Der Krieg der PA gegen die Balfour-Erklärung

Ruthie Blum, Israel HaYom, 28. Oktober 2016

Ermutigt und ermächtigt von der jüngsten UNESCO-Resolution, die jüdische Verbindungen zum Tempelberg und der Westmauer bestreitet, prahlt die palästinensische Autonomiebehörde mit Plänen während des nächsten Jahres weltweit eine Reihe globaler Veranstaltungen zu betreiben, um die Gründung des Staates Israel anzuprangern.

Der Sinn der von der Nachrichtenagentur Qudsnet als „massiv“ beschrieben Kampagne besteht darin „die internationale Gemeinschaft und besonders Großbritannien mit ihrer historischen Verantwortung zu konfrontieren und sie aufzufordern dieses große Verbrechen zu büßen und das Thema der dem palästinensischen Volk zugefügten historischen Ungerechtigkeit aufzubringen“.

Das fragliche „schwere Verbrechen“ ist die Balfour-Erklärung vom 2. November 1917, die der britische Außenminister Arthur Balfour dem jüdischen Gemeindeleiter Walter Rothschild schickte, geschickt an die Zionist Federation of Great Britain and Ireland. Darin hieß es:

Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.

Obwohl es den Begriff „Palästinenser“ – oder ein Volk, das sich „Palästinenser“ nennt – noch lange nicht gab, ist das Verfälschen von Geschichte fester Bestandteil ihrer Bejühungen Israel auf jede mögliche Weise zu delegitimieren. Die Abstimmung in der UNESCO ist nur ein winziges Beispiel für diese Gepflogenheit, die mit Hilfe westlicher Linker an Boden gewinnt.

Ein weiteres ist die unaufhörliche Kakophonie, die israelischen Siedlungen stellten ein „Hindernis für den Frieden“ dar.

Ironischerweise dient die Tatsache, dass alle Fraktionen der PA keinen Hehl daraus machen, dass sie den jüdischen Staat als Katastrophe betrachten, die eine jährliche Trauer verdient – und ebenso das Abschlachten unschuldiger Juden – nicht dazu Verfechter einer Zweistaatenlösung von ihrer Behauptung abzubringen, dass neue Wohnungen in der Westbank unnötig provozieren.

Im Gegenteil: Obwohl Abbas klar sagte, dass in einen von der PA kontrollierten Gebiet Juden unter keinen Umständen willkommen wären, war es Premierminister Benjamin Netanyahu, der von überall gnadenlos gescholten wurde, als er die Aufmerksamkeit auf diesen eklatanten Antisemitismus lenkte – und besonders vom Weißen Haus und dem US-Außenministerium.

Saeb Erekat, der Chef-„Friedens“-Unterhändler der Palästinenser, nutzte die Gelegenheit, wie er es immer tut und nutzte die US-Kritik an Israel als Beweis dafür, dass der jüdische Staat in Sünde geboren wurde und lebt.

In einem Kommentar in der Washington Post vom Dienstag machte Erekat genau dies im Zusammenhang mit der Balfour-Erklärung, die er den „symbolischen Anfang der Leugnung unserer Rechte“ nannte. Die Geißelung der Welt, weil sie keine signifikanten Schritte zur Beendigung des Zerrbilds der Existenz Israels rotzte er die üblichen Lügen darüber hin, wie der jüdische Staat entstand.

„Das palästinensische Volk wurde 1948 mit Gewalt seiner Häuser enteignet und aus seinem Heimatland vertrieben, erlitt 1967 die Besetzung, nur um in den historischen Kompromiss gezwungen zu werden die Grenzen von 1967 als die Grenzen des Staates Palästina anzuerkennen“, schrieb er, wobei er bequemerweise die wahre Geschichte des Unabhängigkeitskriegs Israels und des Sechstage-Kriegs 19 Jahre später ausließ – den Angriff der umgebenden arabischen Armeen auf ein winziges, junges Land, das einen Großteil seiner Zeit damit verbringt mit denen eine Absprache zu finden, die auf seine Auslöschung erpicht sind.

Erekats Text steht in Übereinstimmung zu Abbas‘ Ankündigung im Juli, dass die PA wegen der Balfour-Erklärung eine Klage gegen Großbritannien einreichen wird. Das wurde vom palästinensischen Außenminister Riyad al-Maliki auf dem Gipfel der Arabischen Liga in Mauretanien übermittelt, an dem Abbas nicht teilnehmen konnte, weil sein Bruder verstorben war.

Ungeachtet der Tatsache, dass Omar Abbas in einem Krankenhaus in Tel Aviv wegen Krebs behandelt worden war – so wie Familienmitglieder anderer Bosse von Fatah und Hamas auch – legte der Palästinenserführe mit seinem Prozess gegen Großbritannien wegen eines 100 Jahre alten Dokuments los, „nachdem hunderttausende Juden aus Europa und anderen Orten in Palästina ankamen, auf Kosten unseres Volkes“.

Mit einem derart krassen Eingeständnis seiner tatsächlichen Haltung zur jüdischen Eigenstaatlichkeit – so weit zu gehen, dass er einen Krieg gegen die Balfour-Erklärung führt – sollte die palästinensische Autonomiebehörde mit der Verachtung und dem Hohn behandelt werden, die sie verdient.

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