Aus Ruinen zu Pracht

Die 144 Jahre alte Synagoge Tiferet Yisreal im jüdischen Viertel von Jerusalems Altstadt überstand blutige Schlachten im Unabhängigkeitskrieg, bis eine arabische Bombe zerstörte. Jetzt hat die Regierung Gelder genehmigt, um sie zu ihrer alten Pracht wiederherzustellen.

Nadav Shragai, Israel HaYom, 7. Oktober 2016-10-12

Die Synagoge Tiferet Yisrael war der letzte Posten im jüdischen Viertel der Altstadt von Jerusalem, der fiel, bevor es im Unabhängigkeitskrieg von den Jordaniern erobert wurde. Die Synagoge war wegen ihrer Pracht bemerkenswert; sie ragte hoch hinaus und stellte die Moscheen auf dem Tempelberg in den Schatten, wodurch sie für Muslime ein Schandfleck war. Das ist vielleicht der Grund, dass sie vom heiligen Berg und der Al-Aqsa-Moschee aus direkt beschossen wurde. Als die Tiferet Yisrael vor 144 Jahren erstmals gebaut wurde, war ihre berühmte Kuppel hellgrün angestrichen, aber wegen tobender Muslime, die die Farbe als die ihre beanspruchten und sie mit Stärke, Wachstum und Erneuerung verbinden, ließ der weise Synagogengründer Nissan Beck sie rasch in Weiß neu anstreichen.

Beck versuchte auf die Muslime Rücksicht zu nehmen, aber seine Geste nutzte den Juden im Verlauf der nächsten 76 Jahre nichts. Als das jüdische Viertel 1948 verloren ging, beschossen die Jordanier die weiße Kuppel der Tiferet Yisrael zusammen mit ihrem „Zwilling“ – der Hurva-Synagoge – mit Artillerie. Aus den zwei Monumenten, die auf allen Panoramen der Altstadt und auf Gemälden, Radierungen und Dekorationsobjekten eingefangen wurden, wurden Schutthaufen gemacht.

Heute, sechs Jahre nachdem die Regierung die Hurva-Synagoge wieder aufbaute, baut rekonstruiert sie trotz der fortgesetzten Proteste von Muslimextremisten und Krawallen in Jerusalem die Tiferet Yisrael. Moahmmed Hussein, Kleriker der Al-Aqsa-Moschee und Großmufti von Jerusalem, mag den Plan als „Programm zum Auswichen jeglicher Spur des Islam und der Araber in Jeruslalem“ beschreiben und das Al-Aqsa-Institut mag lügen und sagen, die Synagoge befinde sich auf „islamischem Waqf-Land“, aber die Räder sind bereits in Bewegung.

Die Planung zum Wiederaufbau der Tiferet Yisrael wird derzeit begonnen und der historischen Gerechtigkeit wird in Form eines neuen Buchs, „High Upon High“ weiter Genüge getan. Es berichtet die Geschichte dieser ehrwürdigen Einrichtung mit dem Werk von 12 zeitgenössischen Forscherun zu Jerusalem und seiner Geschichte, die die Geschichte der Synagoge vom Tag ihrer Gründung bis zu ihrer Zerstörung in der letzten Schlacht umd das jüdische Viertel im Unabhängigkeitskrieg nachzeichnen. Das Buch wird Ben-Zvi Institute und der Gesellschaft für Wiederaufbau und Entwicklung des Jüdischen Viertels in der Altstadt von Jerusalem veröffentlicht; Letzteres ist auch für den Wiederaufbau der Synagoge verantwortlich.

Die Chassidim besiegen den Zaren

Tiferet Yisrael ist nach Rabbi Yisrael Friedman aus Ruzhin benannt. Es dauerte 14 Jahre sie zu bauen; 1872 wurde sie geweiht. Nachrichten aus der Zeit beschreiben, dass das Ereignis örtliche Einwohner jubelnd auf die Straßen brachte.

Tiferet Yisrael war ein großes Bauwerk, das noch höher war als ihr berühmter Nachbar, die Hurva-Synagoge. Während die Hurva ein Zentrum für „Mitnagdim“ war, den aschkenasischen Strom gelehrten Judentums, der sich von der chassidischen Bewegung distanziert hatte, war die Tiferet das schlagende Herz der chassidischen Gemeinschaft Jerusalems und wurde von Ruzhiner Chassidim gebaut.

Die treibende Kraft hinter der Gründung der Synagoge war Beck, der bis zu seinem Tod als Gabbai (Synagogen-Manganer) diente. Becks beinahe totale Identifizierung mit der Synagoge führt dazu, dass sie Jahre lang als „Nishs Schul“ (Nissans Synagoge) bekannt war. Beck, baute als Säule der jüdischen Gemeinschaft in Jerusalem auch die Kirya Neeman-Häuser nördlich der Altstadtmauern, gegenüber vom Damaskustor, die von den Einheimischen die „Nissan-Beck-Häuser“ genannt werden. Unsere Generation erfuhr von ihm, als Juden vor etwa 20 Jahren begannen in die Nissan-Beck-Häuser zurückzukehren und als Juden vor mehr als einem Jahrzehnt anfingen Kfar Shiloach wieder zu besiedeln.

Becl baute die Gebetshalle Chassiden auf einem aufgegebenen Grundstück, das im östlichen Teil des jüdischen Viertels zum Verkauf stand. Russlands Zar Nikolaus I. und seine Kirchenvertreter waren ebenfalls an der Stelle interessiert, aber nach einem erbitterten Kampf gewannen die Chassidim. Ihr Sieg verhinderte, dass die Russen eine russisch-orthodoxe Kirche an der Stelle bauten, womit sie den Zugang zur Westmauer blockiert hätten. Als der Zar hörte, dass die Juden ihn besiegt hatten, war er wütend und übte mit dem Kauf eines großen Grundstücks außerhalb der Altstadtmauern Vergeltung. Wir nennen das von Nikolaus gekaufte Land immer noch „das Russische Gelände“; darauf stand früher Israels oberster Gerichtshof.

Dr. Eyal Davidson entdeckte, dass die Türken den Chassidim vier Jahre nach der Genehmigung des Baus der Hurva erlaubten die Tiferet Yisrael zu bauen, Aber erst fünf Jahre später, als genug Geld aufgebracht worden war, wurde mit dem Bau begonnen; dabei half der russische Architekt Martin Eppinger. In einer merkwürdigen Fügung des Schicksals war Eppinger auch derjenige, der die Gebäude plante, die auf dem Russischen Gelände gebaut wurden, dem Trostpreis des Zaren.

Die berühmteste Geschichte zur Tiferet Yisrael betrifft aber ein Treffen von Beck im Jahr 1867 mit dem österreichischen Kaiser Franz-Josef I. Viele Autoren, sowohl ihre Zeit als auch solcher, die später kamen, schreiben ausführlich über das Treffen und beschrieben es unterschiedlich. Der Hauptpunkt war Becks schmeichelhafte Antwort an Franz-Josef, der ihn fragte: „Warum ist die Kuppel der Synagoge nicht vollendet?“

Autor Yehuda Haezrahi beschreit das ein seinen Memoiren seiner Kindheitsjahre in Jerusalem. „Also hörten wir eine Menge über Rabbi Nissan Beck, den Sohn von Rabbi Yisrael Beck, der von Safed nach Jerusalem ging und die erste hebräische Presse in der Stadt gründete; auch alles, was er durchmachte, um die Tiferet Yisrael zu bauen, aber viele Jahre lang hatte er nicht genug Geld, um die Kuppel der Synagoge zu bauen und das Gebäude blieb nackt und schmucklos. Deshalb stellte der österreichische Kaiser Franz-Josef (Beck) die Frage.

„Und Beck antwortete: ‚Kaiserliche Hoheit, die Synagoge entfernte die Kuppel zu Ehren Eurer kaiserlichen Majestät…‘ und seine kaiserliche Hoheit, der Kaiser, begriff den subtilen Hinweis in seiner Antwort und bot 1.000 Franken für den Bau einer schönen Kuppel an.“ Andere Autoren, darunter Haim Beer in „Feathers“ und der berühmte hebräische Pädagoge YItzhak Yaakov Yellin, berichteten die Anekdote in ihrer literarischen Beschreibung des Lebens in Jerusalem.

Dr. Reuven Gafni vom Ben-Zvi Institute, einer der Herausgeber von „High Upon High“ und Forscher der jüdischen Gemeinschaft von Jerusalem in der modernen Zeit, vermerkt die literarische Nutzung der Synagoge durch den Schriftsteller Shai Agnon. Agnon selbst nahm an der besonderen Segnung tiel, die auf dem Dach der Synagoge am Abend vor Pessah 1925 stattfand.

Die Traurigkeit der Trennung

Die Erfahrungen einer Lag Ba’Omer-Nacht auf dem Dach der Synagoge hinterließ einen tiefen Eindruck bei Rachel Yanait Ben-Zvi, während Haezrahi, der zur Generation der Gründer israels gehörte, den Eindruck seiner persönlichen Trennung von der Tiferet festhielt: „Der bittere Tag dam. Neue Verteidiger, beladen mit Bündeln, wurden in das jüdische Viertel der Altstadt gebracht und uns wurde befohlen in die Neustadt zurückzukehren. Bevor wir gingen kletterten wir auf das Dach von Nissan Becks Synagoge, die höher war als alles andere du dort gab es die Traurigkeit der Trennung und ein Gefühl, dass es keine Trennung war: Wir wurden ihr entrissen, aber sie blieb an ihrem Ort, in Erwartung unserer Rückkehr.“

Der Augenblick der Trennung von der Tiferet Yisrael zog sich hin und verwandelte sich in eine blutige Schlacht, bei der Haezrahi nicht dabei war. Der Historiker Dr. Moshe Ehrenwald berichtet, dass die Tiferet selbst in den 1920-er Jahren als Treffpunkt für Mitglieder der Haganah diente, die in die Altstadt kamen, um die Einwohner zu schützen. Am 2. Dezember 1947, als die Feindseligkeiten nach der UNO-Genehmigung für den Teilungsplan, versuchte eine Gruppe Araber die Betonmauer auf der Hamadrego-Straße nördlich der Synagoge niederzureißen, um in das jüdische Viertel einzudringen; sie wurden aber durch Pistolenfeuer vertrieben.

Als die Briten einige Positionen um die Tiferet besetzten, sahen sich die Haganah-Mitglieder gezwungen, aus ihren Beobachtungsposten auf den Balkonen der Synagoge Kampfpositionen zu machen. Dass „freie“ Kämpfer, insbesondere weibliche Kämpfer, in die Synagoge gingen, sorgte anfangs für Konflikte mit den Chassidim, die dort beteten, aber irgendwann erkannten, dass die Notwendigkeit, das jüdische Viertel zu verteidigen wichtiger war.

Die erbitterte Schlacht um die Tiferet begann, nachdem die Briten am 13. Mai 1948 das jüdische Viertel verließen. Zwei Tages später drang die Arabische Legion ein und erreichte in der Nacht vom 18. auf den 19. Mai die Altstadt und schloss sich der Schlacht um Jerusalem an. Abdallah A-Tul, der Kommendeur des 6. Bataillons der Legion, wurde mit der Leitung der unorganisierten Kämpfer beauftragt, die das jüdische Viertel angriffen und fügte Artillerie, Mörser und Kanonenfeuer aus gepanzerten Fahrzeugen hinzu, die in die Altstadt gebracht wurden.

Am 20. Mai griffen Araber die Synagoge an, brachten sie unter ihre Kontrolle, schändeten sie und ihre Torah-Rollen und hissten ihre Flagge. Ehrenwald beschreibt, wie der Kommandeur des jüdischen Viertels für Isarel, Moshe Rusnak, einen Gegenangriff zusammenstellte und die führte Einheit beim Angriff von Westen auf die Synagoge. Avraham Bornstein kommandierte eine andere Einheit, die von Süden her angriff. Die Kämpfer drangen in die Synagoge ein und reinigten sie in Kämpfen Mann gegen Mann.

In seinen Memoiren schreibt Bornstein: „Ein blutiger Kampf tobte in der großen Halle der Synagoge, bei der die Verteidiger sich hinter jeder Säule verbargen. Es war ein besonders brutaler Kampf Mann gegen Mann… gegen die Division der Legion, die mit Thompson-Maschinenpistolen, Handgranaten und drei Bren-Gewehren bewaffnet waren, traten sechs Verteidiger mit Sten-Gewehren und zwei Handgrantaten pro Kämpfer an.

Zwei der Verteidiger fielen zu Beginn des Kampfes und vier weitere setzten den Widerstand fort; sie warfen alle Granaten, die sie hatten, auf den Feind, der in Wellen kam. Der Kampf dauerte 15 Minuten. Der Feind hatte etwa 15 Mann Verluste und entschied sich zum Rückzug; dabei ließ er Kisten mit Sprengstoff zurück, der anscheinend dazu vorgesehen war das Gebäude zu sprengen.“

Doch der Erfolg der jüdischen Kämpfer bei der Verteidigung der Synagoge war nur vorläufig. Kurz darauf hatte die Legion wieder die Oberhand. Am Freitag, dem zwölften Tag des jüdischen Monats Iyar (21. Mai) 1948, nur Stunden vor Beginn des Sabbat, stürzte die Nissan Beck/Tiferet Yisrael-Synagoge ein, ihre prächtige Kuppel war zerstört. Säulen aus Feuer und schwarzem Rauch stiegen aus den Ruinen auf. Die Araber hatte es geschafft eine große Bombe unter der Synagoge zu platzieren und zündeten. Sie.

Vor den tränenerfüllten Augen der jungen Kämpferin Esther Zeilengold und einer kleinen Gruppe ihrer Kameraden, die das jüdische Viertel verteidigten, fiel eines der herausragenden Symbole des alten jüdischen Jerusalem in sich zusammen. Zeilengold wurde in den Kämpfen um die Tiferet schwer verwundet. Sie wurde in das armenische Kloster gebracht und schrieb, immer noch auf einer Trage, diese letzten Worte an ihre Eltern in England: „Bitte seid nicht zu traurig. Ich weiß, dass Gott in dieser heiligen Stadt mit uns ist und ich bin stolz den Preis für die Erlösung der Stadt zu zahlen. Sehr bald werdet ihr kommen und die Früchte der Erfüllung dessen genießen, für das wir kämpfen.“

Auch Kinder beteiligten sich an den Endkämpfen um die Tiferet Yisrael. Einige von ihnen, 9 oder 10 Jahre alt, wurden für den Bau von Verteidigungsanlagen eingesetzt. Die „älteren“ – etwa 12 Jahre alt – machten Botengänge, brachten Essen und sogar Waffen und Munition nach vorne. Einige von ihnen wurden getötet, darunter Grazia (Yaffa) Haroush (16) und Nissim Gini (9½), die im Unabhängigkeitskrieg die jüngste Gefallene der israelischen Kämpfer war.

Zusätzlich dazu zahlenmäßig unterlegen zu sein hatten die jüdischen Kämpfer wenige Waffen und ihre Lebensmittelvorräte gingen zu Ende; die Verteidigung des jüdischen Viertels und der Tiferet Yisrael war wegen des Feuers vom Tempelberg aus eingeschränkt. Nachdem das jüdische Viertel verloren war, sagte Jerusalems Distriktbefehlshaber Avraham Bergman (später: Biran), dass Nissan Becks Synagoge vom Tempelberg aus unter Artillerie- und Maschinengewehrfeuer genommen wurde. Aber den Juden war es verboten zurückzuschießen. In einer Konferenz von Repräsentanten der Arbeitspartei vermerkte Meir Grabovsky (später: Argov), Mitglied des Nationalkomitees: „Eine besondere Lage war in Jerusalem geschaffen worden, bei der der Omar-Moschee geschossen wurde und wir nicht zurückschlagen.“

Im Januar 1948 pries David Ben-Gurion die Mitglieder der Haganah, die „das Feuer auf dem Tempelberg nicht erwiderten“, womit sie verhinderten, dass sich die gesamte muslimische Welt entzündet und ihnen Legitimation zum Eingreifen liefert.

Eine Mikwe aus der Zeit des zweiten Tempels

19 Jahre lang, zwischen dem Unabhängigkeitskrieg und den Sechstagekrieg von 1967, war Juden der Zugang zur Altstadt und dem jüdischen Viertel verboten; und als sie in die Stadt zurückkehrten, nachdem sie wiedervereint wurde. Trafen sie auf schwierige Anblicke. Haezrahi, der in die Altstadt zurückkehrte, beschrieb einen „grauen Hügel aus Schutt und Asche … der Zeugnis für den Standort von Nissan Becks Synagoge war.“

Im Gegensatz zum großen Erinnerungsbogen, der die Erinnerung an die Hurva-Synagoge am Leben hielt, blieb die Tiferet Yisrael in Ruinen liegen. Ihre Geschichte hatte es schwer mit der der Hurva zu konkurrieren. Bracha Slae, die die Geschichte des jüdischen Vierteils erforscht, beschreibt ausführlich die Versuche die Tiferet Yisrael zu rekonstruieren und wiederzueröffnen.

Slae vermerkt, dass die Diskussion um das Schicksal der Hurva-Synagoge, die unter metaphorischen Bogenlampen geführt wurde, entschied zu einem großen Teil das Schcksal der Tiferet. Erst als der Disput um den Wiederaufbau der Hurva-Synagoge zu Ende war, gerade als sie wieder geweiht werden sollte, gab es ein internes Treffen der Company for the Reconstruction of the Jewish Quarter in the Old City of Jerusalem mit der Entscheidung, dass auch die Tiferet Yisrael wieder aufgebaut werden würde. Erst dann, gesteht der stellvertretende Direktor der Company eihn, war die offene Wunde wegen dessen, was der Synagoge geschah, offengelegt.

Vom November 2013 bis April 2014 führte die israelische Antikenbehörde (IAA) eine archäologische Grabung am Ort der zerstörten Synagoge durch. Die Grabung wurde von Oren Gottfeld von der Hebräischen Universität Jerusalem mit Hilfe von Hillel Geva von der Israel Exploration Society geleitet. Unter den Ruinen der Tiferet Yisrael entdeckten die Archäologen enie dicke Schicht verbrannten Materials, Zeugnis für Plünderung der Stadt am Ende der Zeit des zweiten Tempels. In der Brandschicht wurden Teile verbrannten Holzes, zerschlagene Tongefäße, Münzen, Glasscherben, Steinwerkzeuge und Fischgräten gefunden.

Eine der Funde aus der Schicht der Zeit des zweiten Tempels war ein rundes Steingewicht, auf dem zwei Zeilen in Aramäisch geschrieben stehen. Die unter Linie beinhalten den Namen der Priesterfamilie – Katros. Das Haus der Familie Katros selbst befand sich etwa 25 Meter nordöstlich des Standorts der Tiferet Yisrael. Es ist der allgemeinen Öffentlichkeit besser als das Verbrannte Haus bekannt.

Die Jewish Quarter Develoment Corporation hat Jahre lang eine audiovisuelle Präsentation über die letzten Tage der Familie laufen lassen, von der man glaubte, dass sie in dem Haus lebte. Die Familie Katros war eine Familie ranghoher Priester. Die Männer der Familie dienten im Tempel, aer sie wurden von späteren Weisen wegen Korruption verachtet.

In der Nordostecke der Ausgrabungen wurde eine verputzt Mikwe (rituelles Bad) entdeckt, das aus den Tagen des zweiten Tempels stammt; der westliche Teil der Ausgrabung brachte eine paar Teile der Mauer zum Vorschein, die bis in die Zeit des ersten Tempels zurückgeht. Doch die Jerusalemer Planungsinstanzen brauchten diese Funde nicht, um zu entscheiden die Tiferet YIsrael wieder aufzubauen, einschlie0lich einer vollen und genauen Rekonstruktion der Originalsynagoge und dem Erhalt von Teilen der Fundamentmauer, die aus dem ursprünglichen Gebäude erhalten ist.

Das neue Gebäude soll sowohl als Synagoge als auch als Touristenort dienen. Um die Wiederholung von Fehlern beim Wiederaufbau der Hurva-Synagoge zu vermeiden, die mehrere Stunden am Tag für die Öffentlichkeit gesperrt ist, weil sie für Gebet und Studien genutzt wird, traf das Distrikt-Planungsbüro im Innenministerium eine Reihe Entscheidungen.

Zum Beispiel wird die antike Mikwe, die vor Ort rekonstruiert werden wird, keine Mikwe in Gebrauch sein und das Gebäude wird für die Nutzung durch bestimmte Institutionen oder Gruppen gesperrt sein. Der Wiederaufbau wird von einem Restaurierungsarchitekten der IAA überwacht und die unteren Ebenen werden für die öffentliche Nutzung für jedermann geöffnet sein; sie wird dazu bereit gemacht in den bestehenden Kontext der Stadt zu passen.

Shukrun sagt, dass die überwältigenden Wandbilder der ursprünglichen Synagoge ebenfalls im größtmöglichen Maße wiederhergestellt werden, indem sie auf Stoff neu gezeichnet und dann an den Wänden des Gebäudes angebracht werden. „Wir werden versuchen eine exakte Wiederherstellung der heiligen Lade, der Bima [ein Podest für die Thora-Lesung und dem Pult des Kantors“, sagt er. Shukrun glaubt, dass der Bau drei oder vier Jahre dauern wird. Die Regierung hat dem Projekt ein Budget von 36 Millionen Schekeln [gut 8,5 Millionen Euro] zugewiesen, aber weiter 12 Millionen Schekel [2,85 Millionen Euro] an Spenden sind nötig, Geld das die Corporation jetzt emsig sammelt, damit der Bau planmäßig vollendet werden kann.

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