UNO sagt 29,5 % der Westbank-„Flüchtlinge“ lebt in UNRWA-Flüchtlingslagern. Sie fragt nicht, warum

Elder of Ziyon, 2. Mai 2016

Robert Piper, stellvertretender UNO-Sekretär für allgemeine Entwicklung und humanitärer Koordinator für Palästina, twitterte heute diese Grafik mit der (korrigierten) Bildbeschreibung: 29,5% der Flüchtlinge in der Westbank leben immer noch in Lagern.“

Die Frage, die die UNO nicht stellt, lautet: Warum gibt es diese Lager noch, gut 68 Jahre nachdem die letzten Flüchtlinge geschaffen wurden? (Es gab praktisch keine Flüchtlinge gemäß welcher Definition auch immer durch den Sechstage-Krieg.)

Diese Grafik behauptet, das Leben in den von der UNO verwalteten Lagern sei infolge von IDF-Operationen gefährlich. Natürlich schert sie sich nicht darum zu sagen, dass der Grund, dass viele Operationen in diesen Lagern stattfinden, darin liegt, dass sie Brutstätten des Terrors sind.

70% der sogenannten „Flüchtlinhge“ (genau genommen Nachkommen) leben außerhalb der Lager – was bedeutet, dass es kein rechtliches Hindernis gibt sie „Flüchtlinge“ in den Rest der palästinensischen Gesellschaft zu integrieren.

Die palästinensische Autonomiebehörde, von der UNO als Staat Palästina anerkannt, kann in den Areas A und B so viele Häuser bauen, wie für diese Leute benötigt werden. Und sie haben die Autonomie inzwischen seit fast 20 Jahren.

Wo sind die Info-Grafiken, die zeigen, wie erfolgreich die PA mit internationaler Hilfe beim Abriss dieser völlig unnötigen und gefährlichen Lager und dem Einbinden der Einwohner dabei normlae Bürger zu werden, gewesen ist?

Es gibt sie nicht, denn ein solches Programm existiert nicht.

Die PA will die Lager nicht abreißen, denn sie will auf die übervölkerten, mit Gewalt angefüllten Ghettos als Beweismittel dafür deuten, wie Palästinenser immer noch unter israelischem Handeln von 1948 leiden.

Jordanien war glücklich und zufrieden, diese Lager von 1948 bis 1967 zu erhalten, weil Hunderte Millionen Dollar zum Unterhalt dieser Lager Geld war, das Jordanien nicht ausgeben musste – obwohl die Palästinenser volle jordanische Staatsbürger waren.

Die UNO, die vielseitige Berichte darüber ausstieß, wie furchtbar die Dinge für die Palästinenser stehen, hat kein Interesse auch nur an einem einzigen Programm, verletztbare Menschen aus diesen Lagern zu holen.

Die Grafik ist einem 33-seitigen UNO-Dokument entnommen, das beschreibt, wie viele Probleme Palästinenser haben und all die Programme, die die UNO hat um  ihnen zu helfen. Und doch gibt es darunter nicht ein einziges Programm die Lagerbewohner in normale Häuser und Wohnungen einzubinden, in normale Nicht-UNO-Schulen gehen zu lassen und sich selbst versorgende Mitglieder der Gesellschaft zu werden.

Es gibt keinen Grund dafür, dass diese Lager heute noch existieren sollten. Aber die UNO ist mitschuldig daran die Palästinenser als eine Gesellschaft zweiter Klasse in Elend und Unsicherheit zu halten, während ihnen ständig ein Ammenmärchen erzählt wird, dass sie eines Tags „zurückkehren“ und in die Häuser ihrer Vorfahren ziehen können, die es mehr gibt (und in einigen Fällen nie gab).

Wenn die UNO eine „Staat Palästina“ anerkennt, ist es dann nicht Zeit, dass die UNO diesem Gemeinwesen hilft die Verantwortung für die eigenen Bürger übernimmt, wie das jeder andere Staat auch tut?

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2 Gedanken zu “UNO sagt 29,5 % der Westbank-„Flüchtlinge“ lebt in UNRWA-Flüchtlingslagern. Sie fragt nicht, warum

  1. Seit wann sehen „Flüchtlingslager“ wie voll ausgebaute Städte aus? Wenn man die Orte besucht, dann sieht man nicht hungernde Zeltbewohner, sondern Stadtmenschen mit allen städtischen Annehmlichkeiten, Betonhäuser, Kanalisation, Strom, Wasserzugang, eben die komplette Infrastruktur. Flüchtlingslager sind das schon lange nicht mehr. Fürs Fernsehen und für die Politik zieht natürlich dieser Begriff besser.

  2. Robert Piper, stellvertretender UNO-Sekretär für allgemeine Entwicklung und humanitärer Koordinator für Palästina. Weshalb gibt es diesen stellvertretenden UNO-Sekretär?
    Gibt es für jedes Krisengebiet auf dieser Welt einen stellvertretenden UNO-Sekretär?

    Die palästinensischen Flüchtlinge vererben ihren Flüchtlingsstatus. Dadurch werden es immer mehr. Nur weil die Meinung besteht, dass die zunehmende Flüchtlingszahl den politischen Druck auf Israel erhöht. Kein anderer Flüchtling auf dieser Welt wird über Generationen hinweg von der UNO mit Leibrente versorgt.
    Soviel ich weiß gilt für die anderen Flüchtlige, für die weltweit nur eine UNO-Organisation zuständig ist, dass die Fürsorge nach einem Jahr beendet wird.

    Die UNWRA mit Ihrer Alimentierung einer stets zunehmenden Flüchtlingszahl ist eine Missgeburt. Da die Verwaltung fest in palästinensischer Hand liegt, ist sie auch ein Unterdrückungselemet für die „Flüchtlinge“. Sie sind von der Gnade der Geldverteiler abhängig und werden dadurch diszipliniert. Außerdem ist es möglich Gelder, die für soziale Zwecke gedacht waren, für die Durchführung militärischer Aufgaben abzuzweigen.

    Das ist eine Schande.
    Die noch größere Schande ist, dass alle Regierungen zu diesem Skandal schweigen. Gut, Israel schweigt nicht und die USA haben auch schon mal aufgemuckt.

    Die palästinensischen Flüchtlinge sind die einzigen Menschen auf dieser Erde, die mit Eintritt in das erwerbsfähigen Alter eine dauerhafte leistungslose Bürgerrente bekommen. Wer sich in diesem Status befindet, ist auch bereit oder wird dazu gezwungen, sein Leben für die „gute Sache“ zu opfern und steht auch sonst unverrückbar hinter seinem „Staat“.

    Weiß jemand, ob diese Flüchtlinge die UNRWA-Unterstützung auch in Deutschland bekommen?

    Herzlich, Paul

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