Mahmud Abbas’ „judenreines“ Palästina

Joseph Puder, FrontPageMag, 3.Oktober 2016

„In der Endlösung werden wir die Anwesenheit keines einzigen Israelis – weder Zivilist noch Soldat – auf unserem Land sehen.“

Anfang September folgte auf der jährlichen Sitzung der UNO-Vollversammlung der israelische Mp Benjamin Netanyahu dem Palästinenserführer Mahmud Abbas (Abu Mazen) als Redner vor der Versammlung. Abbas beschuldigte Israel der „ethnischen Säuberungen“ und klagte an, Israel ziele in Tötungsabsicht auf Palästinenser, habe ein rassistische Annektierungsmauer gebaut und führe Ausgrabungen durch, von denen er behauptete, sie bedrohten islamische heilige Stätten. Natürlich versäumte Abbas es zu erwähnen, dass seine Hetze gegen Israel und seine falschen Vorwürfe über die Bedrohung der Al-Aqsa-Moschee zum Ergebnis haben, dass Palästinenser jüdisch-israelische Zivilisten und Soldaten mit Messern angreifen und Autos in sie rammen. Die Israelis haben in einem eindeutigen Fall von Selbstverteidigung auf ihre palästinensischen Angreifer geschossen.

Die sogenannte „rassistische Annektierungsmauer“, von der Abbas grummelte, ist nichts anderes als ein Lebensretter für israelische Zivilisten gegen terroristische Infiltration. Vor dem Bau der Barriere am Gazastreifen und er Westbank verursachte terroristisches Eindringen eine Spitze bei Terroranschlägen. Seitdem die Schutzbarriere gebaut wurde, ist die terroristische Infiltration nach Israel jäh zurückgegangen. Stimmt, es hat in letzter Zeit einen Anstieg der palästinensischen Terroranschläge mi Messern oder in Form von Rammanschlägen mit Autos durch Einzelpersonen gegen Israelis gegeben, aber große Anschläge hat es infolge der Schutzbarriere nur noch wenige gegeben.

Abbas‘ ironischster Vorwurf war jedoch seine Bezugnahme auf Israels „ethnische Säuberung“. Anne Bayefsky berichete am 14. September 2016 für Fox News, dass Abbas‘ „Mantra der ethnischen Säuberung regelmäßig von palästinensischen Vorwürfen der ‚Apartheid‘, des ‚Rassismus‘ und Verjudung begleitet ist“. Es ist derselbe Mahmud Abbas, der für einen Palästinenserstaat wirbt, der „judenrein“ ist. Bei einem Besuch in Kairo im Juli 2013 sagte Abbas: „Keinem Juden, Zivilist oder sonstiger, wird es erlaubt sein in dem zukünftigen Palästinenserstaat, den er sich vorstellt, zu leben.“ Abbas erklärte nach Angaben von Reuters: „In der Endlösung werden wir die Anwesenheit keines einzigen Israelis – weder Zivilist noch Soldat –  auf unserem Land sehen.“

In einem Fall klaren zweierlei Maßes, das an Antisemitismus grenzt, schalt das US-Außenministerium Netanyahu wegen eines Videos, das er am 9. September 2016 online stellte und in dem er herausstellte, dass die palästinensischen Bemühungen die Westbank (Judäa und Samaria) von allen Juden zu reinigen, auf ethnische Säuberung hinausläuft und das ethnisches Säuberung für Frieden absurd ist. Soweit es das Außenministerium betrifft ist Netanyahus Behauptung „unangemessen und nicht hilfreich“, jedoch Abbas‘ „keine Juden“ im zukünftigen Palästina ist in Ordnung. Soweit es Netanyahus Kritiker angeht, ist die Entfernung „jüdischer Siedler“ „natürlich und angemessen“, weil ihre Anwesenheit in einem Palästinenserstaat Ursache für Spannungen und Probleme wäre; außerdem hätten sie überhaupt gar nicht erst dort (in Judäa und Samaria) sein sollen.

Wir können daher schlussfolgern, dass, soweit es die US-Administration und andere Netanyahu-Kritiker angeht, ein „judenreines“ Saudi-Arabien, Jordanien und Palästina etwas Akzeptables ist. Die Tatsache, dass Juden nicht gestattet ist auf saudischem Boden zu leben oder der Gedanke an Mahmud Abbas‘ Vorbedingung, dass der zukünftige Palästinenserstaat „judenrein“ sein muss – für die Kritiker KEINE „ethnische Säuberung“ darstellt. Wenden wir jedoch den Gedanken für die Genehmigung der Beseitigung jüdischer Siedler als „natürlich und angemessen“ an, dann ist die Anwesenheit von nahezu zwei Millionen Arabern, die als Staatsbürger in Israel leben, nach derselben Definition eine „Ursache für Spannungen und Probleme“, die ebenfalls einen Grund für ihre Entfernung darstellen würden. Von der UNO und ihrer Besessenheit den jüdischen Staat zum Sündenbock zu machen zweierlei Maß zu erwarten ist eines; aber dass die US-Regierung das tut, wenn sie sich über die Juden von Judäa und Samaria äußert, ist eine ganz andere Geschichte.

Die Behauptung, die jüdischen Siedler „sollten überhaupt gar nicht erst dort sein“ ist eine krasse Verzerrung der Geschichte wie der Realität. Jura-Professor Eugene Kontorovich schrieb (15. September 2016): „Bis zur Eroberung durch Jordanien 1949 lebten Juden immer in dem was später die Westbank genannt wurde. Die Jordanier vertrieben jeden einzelnen Juden aus dem von ihnen kontrollierten Gebiet. Anders als die Flucht der Araber aus Israel wurde diese Säuberungsaktion eindeutig eine Zwangsmaßnahme, was die Tatsache zeigt, dass nicht ein einziger Jude auf dem von Jordanien besetzten Gebiet verblieb. Diese Vertreibung war eindeutig ethnische Säuberung und hinterließ das Gebiet in der Tat rein (von Juden – JP).“ Darüber hinaus wurde das Palästina-Mandat 1920 eingerichtet, um eine jüdische Heimstatt in Palästina sicherzustellen, zu dem das Land vom Mittelmeer bis zum Jordan gehörte, einschließlich der Westbank.

Es ist eine Tatsache, dass die arabische Welt ihre jüdische Bevölkerung seit 1948 ethnisch gesäubert hat. Die jüdische Bevölkerung des Irak geht bis in biblische Zeiten zurück. Das Pogrom von 1941, in Arabisch auch „Farhud“ genannt, war der Anfang vom Ende dieser uralten jüdischen Gemeinschaft. In Ägypten, dem Libanon und Libyen wurden die uralten jüdischen Gemeinschaften ethnisch gesäubert. Keinem Juden wurde erlaubt in Saudi-Arabien zu leben, seit der Prophet Mohammed im frühen siebten Jahrhundert Arabien von Juden säuberte. Mahmud Abbas passt sich einem althergebrachten antijüdischen Muster in der arabisch-muslimischen Welt an.

Abbas liebt es Begriffe wie „Apartheid“ und „Rassismus“ zu verwenden, wenn er von Israel redet – Begriffe, die die bösartige BDS-Bewegung (Boykott, De-Investition, Sanktionen) entlehnt hat, um Israel an europäischen und amerikanischen Universitäten herunterzuputzen. In einer Stellungnahme in YNet (4. August 2010) schrieb Jonathan Dahoah Halevi, ein ranghoher Forscher und Fellow am Jerusalem Center for Public Affairs: „Der von Abbas verwendete Begriff ‚Israeli‘ bedeutet ‚Jude‘, da die palästinensische Autonomiebehörde (PA) israelische Araber, Muslime wie Christen, als integralen Teil des palästinensischen Volks betrachtet. Der zukünftige Staat Palästina muss nach Abbas gegen jegliche jüdische Präsenz auf seinem Territorium sein. Mit anderen Worten: Die PA macht sich eine rassistische Politik zu eigen – palästinensische Apartheit – die sich gegen Juden richtet, auf die Leugnung jüdische Geschichte und er kulturellen wie religiösen Verbindung des jüdischen Volks zum Land gründet.“ Im Fall von Abbas „wirft dieser im Glashaus mit Steinen.“

Professor Kontorovich schlug vor: „Es gibt in der internationalen Praxis schlicht keinen Rückhalt für die Vertreibung von Siedlern aus besetzten Gebieten. In vielen Umständen mit Siedlern überall in der Welt hat die internationale Gemeinschaft niemals Vertreibung unterstützt und hat durchgängig Pläne gebilligt, dass Siedler in einem neuen Staat verbleiben. Siedlungsaktivität ist in Situationen kriegerischer Besatzung überall in der Welt eher die Regel als die Ausnahme. An Orten wie der Westsahara und Nordzypern stellen die Siedler heute die Bevölkerungsmehrheit. An den meisten anderen Orten stellen sie einen weit höheren Anteil an der Bevölkerung des Territoriums als die Juden es in einem potenziellen Palästinenserstaat tun würden.“

Damit Vorstellung, dass eine Zweistaatenlösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt überhaupt Gültigkeit haben kann, muss Mahmud Abbas die historische Verbindung der Juden zum Land Israel anerkennen. Das impliziert, dass die jüdische historische du religiöse Verbundenheit zu biblischen Orten in Judäa und Samaria anerkannt wird, die das Herz der zwei jüdischen Staaten bildete, die dort existierten. Gleichermaßen sollte er Israel als Staat des jüdischen Volks anerkennen. Am wichtigsten ist, wenn Abbas wirklich eine Friedenslösung für Israelis wie Palästinenser anstrebt, dass er die Vorstellung eines „judenreinen“ Palästina verwirft, an der er derzeit festhält. Er muss bereit sein Juden zu integrieren, die sich entscheiden in einem zukünftigen Palästina zu leben und ihre Sicherheit und Gleichberechtigung vor dem Gesetz garantieren, so wie Israel volle Integration und gleiche Rechte für seine große arabische Minderheit bietet.

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