiter sein können. Sie erfinden Gründe, die emotionale, aber falsche Botschaften hervorrufen. Nehmen wir „Christus am Checkpoint“ als Beispiel. Das ist der Name einer Veranstaltung, die diesen Monat in Bethlehem stattfindet. Christen werden Jesus als einen Palästinenser darstellen, der an einem israelischen Kontrollposten leidet. In Unterstützung des palästinensischen Narrativs befördert das die Botschaft des „Dein Königreich komme!“

Wäre Jesus dieses Jahr an einem Kontrollposten angekommen, wäre er von den israelischen Soldaten daran erinnert worden, dass es für ihn als Juden zu gefährlich wäre in das Bethlehem unter palästinensischer Kontrolle hinüberzuwechseln; sein Leben wäre an einem Ort in großer Gefahr, der so radikal islamische geworden ist, dass selbst die Christen aus dieser einst christlichen Stadt geflohen sind.

Elias Freij, der christliche Bürgermeister Bethlehems zur Zeit der Übergabe der Stadt an Arafats PLO durch Israel, prophezeite korrekt, dass Bethlehem eine Stadt der Kirchen, aber ohne Christen sein würde.

Teilnehmer an dieser Veranstaltung sollten daran erinnert werden, dass israelische Sicherheitskräfte vierzehn Mitglieder des Islamischen Jihad verhafteten, die ihre Basis in Bethlehem hatten. Während der Suche fanden sie Waffen und Sprengstoff in den Häusern der Terroristen aus Bethlehem. Zu genau dieser Zeit organisierte die Rektorin der Londoner St. James’s Church in ihrer Kirche eine Propagandaveranstaltung namens „Bethlehem Unwrapped“ (Bethlehem ausgepackt). Es gab nichts „Schönes“ daran, bei Tel Aviv einen Bus in die Luft zu jagen, den diese islamischen Terroristen aus Bethlehem angriffen. Auch sollten Kirchen solchen „Widerstand“ nicht unterstützen, den Israelis als Terroranschläge kennen.

Das ist die Kampagne und Ursache, dass einige christliche Leiter und die Veranstaltung „Christus am Checkpoint“ bewerben, während sie die Wahrheit dessen verbergen, was hier tatsächlich abläuft.

Was abläuft: Israelis werden ins Visiert genommen, um abgeschlachtet zu werden, so wie Christen in der muslimischen Welt, einschließlich den Gebieten unter palästinensischer Kontrolle. In Bethlehem werden sie verfolgt und unterdrückt, nicht von Israel, sondern von Palästinensern, einschließlich deren Führung.

Vor der Übergabe Bethlehems an Yassir Arafats PLO im Jahr 1995 wuchs die christliche Bevölkerung sogar über die Marke von 80%; aber heute sind die Christen Bethlehems auf nur noch zehn Prozent verkleinert worden. Das kann kaum Israel angelastet werden, bedenkt man, dass die christliche Bevölkerung im jüdischen Staat weiter erblüht. Seit der Gründung Israels1948 hat seine christliche Gemeinschaft um mehr als tausend Prozent zugenommen.

„Christus am Checkpoint“ ist in erster Linie ein PR-Komplott, um Evangelikale weltweit von ihren pro-israelischen Ansichten abzubringen. Sie erklären das in ihrem Leitbild ganz offen. Sie wollen „eine Plattform für beträchtliches Auseinandersetzung mit christlichem Zionismus schaffen“, um sie von ihrer Unterstützung Israels wegzuziehen.

Mark Tooley vom Magazin FrontPage schrieb: „Um Erfolg zu haben, werden sie kooperativen, leichtgläubigen Evangelikalen Scheuklappen anlegen, mit denen sie ihre Augen auf zerstörerische israelische Checkpoints lenken, während sie den Rest der umgebenden Wirklichkeit verbergen.“

Wie recht er doch hat. Es ist dieses unredliche Handeln, das ihren Antisemitismus offenbart. Es wird nicht aufgrund von Ignoranz ausgeführt. Es wird wissentlich gemacht, als ein Akt der Täuschung für eine weitere christliche Verleumdung, die gegen Juden verübt wird, diesmal den nationalen Juden – Israel.

Teilnehmer an dieser Veranstaltung nennen sich selbst „Friedensaktivisten“. Sie hüllen sich bewusst in eine moralische Botschaft des Friedens, aber ihr Tun konzentriert sich darauf Israel fallen zu lassen, während die offizielle wie inoffizielle Einschüchterung, Bedrohung und Gewalt von der Palästinenser gegen die verbliebenen Christen unter ihrer Kontrolle ignoriert wird, ganz zu schweigen von der gegen die Juden Israels. Das Ziel dieser Veranstaltung ist nicht Frieden, sondern Spaltung und Einseitigkeit gegen den jüdischen Staat.

Stephen Sizer ist einer der heftigsten Antisemiten. Ein britischer Anglikaner und einer, der Israel ständig delegitimiert. In seinem Buch „Christian Zionism – Road Map to Armageddon“ (Christlicher Zionismus – Fahrplan nach Armageddon) legt er nahe, es sei „unverantwortlich zu glauben, dass Gott Christen materiell segnen wird, wenn sie den weitgehend säkularen Staat Israel unterstützen“.

Einige der Schriften Sizers sind von Christen empfohlen worden, die sich Ersetzungs- und Befreiungstheologie zueigen machen. Ein prominenter christlicher Gegner Sizers, der berühmte Bibellehrer David Pawson, schrieb jedoch ein Buch mit dem Titel „Defending Christian Zionism“ (Verteidigung christlichen Zionismus). Gegen Sizer stichelnd sagt er: „Ich bin Stephen Sizer dankbar, dass er die Aufmerksamkeit auf die legitime Kritik des befreienden Zionismus gelenkt hat. Er hat der Sache des Zionismus einen Dienst geleistet, der gebraucht wurde.“

Würde die Wahrheit erzählt, dann würden sie einen Experten hinzuziehen, um die gewalttätige antisemitische Leugnung jüdischer Rechte zu erklären, die im Kern der antiisraelischen palästinensischen und islamischen Kampagnen und Gewalt stecken, ebenso den Grund, warum es Checkpoints gibt.

Es gibt jedoch keinen Raum für Wahrheit bei „Christus am Checkpoint“. Das ist eine Übung in Betrug, Täuschung und Ersetzungstheologie.

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3 Gedanken zu “Christus am Checkpoint

  1. Danke für diesen Beitrag.

    Jedem der das liest werden die „Augen“ geöffnet. Ich wusste, dass es „Christen“ gibt, die sehr unchristlich sind. Über das Ausmaß und die Intensität bin ich sehr erschrocken.

    Nein, es tröstet mich nicht, dass es auch die judenhassenden Juden gibt. Sie hassen sich selbst.
    Diese Christen hassen sich nicht selbst, sondern sind auch noch stolz auf sich, wenn sie die Juden hassen.
    Da sie nicht sich selbst hassen sondern die Juden sind sie schlimmer als die judenhassenden Juden.

    Gott möge ihre Seelen zerstören.

    Herzlich, Paul

  2. Mit mir sind sie ein wenig durchgegangen. Das Entsetzen war zu groß.
    Ich hoffe ich habe mich nicht versündigt.

    Paul

  3. Antisemiten sind potentielle Selbstmörder. Es gibt keinen Antisemiten im Reich Gottes. Kein Antisemit wird jemals auferstehen können, denn dazu bräuchten sie das was sie am meisten hassen: einen Juden. Jesus ist zuerst für die Israeliten gekommen und erst in zweiter Reihe für die Nationen. Wer also Auferstehung erleben will kann das nicht als Antisemit. Diese Kraft kann nur Gott verleihen. Und das wird er nicht an seinen Hassern tun. Wer Israel ersetzen will wird sich fragen lassen müssen was für eine Qualifikation ihn denn dazu berechtigt sich des Erbes Israels zu bemächtigen, genauer gesagt: es zu stehlen. Es ist mir ein Rätsel wie man als sterblicher Mensch wagen kann Israel ersetzen zu wollen und dafür keine Scham empfindet, denn die Gebote Gottes sind ja nicht umgeschrieben worden. Sie gelten nach wie vor. Wer also an diesem checkpoint sein Christsein abgibt, der verliert eben an diesem Ort sein Leben.
    Wahrscheinlich weil es sich für eine kurze Zeit zu lohnen scheint sich im Scheinwerferlicht der Mainstreampress einzublenden. Es kostet sie das Leben. Man kann ihnen nicht helfen, denn sie bilden sich ein, ihnen sei geholfen.
    Es ist schon immer weise gewesen, sich nicht mit christlichen Spitzbuben einzulassen und auch Frau Torheit ist keine gute Gesellschaft.
    Auch sie werden eines Tages bitter erfahren müssen dass Verrat erwünscht ist, aber den Verräter verachtet
    wird. Sie werden den Tod des Judas erleiden.
    Zeugen Jesu sehen anders aus. Sie können warten bis er sich selber offenbart.

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