Wie viele Araber leben in Judäa und Samaria? Weiß niemand.

Ari Soffer, Israel National News, 7. Juni 2016

Das „demografische Argument“ wird oft von denen angeführt, die für israelische territoriale Zugeständnisse eintreten – nämlich dass die arabische Bevölkerung die Zahl der Juden in Israel überholen wird, wenn es sich nicht aus ganz oder zumindest dem größten Teil von Judäa und Samaria zurückzieht.

Aktuelle Studien haben allerdings Zweifel auf die von der palästinensischen Autonomiebehörde angeführten Zahlen geworfen; einige Experten machen geltend, dass diese massiv aufgeblasen worden sind und angeblich massive Auswanderungszahlen kaschieren.

Bei einem Sondertreffen des Knesset-Unterausschusses für zivile Angelegenheiten und Sicherheit in Judäa und Samaria, das von seinem Vorsitzenden MK Moti Yogev (Jüdisches Haus) initiiert wurde, gestand der Leiter der Ziviladministration der IDF ein, dass er keine Vorstellung davon hatte, wie viele Araber in der Region leben.

Oberstleutnant Ayal Ze’evi sagte den Abgeordneten, er habe keinerlei verbindlichen Statistiken zur Zahl der in Area C lebenden palästinensischen Araber; Area C ist die Region von Judäa und Samaria unter voller israelischer Kontrolle, in sich der alle jüdischen Gemeinden befinden.

Darüber hinaus gab ein Repräsentant der Zuwanderungs- und Bevölkerungsbehörde zu, dass sein Büro „keine Zahlen zur Frage der Abwanderung von Araber aus Judäa und Samaria ins Ausland für das letzten Jahrzehnt“ hat.

Das Thema der Emigration ist angesichts jüngster Behauptungen, die arabische Bevölkerung in Judäa und Samaria sinke sogar, ein entscheidendes; viele von ihnen suchen bessere Arbeitsplatzbedingungen außerhalb der korrupten PA, vor allem in den Golfstaaten und in weiteren Ländern.

MK Yogev erklärte, dass es ohne den Aufbau präziser Zahlen zur palästinensisch-arabischen Bevölkerung unmöglich sein wird „z.B. die Infrastruktur oder die Zahl der Schulen an die entsprechenden Zahlen anzupassen“.

Er vermerkte, dass, als er Kommandeur der Efrai-Brigade der IDF in Samaria war, er „für (die von der PA regierten Städte) Kalkilya und Tulkarm verantwortlich war und wir kannten die genauen Zahlen ihrer Einwohner“.

„Wir brauchten fast ein Jahr, aber jede Woche prüften wir die Gegend, bis wir eine genaue Zahl bekamen“, erinnerte er sich; er gelobte sicherstellen zu wollen, das er sich nach den jämmerlichen Befunde bemühen werde die genauen Zahlen der Juden und Araber in Area C herauszufinden.

Oberstleutnant Ze’evi sagte, die einzigen Zahlen, die er habe, stammten von der palästinensischen Autonomiebehörde, deren Bevölkerungsregister behauptet, es gäbe 2,93 Millionen Araber in Judäa und Samaria, die Personalausweise der PA besitzen – d.h. es sind alle Araber Jerusalems ausgenommen, die israelische Aufenthaltsgenehmigungen besitzen. Er stellte aber fest, dass die Zahlen der PA alles andere als transparent sind und es keine Möglichkeit gibt ihre Richtigkeit unabhängig zu verifizieren.

Er machte auch geltend, dass viele palästinensische Familien ihre Kinder beim Bevölkerungsregister eintragen lassen und die Regin dann verlassen, was eine aufgeblasene Zählung zur Folge hat.

Darüber hinaus haben die Bevölkerungszahlen der PA im Verlauf der Jahre wild geschwankt, was die Rügen von Kritikern stützt, die PA-Offiziellen würden die Statistiken aufblasen und sogar erfinden.

Im Gegensatz dazu offenbarte eine jüngste Studie, dass die jüdische Bevölkerung von Judäa und Samaria weiterhin rapide zunimmt, was das von den USA aufgezwungene Einfrieren und die Wellen arabischen Terrorismus die Stirn bietet.

Ze’evi verzeichnete allerdings eine interessante Statistik zu palästinensischer Auswanderung: „Über die Allenby-Brücke (nach Jordanien) gibt es eine Differenz von 15.800, die mehr ausreisen als einreisen“, sagte er. Im Verlauf der letzen 15 Jahre addiert sich das auf insgesamt 175.000 mehr Palästinenser, die Judäa und Samaria verlassen, als hineinkommen.

Yoram Ettinger, Demograf und frühere Botschafter in den USA, vermerkte bei der Anhörung, dass diese Zahlen nur die Auswanderung über den Allenby-Übergang beinhalten und nicht zum Beispiel die Araber, die das Land über den Ben-Gurion-Flughafen verlassen.

MK Hilik Bar (Zionistische Union) lobte die Anstrengungen des Unterausschusses und kritisierte die Regierungen der Vergangenheit wegen ihres Missmanagements dieses Themas: „Wir wissen, wie viele Menschen in Syrien sind, kennen aber nicht die der Zivilisten unter unserer Kontrolle“, schoss er, womit er Yogevs Aufruf zu gemeinsame Anstrengungen stützte das Problem zu bereinigen und dringend eine Volkszählung durchzuführen.

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