Eine Chronik aus Gewalt und Lügen

Nadav Shragain, Israel HaYom, 10. August 2016

Heute, 1.946 Jahre nach der Zerstörung des Zweiten Tempels, wahren die meisten Meiden einen Schleier des Schweigens, wenn es um die muslimische Chronik der Gewalt und Lügen zum Tempelberg geht. Sie verhalten sich, als sei er nicht der heiligste Ort des jüdischen Volks.

Erst vor zwei Wochen wurden sechs israelische Archäologen, die den östlichen Teil des Tempelbergs begingen, angegriffen und geschlagen. Der Vorfall erlangte nur marginale Aufmerksamkeit in der Berichterstattung, ganz so wie die regelmäßigen Überfälle der mit dem nördlichen Arm der Islamischen Bewegung verbundenen Morbitun- und Morbitat-Wächter auf jüdische Besucher auf dem Tempelberg.

Der Angriff auf die Archäologen erinnerte an einen anderen ungeheuerlichen, gewalttätigen Vorfall, der sich vor ein paar Jahren auf dem Tempelberg ereignete, als eine israelische Polizeiwache dort angegriffen und in Brand gesetzt wurde und die Polizisten vertrieben wurden. Auch damals schauten die meisten Medien weg.

Die muslimische Gewalt an dem Ort ist nur ein weiterer Aspekt der Einseitigkeit und Diskriminierung von Juden auf dem Berg – eine Situation, in die Israel sich wissentlich selbst brachte. Die Ursünde wurde vom ehemaligen Verteidigungsminister Moshe Dayan begangen, der den Tempelberg den Muslimen übergab und Juden verbot dort zu beten. Seit damals hat sich das, was als „Status quo“ bekannt geworden ist, entwickelt, wobei sich fast alle die Juden betreffenden Richtlinien zum Schlimmeren veränderten. Besuche von Juden (anders als jüdisches Gebet), die in der Vergangenheit gestattet wurden, sind so schwierig geworden, dass sie fast unmöglich sind. Zu oft wird der Tempelberg für Juden gesperrt, weil Muslime Drohungen ausstoßen. Selbst wenn Juden erlaubt wird den Berg zu besuchen, werden sie Einschränkungen unterworfen, die zur ursprünglichen Status quo-Vereinbarung gehörten: Sie dürfen den Berg nicht mehr am Sabbat besuchen oder die Moscheen auf dem Tempelberg betreten. Die Bereiche, die Juden besuchen dürfen, wurden eingeschränkt, ebenso die Besuchstage und -stunden. Die Länge individueller Besuche ist ebenfalls eingeschränkt worden.

All diese Änderungen passen in eine gut geölte Maschine muslimischer Hetze und Lügen. Angesichts der vielen archäologischen Entdeckungen, die bestätigen, dass der Zweite Tempel dort existierte, sowie einer Reihe historischer Quellen von Juden und Nichtjuden, die seine Existenz dokumentieren, bezeichnen die Muslime den Tempel heute als „Al-Mazoum“ – das bedeutet der Falsche oder Erfundene. Ihre Lügen verlegen den Standort bis nach Nablus oder gar in den Jemen; sie behaupten er stand nie auf dem Tempelberg.

Sie fälschen zudem die Geschichte und legen die muslimische Präsenz in Jerusalem in die historische Zeit der Juden hier. Wenn sie den Tempel diskutieren, gehen die Palästinenser so weit die Schriften bestimmter muslimischer Historiker zu verwerfen, deren Aussagen sie in Bezug auf andere historische Punkte aus ganzem Herzen akzeptieren. Diese Historiker – so der Geograph Al-Muqadasi aus dem 10. Jahrhundert; Bachar al-Wasti, der Anfang des 11. Jahrhunderts in der Al-Aqsa-Moschee predigte; oder der iranische Gelehrte Hamdallah al-Mustawfi aus dem 13. Jahrhundert – identifizieren die Al-Aqsa-Moschee mit Salomos Tempel. Selbst der verkürzte Reiseführer zum „Haram al-Scharif“, wie die Muslime den Berg nennen und der 1924 von der Obersten Muslimvereinigung unter Großmufti Amin al-Husseini veröffentlicht wurde (der später mit Hitler kollaborierte), sagt: „Dieser Ort ist der älteste der Welt…“ und „Seine Identität als Ort von Salomos Tempel steht außer Zweifel.“

Gleichzeitig beschlossen die Muslime, dass das gesamte Gelände des Tempelbergs und seine Mauern genauso mit dem Namen Al-Aqsa geheiligt wie die Moschee selbst. Heute behaupten sie, dass es nie anders war, aber auch das ist eine Lüge. In einer offiziellen Touristenkarte von 1965, die ein einer umfangreichen Landkarten-Sammlung des Landes Israel zu finden ist, die Haim Steinberger aus New York gehört, wird die Al-Aqsa-Moschee einfach als ein Gebäude am südlichen Ende des Geländes gekennzeichnet. Der Berg selbst wird mit seinem biblischen Namen bezeichnet,  Berg Moriah – wieder ein Detail, das die Muslime heute leugnen.

Ein weiteres problematisches Element der aktuellen Wirklichkeit auf dem Tempelberg, der Standort des Zweiten Tempels, entstammt den Beziehungen zwischen Jordanien und Israel, die auf gegenseitigen Interessen der Sicherheit und Wirtschaft gründen. Aber Israel zahlt Jordanien einen zu hohen Pries in der Währung Tempelberg. Jordanien ist praktisch Israels Partner bei der Verwaltung des Tempelbergs geworden. Es hat den Bau eines Ersatzes für die Mughrabi-Brücke mit einem Veto belegt, ebenso die Reinigung des Platzes der „Kleinen Westmauer“ von Müll und greift sogar ein, wenn es um die Zahl der religiösen Besucher auf dem Berg geht und wie die Polizei sich dort verhält. Israel ging beim Tempelberg zu weit. Die verbale und physische Gewalt der Muslime dort nährt die dort gemachten Fehler.

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