Dortmund mag Hamed Abdel-Samed nicht…

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Zum Hintergrund:

Die Stadt Dortmund ist ja für ihre Toleranz und Weltoffenheit bekannt, vor allem gegenüber dem Salafismus. Nun hat die Stadt eine Diskussionsveranstaltung mit mir kurzfristig abgesagt, ohne Gründe dafür zu nennen. Das ist feige und charakterlos. Man kann sich hinter der undeutlichen Formulierung „Sicherheitsbedenken“ verstecken, aber das ist unzutreffend. Denn für meinen Schutz sind das BKA und der Staatsschutz zuständig, und von deren Seite gab es keine Bedenken. Also vermute ich eher eine politische Intention hinter der Absage, vor allem weil dies nicht das erste Mal ist, dass das Rathaus von Dortmund versucht, eine Veranstaltung von mir kurzfristig abzuwürgen. Vor zwei Jahren war ich von einem CDU-Arbeitskreis eingeladen, mein Buch in Dortmund vorzustellen. Eine Stelle im Rathaus, die für Integration bzw. Verteidigung des Islam zuständig ist, hat uns den Raum zwei Tage vor der Veranstaltung abgesagt. Auch diesmal kam die Absage wenige Tage vor der geplanten Veranstaltung obwohl alles vor Monaten schon angekündigt war.
Hintergrund: Prof. Aladin Mafaalani von der Uni Münster macht in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Diskussionsreihe über den Islam im Dietrich Keuning Haus (DHK), einem Eigenbetrieb der Stadt Dortmund. Er lud mich zu seiner Reihe ein, und obwohl gerade ständig unterwegs bin, sagte ich zu, weil ich ihn und seine Reihe sehr schätze. Nun wurde die Diskussion vom DHK abgesagt ohne mir oder Aladin eine Begründung zu nennen.
Ich frage mich, wann Dortmund eigentlich eine Veranstaltung von Salafisten oder Erdogan-Anhänger abgesagt hatte! Erst zulassen, das sich ein Monster in der Stadt einnistet, dann das Monster futtern bis es noch wilder wird, dann die Kritiker des Monsters für das wirkliche Problem erklären. Und um der Feigheit einer noblen Note zu geben, soll man dann sagen, man habe die Veranstaltung abgesagt, um kein Wasser auf die Mühlen der Rechten zu gießen!
Wenn in Deutschland Islamisten problemlos auftreten und zehntausende Erdogan-Anhänger auf offener Straße für die Todesstrafe plädieren, und gleichzeitig ein Schriftsteller daran gehindert wird, seine Thesen zu erklären, dann bewegt sich dieses Land eindeutig in die falsche Richtung. Dann sind die Rechten nicht das Hauptproblem, sondern nur das Produkt von einer planlosen laissez-faire-Politik!
Eine Stadt, die die Hasspredigten der Salafisten duldet, aber ein paar kritische Thesen zum Islam nicht aushält, gibt sich selbst freiwillig auf!
Ein Land das die Islamkritik aus Angst vor Islamisten oder aus Angst vor dem Erstarken der Rechten abwürgt, kniet sowohl vor Islamisten als auch vor Rechtsradikalen nieder. Wenn diese Debatte nicht in der Mitte der Gesellschaft stattfindet, darf man sich nicht wundern, dass sie von den Rändern besetzt wird!

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