ARD änderte Stellungnahme zum Wasserfilm

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. August 2016 (direkt vom Autor)

Markus Rosch von der ARD änderte im Nachhinein seine Stellungnahme zu dem am 14.8. ausgestrahlten Film zur vermeintlichen Wassernot unter Palästinensern. Er hat eingefügt: „Die Dreharbeiten zu den Beiträgen fanden ab dem achten August statt.“ Das ist eine wichtige Angabe, weil es wegen eines „hohen jüdischen Feiertags“ angeblich nicht möglich war, Reaktionen israelischer Sprecher einzuholen.

Rosch verwickelt sich mit dieser Angabe in weitere Widersprüche, denn zwischen dem 8. August und dem Sendedatum gab es keinen jüdischen Feiertag. Schlimmer noch. Seine Lüge, weshalb er keinen Israeli filmen konnte, hat er aus der neu aufgefrischten Stellungnahme nicht gelöscht: „Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben.“

Der einzige jüdische Feiertag fand erst am Sendetag, dem Sonntag 14.8. statt.

Neu hinzugekommen ist folgender Passus: „Die Debatte um den Beitrag zeigt, um welch sensibles Terrain es sich hier handelt. Wir bleiben deshalb an diesem wichtigen Thema weiter dran und werden nach Abschluss unserer Recherchen weiter darüber berichten.“

Andere nachweisliche Falschdarstellungen wurden in der neuen Version der Stellungnahme belassen, so zum Beispiel, die Behauptung, dass eine Reaktion der Abgeordneten Michaela Engelmeier nicht auf Facebook zu finden gewesen seien.

Zahlreiche Kritiker hatten dazu angemerkt, dass die Tagesschau es versäumt hatte, auf ihre eigene Facebook-Seite zu schauen.

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4 Gedanken zu “ARD änderte Stellungnahme zum Wasserfilm

  1. Der widerliche Judenhass in diesem Land existiert nicht ohne Grund, die öffentlich-rechtlichen tragen eine gehörige Mitverantwortung dafür, kein Grund Stolz darauf zu sein, ganz im Gegenteil angesichts der deutschen Geschichte sollten sich die Verantwortlichen dafür in Grund und Boden schämen. Ich denke jedoch das ein Lügner und Hetzer wie dieser Markus Rosch keine Scham kennen.
    Die einzige logische Konsequenz für diese widerlichen Lügen ist die sofortige Entlassung dieses Mannes, erst dann kann die ARD wieder hoffen, das man ihren gesendeten Nachrichten auch nur ein Wort glaubt, was Berichte über Israel und dortige Geschehnisse betrifft bleiben die öffentlich-rechtlichen in diesem Land dauerhaft unglaubwürdig, scheinbar ändern sich in diesem Land manche Dinge nie,scheinbar lernen nicht nur sogenannte einfache Menschen nichts aus der Geschichte, TV_Anstalten und die dafür verantwortlichen Menschen wie man hier wieder erleben konnte auch nicht.
    Es ist schon mehr als absurd, das die Menschen in diesem Land verpflichtet sind widerlichen und verbrecherischen Judenhass, Lügen und Hetze mit Gebühren finanzieren müssen

  2. Solche Berichterstattung werden auch in der Zukunft zustande kommen, wenn die ARD solche Einfaltpinsel oder gar Stümper nach Israel schickt.

  3. Mal ganz unabhängig von der Problematik mit dem ARD Bericht und all den Irritationen und Unfähigkeiten. Ich verstehe die Problematik von der Sache her nicht ganz: warum installiert nicht die notwendige Kapazität von MeerWasserEntsalzungsanlagen. Mit internationaler Hilfe sollte doch eine entsprechende Finanzierung auf die Beine zu stellen sein.

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