Wie Glaubwürdig ist der PA-Friedenswille? (2004)

Beispiele für das, was Palästinenser „Waffenstillstand“/“Feuerpause“ und „Streben nach Frieden“ nennen
und dem, was sie sonst noch an „friedlichen“ Äußerungen von sich geben:

30. Dezember 2004: Offizielles PA-Fernsehen: Juden zu töten ist eine Verpflichtung
Ohne Massenmord an Juden werden die Muslime nie ihren „Tag der Wiederauferstehung“ erleben, lehrte ein angesehener islamischer Akademiker im offiziellen Fernsehen der Autonomiebehörde in dieser Woche.
Die Botschaft von Dr. Hassan Khater, Gründer der Al Quds-Enzyklopädie, wurde am Montag im PA-Fernsehen wiederholt, nachdem sie bereits am 13. Juli 2003 ausgestrahlt worden war.
In dem gesendeten Vortrag erklärt Khater, dass nach islamischen Mythen „Die Stunde [Tag der Wiederauferstehung] nicht eintreten wird, bevor man die Juden bekämpft.“
Nach den Worten von Itamar Marcus von Palestinian Media Watch wird damit ein Strategiewechsel deutlich. Es wurde Druck auf die PA ausgeübt, woraufhin die Aufrufe zum Völkermord an Juden aus den im Fernsehen gesendeten Freitagspredigten verschwinden sollten. Allerdings wurde die Botschaft nicht aufgegeben, sondern nur verschoben. So wurde sie jetzt (wiederholt) von einem Akademiker verkündet statt von einem Imam.


Palestinian Media Watch Bulletin, 30. Juli 2004

Die Geschichte wird umgeschrieben:
Ein Gedicht-Video sagt, Israel sei die palästinensische Heimat seit „einer Million Jahren“

Von Itamar Marcus und Barbara Crook

Einleitung:

Israel das Existenzrecht zu verweigern, indem behauptet wird, die Juden hätten keine historischen Wurzeln in Israel, ist genauso der Pfeiler der kulturellen Erziehung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), wie der Versuch den palästinensischen Anspruch auf das Land zu verstärken, indem eine uralte palästinensische Geschichte in Israel gebastelt wird.

Ein neues Gedichts-Video mit dem Namen „Du und wir“, das in den letzten Wochen fast täglich im PA-Fernsehen ausgestrahlt wurde, benutzt beide Vorgehensweisen.

Während Schnappschüsse von Israelis auf dem Bildschirm erscheinen, verliest die ernste Stimme des Sprechers die erste Zeile des Gedichts: „Ihr seid Phantome auf meinem Land.“ Die Nebeneinanderstellung von Text und Bildern stellt die Israelis auch als „Eroberer“ dar. Der Text des Gedichts erklärt, dass das Land seit „einer Million Jahren“ palästinensische Heimat gewesen sei, seit „der Schaffung der Menschheit“, und dass niemand das Land besetzte, bevor die Palästinenser ankamen. Szenen von Yassir Arafat begleiten den wiederholten Satz: „Das ist der Anfang.“ Die Schlusszeile des Gedichts weisen auf „Revolution“, während die PA-Flagge auf dem Bildschirm erscheint.

Es folgt der Text des Gedichts mit einer Beschreibung der begleitenden Bilder:

Ihr seid Phantome auf meinem Land [Bilder von Israelis]
und unsere Wurzeln hier sind tief [Landschaftsbilder]

Seit einer Million Jahren ist dies unsere Heimat
ich bin also eine Million Jahre alt – schließlich haben die Araber die Palästinenser in dem Jahr erfunden, in dem ich geboren wurde…

Mögen die Eroberer ausnutzen, wie sie wollen [Kriegsbilder]

Wir kamen – der Beginn der Erschaffung der Menschheit in der Welt

Und unsere Ankunft – der Beginn und die Zeit

Bevor uns ist kein Fuß darüber hinweggegangen [Landschaftsbilder]

Und Rufe wurden nicht gehört

Uns gehören die Höhlen der Berge

Uns gehören die Flüsse

Uns gehören die Pflanzen, Weingärten, die Felder

Und eine Wasserstraße dort, die zwischen Feldern liegt

Und die Gebeine unserer Väter, die auf dem Boden legten

Und unter dem sie starben…

Dies ist der Anfang [Szenen von Yassir Arafat]

Dies ist der Anfang

Und jedem Anfang folgt ein Ende [Bilder der Al Aksa-Moschee]

Die Tage sind länger [Kriegsbilder]

Die Tage sind immer lang gewesen

Und der Verlauf der Geschichte – Revolution [PA-Flagge im Wind]


Übermittelt von IMRA, 24. Juni 2004 (Die Daten der Umfrage können auch andernorts nachgelesen werden, eine weitere Kommentierung, wie auch die von IMRA verkneife ich mir. Und für die ganz hartnäckigen Anti-Israel-Vertreter: Es geht bei der Darstellung dieser Ergebnisse nicht darum, ob Israel sich aus dem Gazastreifen zurückziehen soll, sondern was man sich davon erwarten kann!):

Zwei kürzlich getätigte große Umfragen unter den Palästinensern dienen als Realitäts-Check gegenüber dem Wunschdenken, das von Vertretern der verschiedenen Abzugsszenarien an den Tag gelegt wird.

Das Development Studies Program (DSP) der Birzeit-Universität führte vom 4.-6. Juni eine Umfrage durch, das Jerusalem Media & Communications Center (JMCC) vom 6.-9. Juni. Beide zeigen auffällige Belege dafür, dass die palästinensische Öffentlichkeit nicht die Absicht hat israelische Rückzüge und Zugeständnisse mit Frieden zu belohnen.

Sind die Umfragen genau? Haben die Palästinenser nicht Angst zu sagen, was sie wirklich denken, wenn sie von Angesicht zu Angesicht Fragen beantworten sollen?

Zu bedenken ist: 90,3% sagten, dass es Korruption in der Palästinensischen Autonomiebehörde gibt. Gefragt, welcher palästinensischen Persönlichkeit sie am meisten vertrauen, sagten nur 23,6% Arafat; 29,4% sagten, sie trautem niemandem. Stellen Sie die gleiche Frage in Syrien und 99,99% hätten geantwortet: „Präsident Assad“ – und die andere 0,01% wären im Gefängnis gelandet.

Hier einige Highlights der Umfrage-Ergebnisse:

84,3% glauben nicht, dass Frieden zwischen Palästinensern und Israelis erzielt werden kann, wenn Israel nicht das Recht der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr anerkennt – und das Rückkehrrecht bedeutet das Ende des jüdischen Staates.

Dann glauben aber nur 37,7%, dass es eine Chance für friedliche Koexistenz zwischen Palästinensern und Israelis selbst dann gibt, wenn Israel das Rückkehrrecht zugesteht.

Nur 27,2% sind gegen die Fortführung der Intifada, während eine Mehrheit von 45,5% der Antwortenden der Meinung sind, dass das Endziel der Intifada ist, Israel auszulöschen, statt Israel zu zwingen sich auf die Grenzen von 1967 zurückzuziehen.

Nur 19,9% sind gegen die Wiederaufnahme der militärischen Operationen gegen Israel.

Nur 31,5% sind gegen Selbstmord-Anschläge gegen israelische Bürger.

61,2% antworteten, dass sie „die Fortführung des aus Gaza kommenden bewaffneten Widerstands gegen Israel“ für den Fall unterstützen, dass Israel sich aus dem Gazastreifen zurückzieht.


The MediaLine, Newsletter vom 15.03.2004: Hafen von Aschdod nach Terroranschlag wieder geöffnet
Zwei Selbstmord-Bomber töteten am Sonntag 10 Menschen und verletzten 15 in einem Anschlag auf den israelischen Seehafen Aschdod. Die meisten Toten und Verwundeten gehörten zum Personal des Hafens, der den Betrieb am Montag wieder aufnahm. Yassir Arafts Fatah übernahm die Verantwortung in einer gemeinsamen Erklärung mit der Hamas. Die Terroristen waren beide 18 Jahre alt und kaman aus dem Jabaliya-Flüchtlingslager im Gazastreifen. Die Erklärung von Fatah und Hamas beschrieb Aschdod als „besetztes Gebiet“. Berichte sagen, dass dies das erste Mal während der derzeitigen Welle unkontrollierter Gewalt ist, dass palästinensische Organisationen eine Stellungnahme veröffentlichten, in dem sie behaupten, Israel in seinen international anerkannten Grenzen sei besetztes Gebiet.
In einer solchen Erklärung sicher; es gibt aber – wie diese Datei zeigt – genügend Beispiele dafür, dass die Palästinenser alles Land zwischen Jordan und Mittelmeer als „besetzte Gebiete“ betrachten.


The MediaLine, Newsletter vom 18.01.2004: Palästinenser nennen Blair-Bemerkung „obszön“
Die Palästinensische Nachrichtenagentur hat die Ermahnung des britischen Premierministers Tony Blair als „obszön“ bezeichnet; Blair hatte gesagt, dass der Friedensprozess im Nahen Osten nicht weiter geführt werden kann, ohne dass es „einen glaubwürdigen Sicherheitsplan gibt, der den Menschen aufrichtig erlaubt zu glauben, dass alles unternommen wird um den Terror zu stoppen, genauso das Eindringen von Terroristen entweder in die Palästinensische Autonomie oder nach Israel, und ein klares Zeichen gesetzt wird, dass der Terror der Feind des Fortschritts für das palästinensische Volk ist.“ Blair machte die Bemerkung auf seiner monatlichen Pressekonferenz in Downing Street 10. Er sagte, dass „in der heutigen Welt, insbesondere nach dem 11. September, der Terror ein Hindernis für politischen Fortschritt ist.“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s