Der Dorftrottel

Paula R. Stern, A Soldier’s Mother, 15. Oktober 2016

Der Dorftrottel ist eine sehr beliebte Figur in der Geschichte, die die Menschheit ist. Sehr beliebt… bis zu dem Punkt, wo die Liebe sich in etwas Bitteres verwandelt. Der Dorftrottel ist derjenige, der nicht sehen kann, was ihm vor Augen steht und wenn ihm das Objekt seiner Weigerung gezeigt wird, wird der Dorftrottel die Realität weiter bestreiten.

Der Dorftrottel erstaunt die anderen Dorfbewohner damit, dass er es schafft mit der falschen Schlussfolgerung zu kommen … jedes verdammte Mal. Fakten bedeuten nichts, Beweise sind Verschwendung. Was die Dörfler schnell lernen: Der Idiot ist, was er immer sein wird – blind, stur und nichts wert außer unseres Mitleids.

Während wir durch unser Leben gehen, bereichert mit Liebe zu Land, Familie und unserem Volk, bleibt der Dorftrottel – nun, ein Trottel.

Die UNESCO ist die United Nations Educational Scientific and Cultural Organization, deren Wahlspruch lautet: „In den Gemütern von Männern und Frauen Frieden bauen.“ Vielleicht als fehlgeleiteten Versuch diesen Wahlspruch zu fördern, hat die Organisation mit 58 Mitgliedern einen Resolutionsentwurf zu einem Ort namens Al-Aqsa-Moschee/al-Haram al-Scharif verabschiedet. Sie schafften es eine volle fünf Seiten umfassende Resolution zu schreiben, ohne auch nur einmal die nicht zu bestreitende Tatsache zu erwähnen, dass die Moscheen, auf die diese Resolution verweist, auf dem stehen, was durch die Geschichte als der Tempelberg bekannt und so genannt wurde.

Tempelberg, weil dort einst (in Wirklichkeit zweimal) ein Tempel stand, majestätisch und schön. UNSER Tempel war dort. Zweitausend Jahre lang haben wir uns von überall in der Welt in eine Richtung gewandt – UNSEREN TEMPELBERG.

Das erste Gefühl, das viele Juden zu diesem weiteren Beweis eklatanten Antisemitismus hatten, ist Wut. Ja, wir sind wütend, weil die Erde nicht lügt – grabt und ihr WERDET die Wahrheit finden. Unsere Geschichte und nicht ihre; unsere Knochen und nicht ihre. Unsere Tongefäße, unsere Geschichte. Unseres.

Was kommt als Nächstes? Eine UNESCO-Entscheidung, die die Verbindung von Erdnussbutter und Marmelade bestreitet? Batman und Robin? Rock und Roll?

 

Doch nach einer Weile wendet sich die Wut in zwei weitere Gefühle – und das stehen die meisten Juden jetzt gerade. Das erste ist Ungläubigkeit. Das ließ unseren Premierminister ein paar ausgezeichnete, geistreiche Bemerkungen abgeben, darunter:

„Heute zu sagen, dass Israel keine Verbindung zum Tempelberg hat, ist so, als sagte man, China habe keine Verbindung zur Großen Mauer oder Ägypten keine Verbindung zu den Pyramiden. Mit dieser absurden Entscheidung hat die UNESCO das bisschen Legitimität verloren, die sie noch hatte.“

Anstelle der Wut ist, so glaube ich, unsere beste Reaktion zu lachen. Stimmt. Lachen. Ich würde nichts weiter von der UNO und der UNESCO erwarten, als eine Resolution zu verabschieden, die etwas bestreitet, das so leicht als Tatsache zu beweisen ist. Und während Sie das tun, erinnern Sie sich.

Wir sind hier, auf unserem Land. Das alte Ägypten ist nicht mehr, Babylon und Assyrien liegen in grauer Vorzeit. Die Phönizier, die Römer, die Perser, die Amalekiter – die Liste derer, die wir überlebt haben, ist lang. Eines Tages in der nicht allzu fernen Zukunft, werden viele der Namen, die für diese Resolution stimmten, auch auf diese Liste gesetzt werden.

Die Sonne wird morgen wieder aufgehen; der Tempelberg wird immer noch der Ort sein, wo unsere heiligen Tempel standen. Morgen, nächsten Monat, nächstes Jahr, im nächsten Jahrhundert.

Lacht. Der Dorftrottel wird aus einem guten Grund Trottel genannt. Die UNESCO hat nur bewiesen, dass die Anrede an den richtigen vergeben wurde.

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