Jerusalem5800: Much more than just Jerusalem

Hillel Fendel, Israel National News, 15. September 2016

Planer sagen, die Hauptstadt muss im Norden, Süden und Osten expandieren, braucht einen internationalen Flughafen, U-Bahn und vieles mehr.

Jerusalem (Flash 90)
Jerusalem (Flash 90)

Wie wird das Stadtgebiet Jerusalems im Jahr 2050 aussehen? Das wollen einige Jerusalem Liebende und Unterstützende nicht nur beantworten, sondern zu formen helfen – und das ist der Grund, warum sie hart an einem umfassenden und gut recherchierten Plan gearbeitet haben, den sie Jerusalem5800 nennen.

In einem von KeepJerusalem am Mittwoch organisierten Grundsatzpapier-Workshop präsentierte der Jerusalemer Stadtverordnete Aryeh King den Entwurf von Jerusalem5800: „Das ist kein politischer Plan, aber er ist natürlich von politischen Entwicklungen abhängig und kann sie formen.“

Der von Jerusalem5800 verkündete Hauptbeschluss ist: Er behandelt die Stadt nicht nur an sich, sondern einen größeren Ballungsraum, zu dem ein sehr großer, umgebender Raum gehört, der als Einheit geplant ist. Er reicht weit, stützt sich auf die Definition des „Distrikts Jerusalem“ des Innenministeriums: Vom Jordan und dem Toten Meer im Osten, Bei Schemesch im Westen, Beit-El und Ofrah im Norden und dem Gusch Etzion im Süden. Damit handelt es sich um einen Bereich, in dessen Zentrum sich Jerusalem befindet, umgeben von Vororten und kleinen Gemeinden, die mit Jerusalem als ihrer „Primärstadt“ in Beziehung stehen.

Der Plan sieht einen internationalen Flughafen vor, größer als der Ben-Gurion, in der Jüdischen Wüste südöstlich von Ma’ale Adumim gelegenen; einen kräftigen Anschub des Hotelbaus in und um die Hauptstadt; und ein groß angelegtes Transportsystem mit U-Bahnen, landesweiten Eisenbahnlinien und neuen Autobahnen – von denen einige bereits bestehen. Archäologische und andere Stätten im Großraum sollen entwickelt und hervorgehoben werden.

Man stellt sich ein „Gates of Jerusalem“-Programm vor, in dem Besucehr bei ihrer Ankunft im Gusch Etzion, östlich von Ma’ale Adumim, der Region Binyamin, vor Givat Ze’ev, Latrun und südlich von Beit Schemesch groß begrüßt werden.

Religiöser Tourismus wird für die vielen Millionen Menschen rund um die Welt hervorgehoben, für die Israel das Heilige Land ist – und GPS-Technologie wird die Besucher in die Lage versetzen abhängig von ihrem Standort genaue, pro-israelische Informationen über Kopfhörer zu erhalten.

King räumte die politischen Probleme der Umsetzung eines solchen Plans ein, sagte aber, dass es Vision geben muss, um hoffen zu können eine Veränderung zu bewirken. Ein gewichtiger Stolperstein auf dem Weg jüdischer Entwicklung der Stadt und Ausdehnung, sagte er, sei die geringe Rate jüdischer Bautätigkeit: „Am traurigsten ist, dass Jerusalem die für Juden teuerste Stadt zum Leben ist und für Araber die am wenigsten teuerste. Ein arabischer Einwohner kann eine Vierzimmerwohnung für nur $100.000 kaufen, während es für Juden das Vierfache ist. Juden muss erlaubt werden zumindest so viel zu bauen wie Arabern.“

Was ist mit dem vor kurzem von Premierminister Benjamin Netanyahu verkündeten Plan für den Bau hunderter Wohneinheiten in  Givat HaMatos in Südjerusalem? „Ich war gerade erst dort“, sagte King traurig, „und es wird nicht weniger als sechs Jahre dauern, bis die Baugenehmigungen erteilt werden können.“

Die Entwickler dieses Plans, sagte King, „gingen ihn von einem rein beruflichen Standpunkt aus an, ohne Politik. Sie erkannten bisher, dass Jerusalem eine Stadt in der Sackgasse betrachtet wrid – aber dass sich dies ändern muss und sie muss sich nach Norden, Süden und Osten erweitern. Das bedeutet natürlich, dass die Stadt nicht geteilt werden darf.“

Kings sagte, die Minister der Regierung hätte sich von dem Plan begeistert gezeigt, „anders als die Stadtverwaltung, die manchmal so zu handeln scheint, als ob die Teilung der Stadt eine ausgemacht Sache sei“. Die Planer scheinen jedoch das Gefühl zu haben, dass Jerusalem5800 länger bestehen wird als die aktuelle Führung der Stadtverwaltung und sie sind zuversichtlich, dass er umgesetzt werden kann.

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