Alles wieder „normal“ in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 2. November 2016

Es ist nach dem Chagim,
die Feiertage sind vorüber.

Unserer Gebete um Regen wurden rasch beantwortet.

„Liebst du es nicht durch den Regen zu gehen?“,
fragte eine elegant gekleidete britische Dame,
an der ich Donnerstagabend vorbei ging.

Nein, nicht wirklich, weil mein Schirm Zuhause war.
Aber wir alle wissen, dass der Regen gut und nötig ist.
Nach ein paar Tages dieses nassen Wetters

wird das Tal des Kreuzes einen grün bedeckten Boden haben

und die Oliven an diesen Bäumen werden überreif zum Pflücken sein.

Der Winter kommt und Jerusalem (Israel)
wird farbig, wird zumeist grün.

Auf meinem Weg zur Knesset fand gestern

an einem regelmäßigen Protestort
eine kleine Demonstration statt.

Heute protestierten tausende Busfahrer.

Ich hoffe, sie schaffen vor dem 7. November einen Abschluss,
das ist der Tag, an dem die Busfahrer einen Generalstreik machen wollen.

Da die Feiertage vorbei sind,
finden an den Universitäten mit Ausnahme der
Hebräischen Universität wieder Vorlesungen statt.

Jugendorganisationen sind wieder im „Normalbetrieb“
und wie immer liebe ich e

mir anzusehen, was die israelischen Pfadfinder bauen.

Die Wintersitzungsperiode der Knesset begann
und am zweiten Tag

konnten Sie selbst sehen, wie viele Abgeordnete im Gebäude waren.

Premier Benjamin Netanyahu sprach vor dem Direktorium
der Jewish Agency zu seinen üblichen Themen wie BDS.
„Israel ist die Heimat aller Juden.“
„Juden streiten sich nicht untereinander, frage Moses“,
witzelte der Premierminister, der Geduld und Toleranz betonte
und heute Morgen aufwachte, als einig derselben Delegierten
an der Kotel, der Westmauer, mit einer Torahrolle in der Hand protestierten.

Als ich zur Knesset gig,
war es heißt,
aber als ich kurz darauf wieder ging,

hatte es gegossen und regnete immer noch.

Gute für das Gras am Gan Sacher, dem Sacher-Park,
aber nicht so toll für Leute, die spielen wollen ein Picknick machen wollen.

Dieses neue, wie ein Schmetterling geformte Blumengesteck
schätzte den plötzlichen Platzregen
weit mehr als ich.

Diesmal hatte ich allerdings meinen Schirm dabei,
jetzt werde ich noch nach meinen Stiefeln suchen.

Nach perfekten Wetter für Feiertagstouristen
fühlt es sich so an, als sei der Winter in Jerusalem angekommen.

Mit umgestellten Uhren und Wolken

waren die Straßenlaternen um 15 Uhr eingeschaltet.

Bis Ende Februar müssen auch tagsüber
müssen mit eingeschaltetem Licht fahren,
weil es früh dunkel wird,
die neue „Normalität“.

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