Die Juden haben niemandem Land weggenommen

Joseph Farah, WorldNetDaily, 23. April 2003

Als der exponierteste arabisch-amerikanische Kritiker Yassir Arafats und der falschen „palästinensischen“ Agenda bekomme ich eine Menge gehässiger Post. Ich habe mehr als genug Todesdrohungen bekommen. Die meisten, die mich angreifen – zumindest diejenigen, die sich die Mühe geben über Schimpfwörter und Beleidigungen hinaus zu gehen – sagen, ich würde schlicht die armen Araber nicht verstehen oder ihnen nicht mit Sympathie begegnen; sie seien obdachlos, aus ihren Häusern vertrieben und von den Israelis zu Flüchtlingen gemacht worden.

Lassen Sie mich das einfach und klar sagen: Die Juden in Israel haben niemandem Land weggenommen.

Als Mark Twain das Heilige Land im 19. Jahrhundert besuchte, war er furchtbar enttäuscht. Er begegnete keinen Menschen. Er bezeichnete es als Brachland. Das Land, das wir jetzt als Israel kennen, war praktisch entvölkert. Mit dem beginnenden 20. Jahrhundert begann sich das zu ändern. Juden aus aller Welt begannen in ihre alte Heimat zurückzukehren – das verheißene Land, das Moses und Josua Jahrtausende vorher , wie Christen und Juden glauben, auf direkte Anweisung von Gott erobert hatten. Das bedeutet nicht, es habe nicht immer eine starke jüdische Präsenz im Land gegeben – besonders in und um Jerusalem. 1854 bildeten Juden nach einem Bericht der New York Tribune zwei Drittel der Bevölkerung der Heiligen Stadt. Die quelle dieser Statistik: Ein Journalist, der in diesem Jahr für die Tribune in den Nahen Osten geschickt worden war. Sein Name war Karl Marx. Ja, der Karl Marx.

Ein Reiseführer für Palästina und Syrien, 1906 von Karl Baedeker herausgegeben, illustriert die Tatsache, dass selbst, als das islamische Ottomanische Reich die Region beherrschte, die muslimische Bevölkerung in Jerusalem minimal war. Das Buch schätzt die Gesamtbevölkerung der Stadt auf 60.000, von denen 7.000 Muslime waren, 13.000 Christen und 40.000 Juden. „Die Zahl der Juden ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen, obwohl es ihnen verboten ist einzuwandern oder Land zu besitzen“, erklärt das Buch. Obwohl die Juden verfolgt wurden, kamen sie weiter nach Jerusalem und stellten schon 1906 die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung. Und obwohl die Muslime heute behaupten, Jerusalem sei die drittheiligste Stätte des Islam, hatten sie für die Stadt wenig Interesse, als sie sich unter islamischer Herrschaft befand.

Als die Juden kamen, die Sümpfe trocken legten und die Wüste erblühen ließen, begann etwas Interessantes zu geschehen. Araber zogen nach. Ich werfe ihnen das nicht vor. Sie hatten gute Gründe zu kommen. Sie kamen wegen Arbeit. Sie kamen wegen Wohlstand. Sie kamen wegen Freiheit. Und sie kamen in großer Zahl.

Winston Churchill merkte 1939 an: „So weit weg von Verfolgung haben sich die Araber in das Land gedrängt und vermehrt, bis ihr Bevölkerungsanteil so stark gestiegen war, dass selbst das Judentum der ganzen Welt das nicht aufholen könnte.“ Dann kam 1948 und die große Teilung. Die UNO versprachen die Schaffung von zwei Staaten in der Region – einen jüdischen und einen arabischen. Die Juden akzeptierten das dankbar. Die Araber lehnten das rachsüchtig ab und erklärten den Krieg.

Arabische Führer drängten die Araber die Gegend zu verlassen, damit sie nicht ins Feuer gerieten. Sie könnten in ihre Häuser zurück, wurde ihnen erzählt, nachdem Israel zerschlagen und die Juden vernichtet wurden. Das passierte aber nicht. Nach den meisten Zählungen wurden mehrere hunderttausend Araber durch diesen Krieg obdachlos – nicht durch israelische Aggression, nicht durch jüdischen Landraub, nicht durch israelischen Expansionismus. Tatsache ist, dass es viele geschichtliche Belege gibt, die Juden zeigen, die die Araber drängten zu bleiben und in Frieden mit ihnen zu leben. Tragischerweise entschieden sie sich aber zu gehen.

Vierundfünfzig Jahre später leben die Söhne und Töchter, die Enkel und Enkelinnen dieser Flüchtlinge nur allzu oft immer noch Flüchtlingslagern – nicht wegen israelischer Gleichgültigkeit, sondern weil sie von den arabischen Mächten als politisches Mittel missbraucht werden. Diese unglücklichen Armen könnten in einer Woche von den reichen arabischen Ölstaaten angesiedelt werden, die 99,9 Prozent der Landmasse des Nahen Ostens kontrollieren; sie werden aber praktisch als Gefangene gehalten, voll von fehl geleitetem Hass auf Juden und von den arabischen Machthaben zu Selbstmord-Märtyrern ausgebildet.

Das ist die wirkliche moderne Geschichte des arabisch-israelischen Konflikts. Zu keiner Zeit vertrieben die Juden arabische Familien aus ihren Häusern. Wenn es Landrechte zu kaufen gab, dann kauften sie sie zu mehrfach überhöhten Preisen. Wenn das nicht möglich war, dann bearbeiteten sie das Land, damit sie einen Ort zum Leben ohne die Verfolgung hatten, der sie in der gesamten Welt ausgesetzt waren.

Es ist eine riesige Lüge, dass die Israelis die Menschen vertrieben – eine in der langen Reihe von Lügen und Mythen, die die Welt nahe daran bringt, den Juden eine weitere große Ungerechtigkeit anzutun.

© WorldNetDaily.com, Inc. 2003

Ein Gedanke zu “Die Juden haben niemandem Land weggenommen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s