Linke gibt zu, sie wollte einen antiisraelischen Film machen – und lobte am Ende Israel

Elder of Ziyon, 2.September 2016

Aus Ha’aretz:

„Nachsichtig? Nun mal halblang. Während meines Films gab es zwei Terroranschläge, ich war sogar selbst bei einem mittendrin und filmte weiter“, sagt Nili Tal, als ich andeute, dass ihr Film „Saving Nur“ (Nur retten), der die Geschichte eines Mädchen aus dem Gazastreifen beschreibt, das  eine Leber- und Nieren-Transplantation benötigt, eine allzu nachsichtige Haltung der israelischen Seite gegenüber einnimmt.

„Ich ging nach Duma, um die Familie Dawabsche zu treffen“, fährt sie fort. „Sind Sie mal in Duma gewesen? Haben Sie je ein verbranntes Kind gesehen? Ich sah ihn im Sheba [das medizinische Zentrum von Tel Haschomer]. Ich habe einen wahren Film gedreht, wie ich das Leben und die Menschen sehe. Vergessen Sie nicht, dass nur und ihre Eltern hier gigantische medizinische Hilfe bekamen. Dr. Elhanan Nahum, der Leiter der Kinderklinik ICU am Schneider [Kindermedizinisches Zentrum] nicht zum Schlafen nach Hause zu Frau und Kindern ging, als Nurs Leben in Gefahr war. Der Chirurg, Dr. Michael Gurevich, eilte mitten in der Nacht ins Krankenhaus, um sie zum sechsten Mal zu operieren. Er war kaum aus seinem Schlafanzug gestiegen. Mein Film skizziert eine Lage. Situationen, die ich nicht kontrolliere. Das Leben kontrolliert sie.“

[…]

Jetzt hat Tal zum ersten Mal einen sehr politischen Film gedreht; dieser hat den israelisch-palästinensischen Konflikt zum Thema. „Saving Nur“, der heute Abend auf Kanal 1 ausgestrahlt wird, folgt einem kleinen Mädchen aus dem Gazastreifen, die schwer krank ist und eine lebensrettende Nieren- und Lebertransplanation benötigt. Ihre jungen Eltern, die wenig Geld haben, schaffen es über einen Online-Kampagne, die Spenden von Palästinensern, Israelis und Menschen aus anderen Ländern zu gewinnen, eineinhalb Millionen Schekel aufzubringen.

Zusätzlich zu der wundertätigen Atmosphäre gibt es jüdische Freiwillige aus Israel, trauernde Eltern, die Mitglieder des Elternkreises/Familienforum sind und Kinder aus dem Gazastreifen in Krankenhäuser in Israel fahren. In einer der Höhepunkte des Films sagt Nurs Mutter Maha Hajj, sollte ihre Tochter infolge der Operation für die Lebertransplantation sterben, wolle sie, dass ihre Organe vorrangig an Israelis gespendet werden. Diese Äußerung erschient fast subversiv, bedenkt man, dass sie von einer palästinensischen Mutter kommt, die zahllose Genehmigungen einholen muss, um den Gazastreifen zu verlassen und medizinische Hilfe für ihr Kind erhalten.

„Ich wollte einen total linken, politischen Film machen“, sagt Tal. „Yuval Roth, dessen Bruder Udi Roth von drei Hamas-Militanten in den Gebieten ermordet wurde, sollte der Held des Films sein. Kurz nach dem Mord an seinem Bruder gründete er eine Organisation, die kranke palästinensische Kinder von den Checkpoints und Grenzen in Krankenhäuser in Israel transportiert. Und seine Frau Yael ist ein unerschütterliches Mitglied der Frauen in Schwarz, die an der Gan Shmuel-Kreuzung steht und Schilder hält, auf denen steht: ‚Räumt die Siedlungen‘ und ‚Befreit die Gebiete‘. Ich sagte mir: ‚Das ist es, die Zeit ist reif. Hier sind die perfekten Persönlichkeiten für einen Film gegen die Besatzung.‘ Aber zum Kuckuck, das musste so kommen: Statt eines linken Films endete ich mit einem ‚rechten‘ Film, der zeigt, wie wunderbar und freundlich wir sind, Palästinensern helfen und sie auch hin und her fahren.“

Hier ist ein Ausschnitt aus dem Film (in Hebräisch):

Es ist aufschlussreich, aber nicht überraschend, dass die Filmemacherin zugibt, dass sie anfangs einen antiisraelischen Film machen wollte.

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