Markus Rosch und sein Film zur Evakuierung des Zoos von Khan Junis im Gazastreifen

Ulrich Sahm, 25. August 2016 (über Facebook)

Markus Rosch verlautbart:

Mohammed Eweda, Zoo-Direktor: „Nach dem letzten Krieg kamen einfach keine Besucher mehr. Viele konnten sich das nicht mehr leisten. Die Arbeitslosigkeit ist hier hoch. Es fehlt an Geld.“

Rosch: „…Tiere in einen jordanischen Zoo zu bringen“ Gezeigt wird ein betäubter Affe, der in Israel bleiben soll, was Rosch verschweigt.

Schwenk nach Khan Younis. Kinder.

Rosch: „Die zweitgrößte Stadt im Gazastreifen verliert ihren Zoo. Und für die vielen Kinder hier, die durch drei Kriege in den letzten Jahren gezeichnet sind, wird das Leben noch karger.“

Ich verstehe nicht. Eben hatte er doch behauptet, dass seit dem letzten Krieg 2014 „keine Besucher mehr kamen“. Wieso wird dann deren Leben „noch karger“, wenn Sie ohnehin den Zoo nicht mehr besucht haben????

Dem Tiger Laziz steht eine lange Reise bis Südafrika bevor.

Wieso verschweigt Rosch, dass der auch nicht nach Jordanien gebracht wird, sondern per EL AL vom Ben Gurion Flughafen abfliegen wird? Das hat mir die auch von Rosch interviewte Indra Kley am Telefon erzählt.
Entweder hat dieser Tel Aviv-Korrespondent nicht gefragt oder alle Israel-relevanten Infos wegzensiert. Wie neulich bei der Wassergeschichte, scheint das bei Ihm System zu sein, selbst wenn es sich um eine nette Geschichte über einen Zoo handelt.

(Ein vernünftiger Bericht über den Zoo und die Evakuierung ist bei Audiatur online zu finden.)

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