Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21. Mai 2016)

Sonntag, 15.05.2016:

Der jordanische Parlamentspräsident erklärte, dass das jordanische Parlamente, anders als die Regierung, den Friedensvertrag mit Israel „entschieden ablehnt“. Israel respektiere den Friedensvertrag nicht, es untersuche Verbrechen seiner Soldaten nicht, es mordet und die Israelis helfen den Opfern nicht, blablabla…

Die Polizei des Distrikts Binyamin nahm zwei Verdächtige im Fall des Bombenanschlags in Hizme am 11. Mai fest. (Dem schwer verletzten Offizier geht es inzwischen etwas besser.)

Montag, 16.05.2016:

Mehrere Dutzend hareidische und chassidische Rabbiner forderten auf einer Konferenz in Har Nof, dass keine Koalitionsregierung mit Politikern/Parteien eingegangen wird, die dafür sind historisch israelisches Land aufzugeben. Außerdem forderten sie, dass jeder arabische Terrorist exekutiert wird, sobald er in der Absicht Juden Schaden zuzufügen sein Haus verlässt. (Nicht gerade die wünschenswert feine Art…)

Im April war ein Fischer aus dem Gazastreifen festgenommen worden, der in Waffenschmuggel für die Hamas und andere Terrororganisationen verwickelt ist. Er gab im Verhör wichtige Informationen zur Organisation der Schmuggeltätigkeiten preis, die zeigen, dass die Hamas die Lockerung der Beschränkungen für Fischer aus dem Gazastreifen kräftig ausnutzt.

Die Vereinigung palästinensischer Gelehrter und Prediger erklärte, der Begriff „Tempelberg“ sei eine von Juden erfundene „historische Lüge“. Der Ausdruck „Al-Aqsa“ sei der religiös, historisch und politisch korrekte Begriff, der auf das 1500 Jahre alte Recht der Muslime auf den Berg hinweise. Der Tempelberg war also schon muslimisch, bevor es den Islam überhaupt gab…

Die PLO erklärte (erneut), dass sie das „Rückkehrrecht“ der „Palästinenser“ nach Israel niemals aufgeben wird.

Das PA-Fernsehen ließ mal wieder eine Sendung ausstrahlen, in der ein kleines Mädchen eine Lüge propagierte: Juden töten auf dem Tempelberg Muslime.

Dienstag, 17.05.2016:

Heckmeck:
– Der französische Präsident hat die Konferenz zur Wiederbelebung des „Friedensprozesses“ in Paris verschoben. Sie soll „im Verlauf des Sommers“ (statt Ende Mai) stattfinden. Grund war, dass US-Außenminister Kerry den Termin nicht hätte wahrnehmen können.
– Derweil unterstützt der ägyptische Präsident den französischen Vorschlag für Nahost-Gespräche.

Mahmud Abbas behauptet, er wolle, dass die israelische Frau in der Lage ist sicher zum Einkaufen zu gehen, Ehemänner sicher zur Arbeit zu bekommen und dass die Kinder sicher zur Schule kommen. Er sei gegen Terrorismus und Extremismus. Und die Hand sei zum Frieden ausgestreckt. (Sieht man ja tagtäglich mit der Hasspropaganda seiner Medien und Prediger…)

Mittwoch, 18.05.2016:

Die Fatah feierte auf ihrer Facbookseite die Ermordung von 24 Israelis 1972 am Flughafen Lod (heute Ben-Gurion), bei dem zudem 70 Menschen verletzt wurden. Der überlebende der 3 (japanischen) Terroristen wurde „gegrüßt“ und als Held bezeichnet.

Donnerstag, 19.05.2016:

Die Polizei durchsuchte das Haus eines Arabers in Qalansuwa (Zentralisrael) und fand dort Rohrbomben, Munition, Tausende Federn für Handgranaten und Raketen. Ein Mann und eine Frau wurden festgenommen.
Außerdem wurde ein Versuch vereitelt 60.000 Bausätze für Handgranaten, Mörser und Raketen in den Gazastreifen zu schmuggeln.

Heckmeck:
– Frankreich hat den Beginn der Nahost-Friedenskonferenz jetzt auf den 3.Juni festgelegt. US-Außenminister Kerry hat da Zeit.

Freitag, 20.05.2016/Samstag, 21.05.2016:

Zakaria Al-Agha (Fatah): Die „Palästinenser“ werden nach Israel „zurückkehren“, dazu haben sie das Recht, nicht in einen Palästinenserstaat.

Die UNO beherbergt im Flug zum Cafe im Keller des Gebäudes in New York eine Ausstellung über Israel mit Tafeln, die die Aspekte beschreiben, darunter Israels Araber, technologische Innovationen und andere Aspekte des Lebens in Israel. Auf einer der Tafeln wird Jerusalem als „spirituelle und physische Hauptstadt des jüdischen Volks“ bezeichnet. Dagegen protestierten die arabischen Staaten, die OIC (Organisation der Islamischen Konferenz) und – natürlich die PA. Deren Mission bei der UNO schrieb einen Brief, in dem es hieß jede Bezugnahme „die israelische Souveränität über dieses Land [gleich das ganze LAND, nicht „Ost“-Jerusalem] behauptet … ist rechtlich, politisch und moralisch falsch und inakzeptabel“. Außerdem würde die „palästinensische Existenz in der Stadt sowie ihre historisch arabische, muslimische und christliche Identität und Erbe über die Jahrhunderte geleugnet“. [Klar doch – israelische Araber z.B. sind Teil der Ausstellung, werden aber bestritten? Logik ist nicht die Stärke der Hasser…]

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Ein Gedanke zu “Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21. Mai 2016)

  1. …Die PLO erklärte (erneut), dass sie das „Rückkehrrecht“ der „Palästinenser“ nach Israel niemals aufgeben wird…

    Also wollen sie damit sagen, das sie das „Recht“ auf einen eigenen Palästinenserstaat aufgeben.
    Keine Regierung Israels wird je diese dumme Forderung akzeptieren.
    Nebenbei, es gibt schon einen „Palästineserstaat“, ja sogar zwei – einmal Hamastan und Jordanien.
    In Hamastan zeigen dies so tollen Palis, dass sie nix auf die Reihe gebacken bekommen, aber dafür eine Gefahr für sich selbst und Israel sind. Kleinen dummen Kindern sollte man keine Sachen für Erwachsene geben, dazu gehört auch einen eigenen Staat gründen. In Jordanien ist nur deshalb Ruhe, weil der alte Vater Hussein von Jordanien ordentlich „sauber“ gemacht hat und der Sohnemann Abdullah sich auf die Beduinensöldner stützt, die sofort locker ein neues Massaker ohne zu zucken an den sogennanten „Palästinensern“ in seinem Königtum durchziehen. Ich habe mal einen waschechten Jordanier kennen gelernt, der nicht zu den „Palästinensern“ gehört, sondern zu einem alten Clan aus dem der König seine Leibgarde rekrutiert. Er freute sich mich als gebürtigen Israeli kennen zu lernen und redete voller Schaum im Mund über die für ihn verhassten „Palästinenser“. In der arabischen Welt haben alle schon die Nase voll von den „Palästinensern“. Es drohen wahrlich neue Gefahren am Horizont, die mehr Aufmerksamkeit benötigen und sogar die Hilfe Israels. Es sind offene Geheimnisse, das Israel mit den Saudis, VAE, Ägypten und anderen Staaten, sogar Indonesien streckt seine Fühler nach Israel aus, zusammenarbeitet. Iran, ISIL/ISIS und der Niedergang des Öls führen zu gewaltigen Umbrüchen, die jeden Despoten und Herrscher im arabischen Raum erzittern lassen. Dagegen ist der Pali-Konflikt ein miniregionaler Konflikt, der eher als störender Pickel am Arsch empfunden wird. Nur hier in Europa und in der BDS-Bewegung in der Welt, wird daraus DER ultimative Konflikt gemacht. Sicher, gegen einen ehrlichen und echten Friedensvertrag hat Israel nicht im geringsten was auszusetzen und wünscht dich das aus ganzen Herzen sogar, aber wenn die Gegenseite weiter Luftblasen träumt und zur Vernichtung Israels aufruft, wird dann eben halt weiter mit dem Status Quo gelebt. Für Israels wirtschaftliche, technologische und soziale Entwicklung ist das kein Hemmschuh, aber die „Palästinenser“ kommen dabei nicht aus dem Stadium einer ewigen selbstverursachten Katastrophe heraus. Deshalb sollten die „Palästinenser“ nicht irgendwelche unrealistischen Forderungen stellen, weil sie nicht auf der Seite stehen, um solche Dinge zu verlangen. Es ist wie mit einem Schiffsbrüchigen, dessen Boot immer weiter sinkt und seine Rettung verweigert, weil er mit dem Kapitän des Kreuzfahrschiffs, der ihm zur Rettung kam, verhandelt, ob er in eine Suite mit Butler auf dem Kreuzfahrschiff bekommt.

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