Wie Glaubwürdig ist der PA-Friedenswille? (2005)

Beispiele für das, was Palästinenser „Waffenstillstand“/“Feuerpause“ und „Streben nach Frieden“ nennen
und dem, was sie sonst noch an „friedlichen“ Äußerungen von sich geben:

Im folgenden Text geht es nicht direkt um das Verhältnis zu Israel, sondern um das zum Westen. Das ist aber auch aufschlussreich für die Beziehung zu Israel.

65% der Palästinenser unterstützen Al-Qaida-Anschläge in den USA und Europa:

Religiöser Krieg gegen „Ungläubige“ ist ein der PA-Religionsideologie innewohnendes Element

Itamar Marcus und Barbara Crook
Palestinian Media Watch, 26. Dezember 2005

Eine diese Woche veröffentlichte und in palästinensischen Zeitungen berichtete Umfrage stellte fest, dass 65% der Palästinenser „Al-Qaida-Aktionen in den USA und Europa unterstützen“. Religiös motivierte Al-Qaida-Anschläge gegen die als „Ungläubige“ bezeichnete haben tausende Amerikaner und Europäer getötet. Warum sollte die palästinensische Bevölkerung so überwältigend die Ermordung von Christen unterstützen?

Seit Jahren hat die religiöse Führung der PA ihren Krieg gegen Israels Existenz als lediglich einen Teil des globalen islamischen Krieges dargestellt, der gegen den christlich-jüdischen Westen geführt wird. Erst letzten Monat [November 2005] schloss ein Fernseh-Prediger der PA in einer Fernsehpredigt dieses Gebet zur Tötung aller Ungläubigen ein:

„Vernichte die Ungläubigen und die Polytheisten! Deine [d.h. Allahs] Feinde sind die Feinde der Religion…! Zähle sie und töte sie bis zum allerletzten und lass nicht einen einzigen übrig.“ [Suleiman Satari, PA-TV, 18.11.2005]

Dieses Gebet – klare Aufhetzung zum Völkermord an “Ungläubigen”, ein Begriff, der den christlichen Westen einschließt – ist bei religiösen Führern der PA üblich. Gebete zur Auslöschung aller Ungläubigen sind Teil der Freitagsgebete im PA-Fernsehen seit mindestens sechs Monaten gewesen.

Die Vernichtung des christlich-jüdischen Westens als Teil von Allahs Plan darzustellen, kommt sogar von den höchsten religiösen Mächten und wird passiv von den höchsten politischen Stellen sanktioniert. Zwei dieser Predigten wurden von Yussuf Jum’a Salamah, PA-Minister für Waqf und Religion, gehalten – er hat das wichtigste religiöse Amt der PA inne. Selbst der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas war zumindest bei einer dieser Gelegenheiten anwesend; gleiche Gebete für Völkermord gingen im PA-eigenen und –kontrollierten Fernsehen in den folgenden Wochen weiter.

Die religiösen Führer der Autonomiebehörde haben seit Jahren regelmäßig den Begriff „Ungläubige“ auf die USA und andere Staaten mit vorwiegend christlicher Bevölkerung angewendet. Dazu einige jüngere und ältere Beispiele:

„Die ungläubigen Staaten – und an erster Stelle die USA – haben erfolgreich die islamische Welt auseinander gerissen…“ [Yussuf Abu Sneina, Voice of Palestine, 02.09.2005]

“Die Vereinten Nationen sind zu unserem Bedauern Dar al-Nadwa [wörtlich: ‘Haus der Versammlung’, der Begriff für den vorislamischen Versammlungsort in Mekka] geworden, denn das ist der Ort, wo sich die Ungläubigen treffen.“ [Ibrahim Mudayris, PA-TV, 28.02.2003]
Ein Auszug aus der Predigt ist hier zu sehen.

„Die ungläubigen Länder unter der Führung der USA erfanden einen Grund und eine Rechtfertigung, um ihren schmutzigen Krieg [nach dem 11.9. in Afghanistan] gegen den Islam und die Muslime zu führen… Großbritannien vergaß, dass es sich auf der Höhe des Terrors und der Höhe des Hasses gegen den Islam und die Muslime befindet.“ [Yussuf Abu Sneina, Imam der Al-Aksa-Moschee, PA-Radio, 28.12.2001]
Ein Auszug aus der Predigt ist hier zu hören.

Es folgen die jüngsten Daten von Gebeten um Völkermord an allen Ungläubigen im PA-TV:

18. November 2005
30. September 2005
26. August 2005
15. Juli 2005
8. Juli 2005
24. Juni 2005

Die politische Führung der PA achtet sehr darauf, dass ihre religiöse Hass-Ideologie in ihren Präsentationen vor der Auslandspresse nicht auftaucht. Aber in ihren arabischen Predigten and ie palästinensische Bevölkerung haben die religiösen Führer der PA seit Jahren für die Vernichtung der westlichen Staaten gebetet (s. Beispiel unten).

Die von den Europäern gesponserte Umfrage, die zeigt, dass eine überwiegende Mehrheit der Palästinenser die Ermordung von Christen durch die Al-Qaida unterstützt, kommt zu einem Zeitpunkt, da die finanzielle Unterstützung durch die USA und Europa für die palästinensische Autonomie sehr hoch und weit gestreut ist. Es scheint so, dass, wenn die Palästinenser wählen müssten zwischen der Anerkennung der finanziellen und politischen Unterstützung durch die USA und Europa oder sie wegen der Religion zu hassen, die Religion gewinnen wird.

Diese Hingegebenheit der palästinensischen Bevölkerung zu religiöser Lehre stimmt mit den jüngsten Feststellungen überein. In einer Umfrage aus diesem Jahr [2005] wollten 79,9% der Palästinenser, dass die PA der Scharia folgt – dem islamischen religiösen Gesetz [68,6% wollten nur die Scharia, 11,3% wollten die Scharia und dazu Gesetze durch die PA-Gesetzgebung). [Palestinian Center for Research and Cultural Dialogue, 3. März 2005]

Erstaunlich ist jedoch die Bereitschaft der Palästinenser sich gegen westliche Staaten zu wenden, von denen sie so total abhängig sind um voran zu kommen. Die Umfrage unterstreicht, was Palestinian Media Watch seit Jahren dokumentiert: den zutiefst negativen Einfluss, den die Hass-Erziehung auf die Gesellschaft der PA hatte. Und obwohl einige in westlichen Regierungen versucht haben den Einfluss der Hass-Hetze klein zu reden, indem sie für den Hass der PA einzig den laufenden Konflikt verantwortlich machen, unterstreicht diese Umfrage die davon unabhängigen Gefahren der Hass-Erziehung. Die Palästinenser befinden sich nicht direkt in einem Konflikt mit den USA und haben sicherlich die Europäer zu ihren aktiven Verbündeten gezählt. Und doch wünscht sich eine überwältigende Mehrheit, dass man sieht, wie eine auf der Religion gründende Terrororganisation die Europäer und Amerikaner tötet.

Dieser religiöse Hass scheint den potenzielle möglichen positiven Einfluss von Hunderten Millionen Dollars an US- und europäischer Hilfe ausgelöscht zu haben, die an die Palästinenser geschickt wurden, auch der bedeutenden neuen Geldgeschenke diesen Jahres. Diese Ergebnisse sollten als Warnung für alle dienen, die die religiös begründete Hetze zu Hass und Völkermord durch die PA als „bloßes Gerede“ eingeordnet haben. Es scheint so, dass für religiöse Bevölkerungsgruppen wie die Palästinenser religiöse Lehren, als Wort Allahs betrachtet, letztlich das sind, was die Einstellungen und die Politik bestimmen.

[Die Umfrage wurde der norwegischen NGO Fafo unter der palästinensischen Bevölkerung durchgeführt, „um die politischen Gefühle nach Israels freiwilligem Rückzug aus Gaza im Spätsommer 2005 auszuwerten“ und wurde in Al-Hayat Al-Jadida am 23. Dezember 2005 veröffentlicht.]

Aus dem PMW-Archiv: Aufrufe zur Vernichtung christlicher/westlicher Staaten in der Vergangenheit:

Dr. Ikrima Sabri, Mufti von Jerusalem, höchster islamischer Würdenträger in der Autonomie, nur Wochen vor den Anschlägen vom 11. September:

„O Allah, vernichte Amerika und seine Helfer und Kollaborateure. O Allah, vernichte Großbritannien und seine Helfer und Kollaborateure.“ [PA Radio, 24.08.2001]
Auszüge dieser Predigt kann man hier hören.

Gleichermaßen Mohammed Ibrahim Maadi:

„Es ist unsere Verpflichtung uns für die Soldaten Allahs vorzubereiten, die im Willen Allahs voran schreiten, geehrt und gepriesen… So Allah will… das Unterdrückerland Amerika wird verschwinden. Das Unterdrückerland Großbritannien wird verschwinden…“ [PA-TV, 08.06.2001]
Auszüge der Predigt sind hier zu sehen.

Diese Feindschaft ist weder zeit- noch ereignisabhängig, sondern wird als Allah Plan dargestellt. Tatsächlich wird gesagt, dass letztlich der Sieg des Islam über den Christen-Westen vorbestimmt ist:

„Die palästinensische Nation ist die stärkste der Welt… Wir [Muslime] haben die Welt beherrscht und ein Tag wird kommen, bei Allah, und wir werden die Welt [wieder] beherrschen. Der Tag wird kommen und wir werden Amerika beherrschen. Der Tag wird kommen und wir werden Großbritannien beherrschen.“ [Ibrahim Mudayris, PA-TV, 13.05.2005]
Ein Ausschnitt der Predigt ist hier zu sehen.


“Seid weg. Sterbt, wo ihr wollt, aber sterbt nicht hier.“
PA Hass-Fernsehen erreicht neues Level

Itamar Marcus und Barbara Crook
29. Dezember 2005

Orignal: http://www.pmw.org.il/Latest%20bulletins%20new.htm#b291205

PA-TV-Sendung zu Jaffa (Tel Aviv):

Es ist an der Zeit für euch [Israelis] zu verschwinden. Lebt, wo immer ihr wollte, aber lebt nicht unter uns. Es ist für euch an der Zeit zu verschwinden. Sterbt, wo immer ihr wollte, aber sterbt nicht unter uns. Wir haben hier die Vergangenheit. Wir haben die Gegenwart und die Zukunft. Also verlasst unseren Staat, unser Land, unser Meer, unseren Weizen, unser Salz, unsere Wunden. Alles. Und verlasst die Erinnerungen.“
[PA-TV, 20. Dezember 2005]

Diese Worte des Hasse sind die End-Momente einer weiteren Sendung im Fernsehen der palästinensischen Autonomie, die die Vernichtung Israels fordert. Die Worte, die den Rauswurf jedes einzelnen Israelis aus Israel fordert, werden gesprochen, während der Bildschirm Jaffa-Tel Aviv, Israelis und die israelische Flagge zeigt. Das offizielle PA-Fernsehen hat dies in den letzten Monaten zweimal gesendet. (Um den Clip online zu sehen, klicken Sie hier.)

Die Sendung über Jaffa beginnt mit einer Verdrehung der Geschichte, indem die antiken Kanaaniter zu Arabern gemacht werden. Damit wird der mehr als 3.000 Jahre jüdischer Geschichte in der Region durch eine gefälschte arabische Geschichte vorangestellt. (Die arabische Eroberung fand in Wirklichkeit im siebten Jahrhundert unserer Zeitrechnung statt.)

Jaffa, ein Teil von Tel Aviv, wird als palästinensische Stadt definiert und von allen Küstenstädten Israels – Akko, Haifa, Caesarea, Aschdod, Aschkelon und Jaffa – wird gesagt, dass sie in dem liegen, was „heute als Palästina bekannt“ ist. Nach dieser PA-Sendung existiert Israel bereits nicht mehr.

Die abschließenden Worte dieser Fernsehsendung sind die des israelisch-arabischen Dichters Mahmud Darwisch, der nach dem Rauswurf jedes einzelnen Israelis fordert: „Sterbt, wo immer ihr wollt, aber sterbt nicht unter uns.“ (Um den Clip zu sehen, klicken Sie hier.)

Es folgt das Transkript des Clips:

„Die arabischen Kanaaniter bauten Häfen an der Küste des Landes Kanaan, das heute Palästina genannt wird. Die Häfen waren Akko, Haifa,… Caesarea,… Aschdod, Aschkelon, Gaza und Jaffa… [Anmerkung heplev: Caesarea wurde von Herodes dem Großen mit Hilfe der Römer gebaut!].

Palästina wurden von Invasoren angegriffen, aber seine arabischen kanaanitischen Charakteristika widerstanden den Versuchen sie zu verändern… [Jaffa] blieb dem Namen nach arabisch, weil das Eingeborene bleibt, weil das Fremde verschwindet…

Die Türen und Fenster der Häuser… sehen zu und erwarten die Rückkehr [der Flüchtlinge]…

Es ist an der Zeit für euch [Israelis] zu verschwinden. Lebt, wo immer ihr wollt, aber lebt nicht unter uns. Es ist für euch an der Zeit zu verschwinden. Sterbt, wo immer ihr wollt, aber sterbt nicht unter uns. Wir haben die Vergangenheit hier. Wir haben die Gegenwart, die Gegenwart und die Zukunft… Also verlasst unseren Staat, unser Land, unser Meer, unseren Weizen, unser Salz, unsere Wunden. Alles. Und verlasst die Erinnerungen.“
[PA-TV, 20. Dezember 2005]


Interview mit dem PLC-Abgeordneten Qadura Fares auf Israel Radio, 27. November 2005

„Wir [d.h. er und Marwan Barghouti] unterstützen Verhandlungen mit Israel und andere friedliche Mittel so lange, wie die palästinensischen Ziele dadurch erreicht werden. Wenn die palästinensischen Ziele durch Verhandlungen nicht erreicht werden können, dann werden sie eben durch Widerstand erreicht.“
Mit anderen Worten: Das Ziel der Verhandlungen ist die totale Umsetzung dessen, was die PLO will – also der Maximalforderungen. Wenn diese Maximalziele nicht erreicht werden, dann wird halt wieder Terror gemacht. Israel kann sich lediglich übelegen, ob es durch Verhandlungen oder durch Terror niedergemacht wird. Sehr friedliche und sehr um Ausgleich bemüht.
Das Beste an dieser hässlichen Haltung: Der sie äußert und sein Freund im israelischen Knast werden bei uns als „moderat“ hingestellt und hofiert. Gib einem Menschen die Wahl, dass er sich selbst erhenkt oder von dir erschossen wird und schon bist du kein Schwerverbrecher und Mörder mehr, sondern ein friedliebender, weiser Mensch, dessen Anliegen unterstützt werden muss!


Israelnetz berichtet am 25. 11.2005 unter der Überschrift Fatah gratuliert Hisbollah
Mehrere palästinensische Gruppierungen haben die radikal-islamische Hisbollah zu ihrer „heldenhaften Darbietung im Kampf gegen Israel“ beglückwünscht. Zum Gratulieren kamen palästinensische Delegationen in die libanesische Stadt Saida (Sidon).
Unter den Gratulanten waren auch Vertreter der Fatah-Partei von Mahmud Abbas, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma´an“ am Donnerstag. Am Montag hatte die Hisbollah Ziele in Nordisrael angegriffen…
Die Gesandten wurden von Scheich Hassan Isaddin begrüßt – einem ranghohen Führer der Terrorvereinigung im Südlibanon. Er versicherte seinen palästinensischen Gästen, die Hisbollah („Partei Allahs“) werde ihre Politik des Widerstandes fortsetzen, bis der libanesische Boden befreit sei. Die Palästinenser gaben ihm einen Brief an Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah mit, in dem sie ihre Solidarität bekundeten.

Fehlt nur noch, dass das auch wieder als zur Entspannung beitragend bezeichnet wird, wie es der libanesische Premierminister mit den Angriffen der Terroristen auf Israel tat.


Arutz-7 Newsletter vom 11. November 2005
PA-Offiziere: Wir werden nur auf Israel zielen
Nissan Rathlav-Katz & Tzvi Ben Gedalyahu

In einem diese Woche an den PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas (Abu Mazen) geschickten Brief erklären offizielle PA-Milizoffiziere, dass sie, selbst während die interne Sicherheit zusammenbricht, ihre Waffen nur gegen Israel richten werden.

In dem von UPI enthüllten Brief warnen die Offiziere, dass der Sicherheitsapparat der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) als Folge der weit verbreiteten Korruption und des in den autonomen Gebieten weiter gehenden Zustandes der Anarchie am Rande des Zusammenbruchs steht.

Die Schreiber des Briefes an Abu Mazen erklären, dass sie den von den USA und Israel weiter ausgeübten Druck ablehnen, der die Entwaffnung der PA-Terrororganisationen verlangen. Statt dessen, erklären die Milizoffiziere, werden ihre Waffen nur auf Israel und auf Israels arabische Agenten gerichtet sein, die den Terror in der PA bekämpfen.

Im Schatten dieser Warnung bereitet sich die PA auf örtliche Wahlen vor, an denen die islamistische Terrorgruppe Hamas teilnehmen wird. Die Hamas wird weithin von den PA-Arabern als Repräsentant einer Abkehr von der offiziellen Korruption und Vernachlässigung betrachtet. Wachsende Unruhe unter den PA-Arabern spiegelte sich in einer neuen Umfrage des Palestinian Center of Public Opinion wider, die 20 Prozent weniger Unterstützung für einen Stopp der Gewalt gegen Israel aufzeigte.


10. Oktober 2005, PMW-Bericht: PA-Fernsehen: Jaffa ist palästinensisch

Ein vor Live-Publikum aufgezeichneter Fernseh-Clip zeigt palästinensische Schauspieler, die „Widerstandskämpfer“ (also Terroristen) in israelischer Gefangenschaft darstellen. Einer von ihnen erzählt, wie er wiederholt von einem israelischen Soldaten geschlagen wurde, weil er sagte er sei aus Jaffa. Der Soldat besteht darauf, dass der Gefangene sagen soll er sei aus Gaza.
Ein zweiter Gefangener antwortet, fast in Tränen ausbrechend: „Nein, absolut nicht! JAffa und Haifa gehören uns! Jaffa und Haifa gehören uns!“ Das Studio-Publikum reagiert mit zustimmenden Rufen und Applaus.

Wer diese vom offiziellen PA-Fernsehen ausgestrahlten und somit von der „Regierung“ Abbas/Qureia abgesegneten Film kennt, der sollte hoffentlich endlich zum Schluss kommen, dass die PA/PLO genauso wenig Frieden mit Israel anstrebt, wie die Hamas. Oder ist das auch schon wieder zu viel verlangt von deutschen Betrachtern des Nahen Ostens?


2. Oktober 2005, PMW-Bericht: PA: Arabische Kontakte mit Israel ist wie Sex mit einer Prostituierten (Itamar Marcus und Barbara Crook, PMW)

Der Westen sieht diplomatische Verträge zwischen einst einander bekämpfende Staaten als wichtigen und notwendigen Schritt zum Frieden an; entsprechend hat er die jüngsten diplomatischen Kontakte zwischen Israel und einigen muslimischen und arabischen Staaten begrüßt.

Diese Ereignisse – besonders das Treffen zwischen dem israelischen Außenminister Silvan Shalom und den Außenministern von Indonesien, Pakistan und anderen muslimischen Ländern – hat jedoch die palästinensische Autonomiebehörde erzürnt, die vehement gegen das opponiert, was sie die „Normalisierung“ der Beziehungen zu Israel nennt.

Palästinenserorganisationen und die kontrollierten Medien in der PA führen derzeit eine Kampagne heftiger Verurteilung dieser neuen diplomatischen Kontakte. Die offizielle PA-Zeitung „Al-Hayat Al-Jadida“ ging so weit die Treffen mit Israel in Bildern so darzustellen, dass Araber sich buchstäblich auf einer Prostituierten namens Israel befinden.

Das Palästinensischen Nationale Komitee gegen Normalisierung verurteilte jegliche Bewegung muslimischer Länder hin zu verbesserten Beziehungen mit Israel und bezeichnete solch einen Zug als „einen Stich in den kollektiven Rücken des palästinensischen Volkes.“ (Palestine News Network, 19. September 2005)


13. Mai 2005, Ibrahim Mudayris, Predigt im PA-TV (dokumentiert von PMW):

Diese „Nakba“ – „Katastroph4″ – ist der schlimmste Tag der Erinnerung für das palästinensische Volk… weil mit dem Verlust Palästinas die arabische Nation verloren ging und mit der Gründung des falschen Staates Israel die gesamte muslimische Nation verloren ging… Wer auch immer sagt, dass die Juden irgendein Recht an diesem Land haben – außer Besatzer zu sein – ist ein Lügner und sie werden verschwinden.“
Und das drei Monate nach Verkündigung einer „Waffenruhe“…

————–

13. Mai 2005, offizielle PA-Internetseite im arabischsprachigen Teil (berichtet von Israelnetz):

Auf einer offiziellen Internetseite der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) erscheint die antisemitische Hetzschrift „Protokolle der Weisen von Zion“. Darauf hat das Informationszentrum für Nachrichtendienst und Terror am israelischen Zentrum für Spezielle Studien (CSS) aufmerksam gemacht.

Die Fälschung aus dem 19. Jahrhundert, die angeblich eine jüdische Weltverschwörung aufdeckt, findet sich nur im arabisch-sprachigen Bereich der Internetseite „Al-Nakba“. Mit „Nakba“ („Katastrophe“) bezeichnen die Palästinenser den Tag der israelischen Staatsgründung vor 57 Jahren.

In der Einleitung zu der Hetzschrift heißt es: „Der historische Hintergrund der ‚Nakba‘ impliziert – und der palästinensische und der arabische Leser wird zu diesem Schluss kommen -, dass die Errichtung des Staates Israel und daraus resultierend auch die Entstehung des palästinensischen Flüchtlingsproblems nur ein Teil der Umsetzung der Protokolle sind.“

Wie die Tageszeitung „Jediot Aharonot“ berichtet, wurde die Internetseite am 12. Februar 1996 auf Anweisung des damaligen PA-Vorsitzenden Jassir Arafat eingerichtet. Sie ist für die palästinensische Aufklärung nach innen und außen zuständig. Die Seite mit den „Protokollen der Weisen von Zion“ wurde seit einem Jahr nicht mehr aktualisiert. Zu Beginn dieses Jahres hat ein syrischer Verlag eine neue Ausgabe der Hetzschrift auf den Markt gebracht.

Die „Protokolle der Weisen von Zion“ sind ein Machwerk des zaristischen Geheimdienstes. Wer sie verbreitet, ist ein Antisemit, der nur eines will: Juden vernichten. Damit kann die Palästinensische Autonomiebehörde eindeutig als antisemitisch und nicht friedenswillig bezeichnet werden.


2. Mai 2005: PLO-Führer Faruq Qaddumi sagt etwas Interessantes zu den Zielen seiner Organisation in einem Interview mit ANB TV, aufgezeichnet von MEMRI:
„Israel kann man nur mit Kugeln begegnen. Das ist die einzige Möglichkeit. Wie schon gesagt, ich unterstütze die Waffenruhe, oder besser: die ‚Abkühlung‘. Ich sage: Nach jedem schwierigen Kampf müssen die Leute in ihr Alltagsleben zurückkehren.“
Frage: „Was ist mit den Ergänzungen der PLO-Charta? Ergänzungen wurden gemacht, um Verhandlungen zu beginnen.“
Qaddumi: „Ich akzeptieren keinerlei Ergänzungen der Charta, wie sie 1996 gemacht wurden. Wir, die wir gegen die Oslo-Vereinbarung waren, akzeptieren keinerlei Änderungen der Charta.“
Die Charta wurde nicht geändert. Das war eine Riesen-Show, die dazu führte, dass im Westen angenommen wird, die Charta sei geändert worden.


Am 19. März [2005] veröffentlichte die offizielle Internetseite der PA einen Bericht zu Äußerungen eines Dr. Ziad Asali von der „American Task Force on Palestine“ (ATFP); dieser hatte offenbar etwas in der Richtung gesagt, dass die Palästinenser auf das „Rückkehrrecht“ nach Israel verzichten sollen. Was genau er gesagt haben soll, lässt die Meldung offen.
Nicht offen lässt sie allerdings, was die PA (in Gestalt der „Global Palestine Right of Return Coalition“) dazu zu sagen hat. Unter anderem dieses:

Das Rückkehrrecht ist ein unveräußerliches Recht, das von der internationalen Gemeinschaft jährlich seit 1948 bestätigt wird. Keine Einzelperson, Gruppe oder Regierung hat die Autorität oder das Mandat dieses individuelle und nationale Recht aufzugeben.
[Dass dieses angebliche Recht, wenn es denn wirklich jedes Jahr in der Art wie behauptet bestätigt wird, nur für Palästinenser gilt, für keinen anderen Menschen der Welt sonst, das wird weder erwähnt, noch wird sich darüber gewundert.]

In Wirklichkeit sind Stimmen wie die von Asali Teil einer größeren, konzertierten Bemühung falsche Tünche der Moderatheit als Ersetzung der legitimen, unveräußerlichen Rechte des palästinensischen und arabischen Volkes einzuführen, die durch ihr Rückkehrrecht, ihre Souveränität und Selbstbestimmung repräsentiert werden.
[„falsche Tünche der Moderatheit“ kann ja wohl nur bedeuten, dass moderat zu sein ein falscher Weg, wenn nicht gar ein Verbrechen ist…]

Durch Organisationen wie ATFP ist Asali sogar über die Genfer Vereinbarung, die Nusseibeh-Ayalon-Vereinbarung und andere derartige Versuche hinaus gegangen, die die fundamentalen, unveräußerlichen und natürlichen Rechte verletzen, die im internationalen Recht festgeschrieben sind. Unter dem Mantel hohler US-Demokratisierung hat Asali im Effekt emsig den neokonservativen Plan des „Neuen Nahen Ostens“ voran getrieben, in dem Nationen und Völker gegen ihren Willen neu gebildet werden.

Die offizielle Internetseite gibt nur wieder, was ihr genehmigt wurde. Dort darf nur veröffentlicht werden, was die Palästinenserführung billigt und mit trägt.
Die Genfer Vereinbarung ging über alles hinaus, was Israel offiziell je angeboten hatte. Die PA-Führung wollte dieses Werk – das von keiner offiziellen Stelle Israels je anerkannt wurde – als Basis für weitere Verhandlungen nehmen. Wenn nun die PA selbst diese Vereinbarung als Verletzung fundamentaler Rechte bezeichnen lässt – wie ernst kann man dann die Äußerung von Mahmud Abbas nehmen, dass nicht alle Palästinenser ihr Recht auf Rückkehr würden verwirklichen können? Diese Äußerung wurde als großer Schritt bezeichnet und beklatscht. Er war offenbar einmal mehr eine Aktion, durch die sich der Westen Sand in die Augen streuen ließ.
Dass Israel dieses angebliche Recht niemals akzeptieren kann, steht außer Frage. Wer also diese Forderung nach der Rückkehr der angeblichen Flüchtlinge (der dritten, vierten oder wer weiß was Generation) erhebt, will keinen Frieden mit Israel, sondern den fortgesetzten Kampf (das ist ja schon angekündigt!) und Israels Vernichtung.

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