UNESCO: Juden haben keine Verbindung zum Tempelberg

JNi Media, The Jewish Press, 16. April 2016

Geschändete jüdische Gräber auf dem Ölberg (Screenshot)

Der Exekutivrat der United Nations Educational, Scientific, and Cultural Organization (UNESCO) bestritt am Freitag Israels Anspruch auf den Tempelberg und die Westmauer („Klagemauer“).

Bei einem Treffen in Paris ignorierte die Organisation in einer Resolution die jüdische Verbindung zu Jerusalems Stätten; sie wurde mit 33 Stimmen pro, 6 dagegen und 17 Enthaltungen angenommen und verwies nur auf die Al-Aqsa-Moschee und den Al-Haram al-Scharif (der muslimische Name des Tempelbergs). Der Bereich der Westmauer wurde als Al-Buraq-Plaza bezeichnet. Letztes Jahr lehnte es die UNESCO ab die Mauer als muslimische Stätte neu einzustufen.

Frankreich, Spanien, Schweden, Russland und Slowenien gehörten zu den nicht arabischen Staaten, die die Resolution befürworteten. Estland, Deutschland, Litauen, die Niederlande, Großbritannien und die Vereinigten Staaten stimmten dagegen.

Die Resolution beschuldigte Israel in Ostjerusalem „falsche jüdische Gräber“ einzurichten. Diese Behauptung ist besonders empörend, weil der alte jüdische Friedhof auf dem Ölberg von den Jordaniern 1967 geschändet wurde; seine Grabsteine wurden genutzt um Straßen zu pflastern.[1]

Der israelische Botschafter bei der UNESCO, Carmel Shama, veröffentlichte eine Erklärung mit einer Antwort, in der es hieß: „Selbst wenn die UNESCO Dutzende Resolutionen verabschiedet und sich entschließt tausende weitere zu verabschieden, wird Jerusalem immer Teil der Hauptstadt Israels und des jüdischen Volks bleiben.“ Er fügte hinzu: „So wie Sie diesen Pfad der Aufstachelung weitergehen, werden Lügen und Terror die UNESCO den Weg in die Irrelevanz schicken.“

JNi.Media bietet Redakteuren und Verlagen qualitätiv hochwertige, auf Jüdisches konzentrierte Inhalte zur Veröffentlichung.

——-

Elder of Ziyon schrieb schon am 13. April:

This resolution goes over a litany of complaints about Israel, including how it allows Jews to visit the Temple Mount, or, as it says, „the continuous storming of Al-Aqsa Mosque/Al-Haram Al-Sharif by the Israeli right-wing extremists and uniformed forces, and urges Israel, the Occupying Power, to take necessary measures to prevent provocative abuses that violate the sanctity and integrity of Al-Aqsa Mosque/Al-Haram Al-Sharif.“

Diese Resolution enthält eine Litanei an Beschwerden über Israel, darunter, dass es Juden erlaubt den Tempelberg zu besuchen oder, wie es dort heißt, „die stetige Stürmung der Al-Aqsa-Moschee/Al-Haram Al-Scharif durch die israelischen, rechtsgerichteten Extremisten und uniformierte Kräfte und drängt Israel, die Besatzungsmacht, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um provokante Übergriff zu verhindern, die die Heiligkeit und Integrität der Al-Aqsa-Moschee/Al-Haram Al-Scharif verletzten.

Dann wird eine neue bizarre Beschuldigung aufgebracht:

Diese Lüge geistert schon seit 2012 umher, als die Al-Aqasa-Stiftung für Ausstattung und Erbe behauptete, Israel lege tausende falscher Gräber rund um den Tempelberg an.

2013 behauptete ein muslimischer Kleriker in Jerusalem, der antike Friedhof auf dem Ölberg sei mit falschen jüdischen Gräbern gefüllt.

2014 behauptete ein weiteres muslimisches Komitee, dass Israel neuen Friedhof anlegte, der ebenfalls mit falschen Gräbern gefüllt sei.

Die Ironie besteht natürlich darin, dass Muslimen nachgewiesen wurde, dass sie seit Jahren hunderte falscher Gräber anlegten.

Was den Rest der Resolution angeht, so sind diese erwähnten Omajjaden-Paläste von diesen furchtbaren Juden entdeckt und erhalten worden. Sie wurden allerdings mit geplünderten Steinen byzantinischer Kirchen und sogar dem zweiten jüdischen Tempel gebaut.

In jüdische rituelle Bäder werden sie von niemandem „umgewandelt“ – diese waren schon tausend Jahre vor dem Bau der Omajjaden-Paläste dort.

Wie wird die UNESCO handeln, wenn man ihr diese Liste an Lügen vorlegt?

—————-

[1] Anmerkung heplev: Nicht nur dazu; aus ihnen wurden auch Latrinen gebaut.

Ein Gedanke zu “UNESCO: Juden haben keine Verbindung zum Tempelberg

  1. Was die Kretins nicht bemerken, sie leugnen auch damit das Christentum. Kein jüdischer Tempel, kein Jesus.Dann wären alle Geschichten, auf denen das Christentum sich beruft einfach nur leere Luftnummern, erlogen, erdacht, erstunken. Kein kleiner Jesus, der im Tempelbezirk seine erste Prädigt hielt. Kein Jesus, der von der jüdischen Priesterschaft verfolgt wurde. Kein Jesus, der die Händler aus dem Tempelbezirk verjagte und kein Verrat an Jesus durch Judas, der sich im Tempelbezirk für 30 Münzen bei der Priesterschaft bezahlt wurde und damit erst die Kreuzigung in Gang setzte, was das eigentliche Momentum des Christentums ausmacht. Etc. etc. etc. Also alles nicht existent und damit nicht geschehen. Das der Vatikan und die christlichen Gemeinden das einfach so in kauf nehmen, wundert mich eigentlich, aber es ist wohl die Blindheit dieser Gruppen sowas zu erkennen. Ich will niemanden zu nahe treten, aber der Judenhass ist immer noch ein Teil dieser Bewegung bzw. Religion. Im Glauben, den Juden damit zu schaden, schädigen sich diese Menschen selbst und ihren Glauben. Auch ein Grund, warum in Europa so viele Konvertiten zum Islam aus christlichen Familien gibt. Wenn der eigene Glauben als schwach, verteidigungslos, ohne Regeln und Inhalt empfunden wird, wendet man sich auf dem Markt der Religionen eben der zur Zeit attraktivsten Bewegung zu – Islam. Er hat feste Regeln, ein festes Ziel, Ordnung, er ist stark, verteidigt sich und vor allem man kommt aus der Opferrolle der „Kartoffel“ raus und wird Teil der Muslimgang. Das Judentum ist nicht attraktiv für dieses Klientel – G´tt sei Dank muss man sagen, weil 1. der innere Antisemitismus dieser Leute es als Alternative kategorisch ablehnt, 2. der Übertritt kein zuckerschlecken ist und damit für sie unattraktiv. 3. man zur einer Minderheit gehört, die ständig verfolgt wird. Da sieht es schon mit dem Islam, als die Eroberer – und Unterdrückerreligion schon anders aus. Schwupps sagst du vor 2 Zeugen das Mohammed ein Prophet und Allah der einzige Gott sei und schon bist du in 5 Minuten Moslem und das für immer. Bis der Tod sie scheidet . meistens. So gesehen war die Entscheidung ein Schuss ins eigene Bein, nebenbei auch für die Muslime, die ja Jesus als Propheten betrachten und größtenteils die Lebensgeschichte des Christentums übernommen haben, mit ein paar Veränderungen in seinem Lebenslauf. Es mag ärgerlich sein, aber auch diesen Bullshit wird Israel überleben, wie so viele Bullshits.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.