Das Ende einer Besatzung

Sar Shalom, Israel Thrives, 31. Oktober 2016

In etwas mehr als einer Woche werden wir den Jahrestag des Endes der sowjetischen Besatzung Westberlins feiern. Wie, Sie erinnern sich nicht daran, dass die Sowjet jemals Westberlin besetzten? Nun, erinnern Sie sich nicht an die Berliner Luftbrücke, während der die Sowjets alle Lieferungen nach Westberlin auf dem Landweg verboten? Wie? Sie betrachten das nicht als Besatzung? Und selbst wenn es eine Besatzung war, endete sie nach weniger als einem Jahr und mehr als 40 Jahre lang war es möglich Westberlin auf dem Landweg zu versorgen. Schön, lässt „Checkpoint Charlie“ etwas läuten? Ab der Zeit, in der die Berliner Mauer gebaut wurde, bis zum Fall Ostdeutschlands musste jeder, der Westberlin betrat oder verließ, eine Phalanx an Zickzack-Barrieren und militärischen Inspektionen auf der Ostseite durchlaufen. Wie? Sie sagen, dass die Sowjets immer noch keine Streitkräfte in Westberlin selbst hatten?

Nun, da haben Sie die wahre Definition von Besatzung. Sie besteht daraus, dass Streitkräfte der Besatzungsmacht in dem besetzten Territorium stationiert sind und die legitime Regierung des Territoriums nicht in der Lage ist zu funktionieren. Doch irgendwie hält diese Voraussetzung kaum jemanden in der Welt davon ab lauthals Israels Besatzung von Ramallah oder Jenin zu verdammen. Genauso, dass Palästinenser Checkpoints passieren müssen, wenn sie aus Area A/B nach Area C wollen, mussten Deutsche Checkpoints passieren, um zwischen Ost- und Westberlin zu wechseln. So wie die westdeutsche Regierung in der Lage war den vollen Rahmen ihrer Tätigkeit in Westberlin ausführen und dort keine sowjetischen Truppen stationiert waren, ist die PA in der Lage ihre Tätigkeiten in Area A auszuüben, wo keine IDF-Truppen stationiert sind.

Das Hauptargument für die Idee, das Israel die „Westbank“ nicht besetzt, besteht darin, dass es keine rechtliche Basis gibt, aufgrund derer man sagt, das das Territorium jedem außer Israel gehört. Es gibt jedoch noch einen weiteren, weshalb das palästinensische Volk nicht besetzt ist. Mehr als 90% der arabischen Bevölkerung der „Westbank“ lebt in Gebieten, die von der PA regiert wird. Außer man ist bereit zu sagen, dass Westberlin vor dem Fall der Berliner Mauer unter sowjetischer Besatzung stand, dann bedeutet das, dass mehr als 90% der Araber der „Westbank“ nicht unter Besatzung leben.

Ein Gedanke zu “Das Ende einer Besatzung

  1. Gute Analogie.
    Die Araber wissen das auch. Nur wer die Wahrheit kennt kann Lügen verbreiten.
    Trotzdem wird es nicht möglich sein diese Propagandalüge der PA aus der Welt zu schaffen, weil sie eine gefestigte Ideologie ist, die rationalen Überlegungen nicht zugänglich ist.

    Auch die Rechtslage nach Völkerrecht, die Besatzung eindeutig definiert wird uminterpretiert.

    Der Unterschied zwischen besetztem Gebiet und umstrittenen Gebiet wird einfach geleugnet.

    Auch Israelis unterstützen das indem sie unbedacht von besetzten Gebieten sprechen, wenn sie die Westbank meinen.
    Genauso hat Plästina im Sprachgebrauch seinen Platz gefunden, obwohl es dieses Palästina nicht gibt. Es gibt nur ein Palästinensisches Autonomiegebiet und Gaza. Aus dem Sprachgebrauch ergibt sich Gewohnheitsrecht, das zum ehernen Recht wird. Israel achtet zu wenig darauf. Die PA-Araber achten da sehr drauf.
    Herzlich, Paul

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