20 Fakten zu Israel und dem Nahen Osten

Empower America, 26. April 2002

Die Aufmerksamkeit der Welt hat sich auf den Nahen Osten konzentriert. Wir werden täglich mit Szenen von Blutbädern und Zerstörung konfrontiert. Können wir solche Gewalt verstehen? Ja, aber nur, wenn wir mit einer soliden Grundlage an Fakten der Fakten kommen, die zu oft vergessen werden, wann immer sie bekannt werden. Es folgen zwanzig Tatsachen, die wir für nützlich zum Verstehen der derzeitigen Situation halten, wie wir an diesem Punkt ankamen und wie wir möglicherweise eine Lösung erreichen könnten.

Die Wurzeln des Konflikts

* Als die UNO die Errichtung von zwei Staaten in der Region vorschlug – einer jüdisch, einer arabisch -, akzeptierten die Juden den Vorschlag und erklärten 1948 ihre Unabhängigkeit. Der jüdische Staat war nur ein Sechstel eines Prozents dessen, was als „die arabische Welt“ bekannt war. Die arabischen Staaten aber lehnten den UN-Plan ab und haben seitdem wiederholt Krieg gegen Israel geführt, „heiße“ Kriege wie auch Terrorismus und Abnützungskriege. 1948 drangen fünf arabische Armeen nach Israel ein und versuchten es auszuradieren. Jamal Husseini vom Arabischen Hochkommissariat sprach für viele, als er „den Boden unseres geliebten Landes mit den letzten Tropfen unseres Blutes“ zu tränken schwor.

* Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) wurde 1964 gegründet – drei Jahre bevor Israel die Westbank und Gaza einnahm. Das erkläre Ziel der PLO war, den Staat Israel durch bewaffneten Kampf zu eliminieren. Bis heute behauptet die Internetseite von Yassir Arafats Palästinensischer Autonomiebehörde (PA), dass das gesamte Israel „besetztes Gebiet“ ist. Es ist unmöglich, das mit den Erklärungen der PLO und der PA in Einklang zu bringen, dass die Wurzel des Konflikts Israels Besetzung der Westbank und des Gazastreifens ist.

* Die Westbank und der Gazastreifen (von 1948 bis 1967 von Jordanien und Ägypten kontrolliert) kam während des Sechs-Tage-Kriegs von 1967 unter israelische Kontrolle; der Krieg begann, als Ägypten die Straße von Tiran schloss und arabische Armeen an Israels Grenzen aufmarschieren ließ, um in den Staat einzumarschieren und ihn zu liquidieren. Es ist wichtig anzumerken, dass während der 19-jährigen Herrschaft weder Jordanien noch Ägypten irgendwelche Bemühungen unternahmen einen palästinensischen Staat auf diesen Landstrichen zu gründen. Kurz bevor die arabischen Staaten ihren Aggressionskrieg 1967 gegen den Staat Israel begannen, erklärte der syrische Verteidigungsminister (und spätere Präsident) Hafez Assad: „Unsere Streitkräfte sind jetzt bereit… die Befreiungsaktion selbst zu beginnen und die zionistische Anwesenheit im arabischen Heimatland zu sprengen… Die Zeit ist gekommen eine Vernichtungsschlacht zu beginnen.“ Am Vorabend des Krieges von 1967 erklärte der ägyptische Präsident Gamal Nasser: „Unser grundlegendes Ziel wird die Zerstörung Israels sein.“

* Wegen ihrer Feindseligkeit gegen die Juden haben viele Palästinenserführer unsere Feinde seit Langem unterstützt. Der Großmufti von Jerusalem verbündete sich während des Zweiten Weltkriegs mit Adolf Hitler. Yassir Arafat, Vorsitzender der PLO und der PA, hat wiederholt Amerikaner ins Visier genommen und getötet. 1973 befahl Arafat die Exekution von Cleo Noel, dem amerikanischen Botschaft im Sudan. Arafat war mit der Sowjetunion und anderen Feinden der USA während des gesamten Kalten Krieges eng verbunden. 1991, im Golfkrieg, stellte sich Arafat in eine Linie mit Saddam Hussein, den er als „den Verteidiger der arabischen Nation, der Muslime und der freien Menschen überall“ pries.

* Fakt ist, dass Israel das meiste Land zurückgegeben hat, das es während des Krieges von 1967 eroberte und gleich nach dem Krieg im Tausch gegen Frieden und normale Beziehungen anbot; das Angebot wurde abgelehnt. Als Resultat der Verträge von Camp David von 1978 – in denen Ägypten das Existenzrecht Israels anerkannte und durch die normale Beziehungen zwischen den beiden Ländern begründet wurden – gab Israel die Wüste Sinai zurück, die dreimal so groß wie Israel ist und 91 Prozent der Gebiete darstellt, über die Israel im 1967-er Krieg die Kontrolle übernahm.

* Im Jahr 2000, als Teil der Verhandlungen über einen umfassenden und dauerhaften Frieden bot Israel an, alle bis auf einen sehr geringen Teil der verbleibenden Territorien an Yassir Arafat zu übergeben. Aber Israel wurde abgewiesen, als Arafat Camp David verließ und die jetzige Intifada begann.

* Yassir Arafat hat nie ein Geheimnis aus seinen Zielen gemacht – zumindest auf Arabisch. Am selben Tag, an dem er 1993 die Oslo-Verträge unterschrieb – in denen er versprach, dem Terrorismus abzuschwören und Israel anzuerkennen – sprach der im jordanischen Fernsehen zum palästinensischen Volk und erklärte, dass er den ersten Schritt „im Plan von 1974“ getan hätte. Das war ein nur dünn verhüllter Hinweis auf den „Stufenplan“, nach dem jeglicher territorialer Gewinn annehmbar war als Mittel hin zum Endziel der Zerstörung Israels.

* Der kürzlich verstorbene Faisal Husseini, ein führender palästinensischer Sprecher, drückte sich 2001 genauso aus, als er erklärte, dass die Westbank und Gaza „nur 22 Prozent von Palästina“ darstellten und dass der Oslo-Prozess ein „Trojanisches Pferd“ war. Er erklärte: „Als wir alle palästinensischen Kräfte und Fraktionen aufforderten und die Oslo-Verträge und anderen Vereinbarungen als ‚zeitlich begrenztes‘ Vorgehen oder Zwischenziele zu betrachten, bedeutete das, dass wir den Israelis einen Hinterhalt legen und sie reinlegen.“ Er fuhr fort: Das Ziel war „die Befreiung Palästinas vom Fluss bis zum Meer“, d.h. vom Jordan bis zum Mittelmeer – ganz Israel.

* Bis zum heutigen Tag hat die Fatah in der PLO (der „moderate“ Flügel, der von Arafat selbst gegründet und kontrolliert wird) als offizielles Emblem den gesamten Staat Israel, der von zwei Gewehren und einer Handgranate bedeckt wird – eine weitere Tatsache, das die Behauptung Lügen straft, dass Arafat nicht mehr will als die Westbank und Gaza.

* Während Kritik an Israel nicht unbedingt dasselbe ist wie „Antisemitismus“, muss daran erinnert werden, dass die Presse des Nahen Ostens tatsächlich vor Antisemitismus strotzt. Vor mehr als fünfzehn Jahren konnte der berühmte Bernard Lewis ausführen, dass „die Dämonisierung der Juden [in der arabischen Literatur] weiter geht als es jemals in westlicher Literatur mit Ausnahme der Zeit der Naziherrschaft in Deutschland“ geschah. Seitdem und über all die Jahre des „Friedensprozesses“ wurden die Dinge immer schlimmer. Bilder von Juden in arabischen und muslimischen Medien ähneln denen in Nazideutschland. Mittelalterliche Ritualmord-Vorwürfe – einschließlich der Behauptungen, das Juden christliches und muslimisches Blut zur Vorbereitung ihrer Feiertagsspeisen – sind markant und Routine geworden. Ein Beispiel dafür ist eine vom PA-Fernsehen ausgestrahlte Predigt, in der Scheik Ahmad Halabaya erklärte: „Sie [die Juden] müssen geschlachtet und umgebracht werden, wie Allah, der Allmächtige sagte: ‚Bekämpft sie: Allah wird sie durch unsere Hände foltern.‘ Habt keine Gnade mit den Juden, egal, wo sie sind, in jedem Land. Bekämpft sie, wo immer ihr seid. Wo immer ihr ihnen begegnet, tötet sie.“

* Mehr als zwei Drittel der Palästinenser befürworten Selbstmord-Attentate – eine entsetzliche Statistik, aber im Licht der oben genannten Fakten keine Überraschung.

Der Staat Israel

* Es gibt im Nahen Osten 21 arabische Staaten und nur einen jüdischen Staat: Israel, das auch die einzige Demokratie in der Region ist.

* Israel ist das einzige Land in der Region, das Bürgern jeden Glaubens erlaubt, frei und öffentlich ihren Glauben auszuüben. Zwanzig Prozent der israelischen Staatsbürger sind nicht jüdisch.

* Während es Juden nicht erlaubt ist, in vielen arabischen Ländern zu leben, erhalten Araber in Israel die volle Staatsbürgerschaft und das Wahlrecht. Araber haben die Freiheit, Mitglieder des israelischen Parlaments (der Knesset) zu werden. Tatsächlich sind verschiedene Araber demokratisch in die Knesset gewählt worden und haben dort seit Jahren ihren Dienst getan. Araber, die in Israel leben, haben mehr Rechte und sind freier als die meisten Araber, die in arabischen Staaten leben.

* Israel ist kleiner als der US-Staat New Hampshire und ist umgeben von Nationen, die seiner Existenz feindlich gegenüber stehen. Einige Friedensvorschläge – einschließlich des jüngsten saudischen Vorschlags – verlangen den Rückzug aus der gesamten Westbank, was Israel an seiner verletzbarsten Stelle gerade einmal 15 km breit lässt.

* Die oft zitierte UN-Resolution 242 (die nach dem 1967-er Krieg verabschiedet wurde) verlangt in Wahrheit nicht den vollständigen Rückzug aus der Westbank. Wie der Rechtswissenschaftler Eugene Rostow klar stellte: „Die Resolution 242, die ich als Unterstaatssekretär für politische Belange im Außenministerium zwischen 1966 und 1969 zu entwerfen half, ruft die Parteien auf Frieden zu schließen und erlaubt Israel, die 1967 besetzten Gebiete zu verwalten, bis ‚ein gerechter und dauerhafter Frieden im Nahen Osten‘ erreicht ist. Wenn ein solcher Frieden geschlossen wird, wird von Israel verlangt, seine Streitkräfte‚ aus Territorien‘ zurückzuziehen, die es während des Sechs-Tage-Krieges besetzte – nicht aus ‚den‘ Territorien, nicht aus ‚allen‘ Territorien, sondern aus manchen Territorien.“

* Israel hat – natürlich – zugestanden, dass die Palästinenser legitime Ansprüche auf die umstrittenen Gebiete haben und ist bereit Verhandlungen in der Sache zu führen. Wie oben angeführt, hat der israelische Premierminister Ehud Barak fast die gesamten Territorien im Jahr 2000 in Camp David angeboten.

* Trotz der Behauptungen, dass die israelischen Siedlungen in der Westbank ein Hindernis für den Frieden seien, lebten dort Juden seit Jahrhunderten, bevor sie von arabischen Armeen 1948/49 massakriert oder vertrieben wurden. Und entgegen der gängigen falschen Auffassungen verdrängten israelische Siedlungen – die weniger als zwei Prozent der Territorien darstellen – Palästinenser so gut wie nie.

* Das Gebiet der Westbank hat einige der wichtigsten Stätten der jüdischen Geschichte, darunter Hebron, Bethlehem und Jericho. Ost-Jerusalem, oft als „arabische Stadt“ oder „besetztes Gebiet“ bezeichnet, ist die Stätte des größten Heiligtums des Judentums. Während sie unter arabischer Herrschaft standen (1948-1967), war dieses Gebiet für Juden vollständig geschlossen. Seit Israel die Kontrolle übernahm, stand es Menschen jeden Glaubens offen.

* Lassen Sie uns am Ende die Forderung betrachten, dass gewisse Gebiete in der muslimischen Welt für Juden tabu sein müssen. Dieses Verlangen passt genau in Hitlers Aufruf, das deutsches Land „judenrein“ sein müsse. Araber können in ganz Israel frei leben, als echte Staatsbürger. Warum sollte Juden verboten werden, in einem Gebiet der Westbank zu leben oder Land zu besitzen, nur weis die Mehrheit der Menschen dort Araber sind?

Zusammengefasst: Eine faire und ausgewogene Darstellung des Nahen Ostens wird aufzeigen, dass eine Nation weit über den anderen steht in ihrer Verpflichtung zu den Menschenrechten und zur Demokratie wie in ihrer Entschlossenheit zu Frieden und gegenseitiger Sicherheit. Das ist die Nation Israel.

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5 Gedanken zu “20 Fakten zu Israel und dem Nahen Osten

  1. Kurze Nachfrage der Begrifflichkeiten: das Wort „Jude“ kennzeichnet eine Religionszugehörigkeit und weniger den territorialen Bezug. Der Israeli ist dann zwangsläufig jüdisch? „Araber“ ist dann wohl nur der muslimische Araber? Gibt es nicht theoretisch auch jüdische und christliche Araber? Ist unsere Akzeptanz des „muslimischen Arabers“ oder „jüdischen Israelis“ nicht eher kontraproduktiv? Sprechen wir es doch klar an. Es sind Religionskriege. Man darf davon ausgehen, dass im Falle einer Rückgabe der umstrittenen Gebiete die dort lebenden Juden von den muslimischen Arabern nicht geduldet werden. Und ich teile ihre Befürchtung, dass es selbst bei Verzicht auf wichtige religiöse Gebiete keinen Frieden geben würde, da das Ziel in der Eliminierung Israels zu bestehen scheint.

    • Begrifflichkeiten:
      „Jude“ ist sowohl eine Religons- als auch eine ethnische Zugehörigkeit. Natürlich gibt es aus dem arabischen Raum stammende Juden, in Israel werden sie als „Mizrahim“ bezeichnet. Der Staat Israel unterscheidet zwischen Arabern und Juden, die Araber übrigens auch. Zu den Arabern zählten auch christliche Araber, die inzwischen aber durchgesetzt haben, dass sie in Israel staatlicherseits Aramäer genannt werden.
      Da auch die arabischen/muslimischen Staaten/Völker Juden nicht als Araber anerkennen, ist es also durchaussinnvoll diese Unterscheidung so stehen zu lassen.

  2. Haben Sie schon nachgeguckt, ob der Artikel möglicherweise noch auf auf der Wayback Machine vorhanden ist?

    So findet man Wayback Machine-Kopien: web.archive.org/*/ und dann das letzte Datum auswählen.

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