Obama und seine Charakterschweinereien zu Peres‘ Beerdigung

Es fing schon mit der Ankündigung der Teilnahme Obamas an der Beerdigung von Shimon Peres an. Dazu wurde folgende Pressemitteilung ausgegeben:

Präsident Obama kündigte heute einer präsidialen Delegation zum Staat Israel an,
die am Staatsbegräbnis des ehemaligen Präsidenten und Premierministers
Shimon Peres am 30. September 2016 in Tel Aviv teilnimmt.
Der ehrenwerte Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten, wird die Delegation leiten.

Shimon Peres wurde in Tel Aviv beerdigt?????
Dann war da Obamas Grabrede; darin sagte er (unter anderem):

Aus dem Elend der Diaspora fand [Peres] in seinem Herzen Raum für andere, die litten. Er schaffte es Vorurteil mit der Leidenschaft eines Mannes zu hassen, der weiß, wie es sich anfühlt dessen Ziel zu sein. Selbst angesichts von Terroranschlägen, selbst nach wiederholen Enttäuschungen am Verhandlungstisch bestand er darauf, dass die Palästinenser als den Juden in Würde gleichwertig betrachtet werden müssen und daher in Sachen Selbstbestimmung gleichberechtigt sein müssen.

Vic Rosenthal kommentiert das so:

Mit anderen Worten: Nach Maßgabe von Barack Obama haben die Palästinenser keinen Staat, weil wir Vorurteile haben. Rassisten sind. Apartheid-niks. Nach Obama läuft es immer darauf hinaus. Der Typ, der in einer privilegierten Familie aufwuchs, der die besten Schulen und Universitäten besuchte, der mit den absolut minimalen Qualifikationen ins nationale politische Amt gewählt wurde, hat eine massive Marke auf seiner Schulter kleben.

Egal, dass die palästinensischen Araber einen Staat schaffen wollen, in dem es keinen einzigen Juden gibt, oder dass sie darauf bestehen, dass es so etwas wie ein jüdisches Volk nicht gibt oder dass ihre Meiden es sich zur Gewohnheit gemacht haben ihre Juden dazu aufzuhetzen hinzugehen und Juden abzustechen oder zu überfahren. Nö, kein Vorurteil hier – nur „Frust“ und „Verzweiflung“, dass sie nicht in der Lage gewesen sind ihre „Träume“ zu verwirklichen, die zufälligerweise darin bestehen Juden zu töten und ihnen das Land abzunehmen.

Man fragt sich, ob es möglich ist den Präsidenten und sein Außenministerium – das es meines Wissens  nicht ablehnt die Hauptstadt irgendeines anderen Landes der Welt anzuerkennen – ernster zu nehmen, wenn sie von Vorurteilen reden, wenn sie aufhören würden ihr widerliches zweierlei Maß auf Israel anzuwenden.

 

Ulrich Sahm berichtet von einer „Geste mit nachträglichem Seitenhieb“ (direkt vom Autor; Bilder von Elder of Ziyon)

Das Weiße Haus in Washington hat nachträglich seine Pressemitteilung zum Text der Rede von US Präsident Barack Obama bei dem Begräbnis von Israels ex-Präsident Shimon Peres „korrigiert“. Ursprünglich hatte es dort geheißen, dass Obama seine Rede in „Jerusalem, Israel“ gehalten habe. In der neuen Version wurde „Israel“ mit einem Balken durchgestrichen, ist aber immer noch zu sehen.

Ein amerikanischer Beamter erklärte gegenüber der „Jerusalem Post“, dass der Status von Jerusalem umstritten sei. Seit 1967 sei es „stehende Politik“ des Weißen Hauses, die Stadt Jerusalem nicht als Teil Israels anzuerkennen. Der Status der Stadt müsse durch Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern gelöst werden. Die USA, heißt es da weiter, „respektieren die Rechte und Bestrebungen sowohl der Israelis wie der Palästinenser.“

Mit dieser zusätzlichen Erklärung wurde die Streichung zusätzlich verschlimmbessert. Tatsächlich haben die USA schon seit der Gründung Israels (West-) Jerusalem nicht als Teil des jüdischen Staates anerkannt. Man berief sich auf den Teilungsbeschluss der UNO von 1947, der vorsah, aus Jerusalem einen „corpus separatum“ unter UNO-Aufsicht zu machen. Deshalb haben die USA ihre Botschaft in Tel Aviv und nicht in Jerusalem errichtet. Jerusalem war zwischen 1949 und 1967 geteilt, zwischen Israel und Jordanien.

1967 hat sich mit der israelischen Eroberung Ost-Jerusalems nichts geändert. Doch die amerikanische Behauptung, seit 1967 auf israelische wie palästinensische Ansprüche Rücksicht zu nehmen, ist historisch falsch. Denn die Palästinenser haben sich erst 1968 in ihrer 2. PLO-Charta als „Palästinenser“ etabliert und ab dann die erwähnten Ansprüche angemeldet, wobei sie damals auch das gesamte Territorium Israels für sich einforderten. Bis heute werden Haifa, Jaffo, Beer Schewa und Akko als „palästinensische Städte“ dargestellt.

Die Überprüfung einer offiziellen Verlautbarung des Weißen Hauses vom 29. September ergab, dass Obama mit einer großen Delegation zum Begräbnis von Peres „in Tel Aviv“ geflogen sei. Am 28. September hatte das Weiße Haus freilich noch verkündet, dass Obama nach „Jerusalem“ fliegen werde.

In Israel wurde die 22-stündige Reise von Obama sehr gewürdigt. Als mächtigster Mann der Welt wurde ihm die Ehre eingeräumt, die zentrale Trauerrede zu halten. Israelische Offizielle wollten auf die nachträgliche Streichung von „Israel“ nicht reagieren, äußerten privat aber „Frustration“.

Das israelische Fernsehen berichtete am Freitagabend noch eine Kuriosität. Obama – ohne Jacke und mit gelockertem Schlipps – lud auf der Treppe zur „Air Force One“ stehend einen „Tramper“ ein, das Flugzeug zu besteigen, um gemeinsam „heimzufliegen“. Deshalb verzögerte sich um einige Minuten der Abflug der Präsidentenmaschine. Der „Tramper“ war sein Vorgänger Bill Clinton, der zum Begräbnis von Peres mit einer Privatmaschine angereist war.

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