Bestätigt: Der Islam, nicht „Kränkungen“ schürt muslimischen Hass gegen den Westen

Raymond Ibrahim, 18. August 2016 (FrontPage Magazine)

Eine alte (und ermüdende) Debatte scheint von denen entschieden worden zu sein, die sich in der besten Position befinden, um sie zu regeln. Andrew Gripp, ein ehemaliger Professor für Politikwissenschaften, gibt an:

Seit dem 9/11, einer der entscheidenden Verwerfungslinie in der amerikanischen und westlichen Politik, hat damit zu tun, ob Jihadistengruppen wie Al-Qaida und ISIS von ihrer Religion oder von Politik motiviert sind  oder genauer gesagt, von Groll gegen die westliche Außenpolitik. Manche bestehen darauf, dass islamische Doktrin die Grundlage für ihre Gewalt ist, während andere darauf bestehen, dass solche Gruppen nicht wirklich islamisch sind, sondern stattdessen die Verkleidung der Religion benutzen, um gegen westlichen Einfluss und Intervention loszulegen.

Nach der Andeutung, dass „das politische Verhalten von Jihadistengruppen durchweg zu ihren Überzeugungen zurückzuverfolgen ist, was im Koran, den Hadithen und die respektierten Kommentare sagen, dann haben sie eine göttliche Verfügung zu befolgen“, schreibt Gripp.

Seit Jahren ist allerdings diese Meinung zu vertreten, eine Herausforderung. Wie der Forscher Raymond Ibrahim in The Al-Qaeda Reader demonstriert, wird die Terrorgruppe regelmäßig ihre Groll in politischen Begriffen formulieren, wenn sie ihre Botschaft an den Westen senden (so die Unterstellung, dass Frieden kommen würde, wenn sich der Westen nur zurückziehen würde). Doch wenn sie zur muslimischen Welt sprechen, wird die Gruppe höchst durchdachte religiöse Ankündigungen machen, erklären, dass ihr Tun, so verwerflich es oberflächlich ist, in Wirklichkeit durch genauen Lesen der heiligen Texte gerechtfertigt ist.

Das war in der Tat der Hauptgrund dafür, dass ich al-Qaidas internes Kommuniqué an die Mitmuslime übersetzte und veröffentlichte, zusammen mit Al-Qaidas Kommuniqués an den Westen: um die klaren Unterschiede in Ton und Zweck zu zeigen. So schrieb ich im Vorwort des Buchs vor zehn Jahren:

Diese Menge an Übersetzungen [The Al-Qaeda Reader] beweist, als Ganzes genommen, ein für alle Mal, dass der Krieg des radikalen Islam gegen den Westen trotz der Propaganda von Al-Qaida und ihren Sympathisanten nicht endlich und auf – echte oder eingebildete – politische Beschwerden begrenzt, sondern ein existenzieller ist, der Zeit und Raum überschreitet und tief im glauben wurzelt.

Nun muss sich die Welt aber nicht auf meine Übersetzungen verlassen und kann es direkt aus der Quelle bekommen. In einem aktuellen Artikel mit dem Titel „Why We Hate You & Why We Fight You“ [Warum wir euch hassen und warum wir euch bekämpfen] führt der Islamische Staat sechs Gründe an. Grund Nummer eins sagte alles:

Wir hassen euch vor allem, weil ihr Ungläubige seid; ihr lehnt die Einzigkeit Allahs ab – ob ihr das erkennt oder nicht – indem ihr ihm für das Gebet Partner an die Seite stellt, lästert ihr Ihn, indem ihr behauptet er haben einen Sohn [Christus] erfindet ihr Lügen gegen Seine Propheten und Boten und ihr sündigt auf alle Weisen mit teuflischen Bräuchen. Aus diesem Grund ist uns befohlen offen unseren Hass auf euch und Feindschaft gegen euch zu erklären. Ihr habt bereits ein vortreffliches Beispiel an Abraham und denen mit ihm, da sie zu ihrem Volke sprachen: «Wir haben nichts mit euch zu schaffen noch mit dem, was ihr statt Allah anbetet. Wir verwerfen euch. Und zwischen uns und euch ist offenbar für immer Feindschaft und Haß entstanden, bis ihr an Allah glaubt und an Ihn allein» (Al_Mumtahanah 4 [d.h. Koran, Sure 60,4]). Darüber hinaus ist, genauso wie euer Unglaube der Hauptgrund für unseren Hass auf euch ist, euer Unglaube der Hauptgrund, das wir euch bekämpfen, da es uns befohlen ist die Ungläubigen zu bekämpfen, bis sie sich der Autorität des Islam unterwerfen, entweder indem sie Muslime werden oder indem sie die Jizyah bezahlen – für die, denen diese Möglichkeit gegeben ist [„Die Völker des Buchs“] – und in Erniedrigung unter der Herrschaft der Muslime leben. [nach dem Koran, Sure 9,29]

Klarer geht es nicht, ganz zu schweigen davon, dass dies völlig in der traditionellen Weltsicht des Islam wurzelt. Wie bereits wiederholt herausgestellt wurde: Wenn Muslime Menschen verfolgten, die die gleiche Nationalität, Ethnie, Kultur und Sprache haben – aus dem schlichten Grund, dass sie Christen sind – warum sollte es irgendwie überraschen oder „Beschwerden“ geben, wenn Muslime „Ungläubige“ des Westens terrorisieren?

Die Gründe zwei und drei, warum ISIS hasst den Westen hasst und bekämpft sind praktisch dieselben wie Grund eins: Westliche Säkularisten und Atheisten werden gehasst und angegriffen, weil sie nicht an Allah glauben und gegen ihn leben. Obwohl Grund vier „Verbrechen gegen den Islam“ anführt, ist dies eine Bezugnahme auf das „Verbrechen“ die Unterwerfung unter die Autorität des Islam und seiner Sensibilitäten zu verweigern, was auch als „Das ‚Wie kannst du es wagen‘ des Islam“-Phänomen bekannt ist.

Erst mit Gründen Nummer 5 und 6 erwähnt ISIS schließlich „Kränkungen“ von westlicher Außenpolitik – nur um schnell klarzustellen:

Was hier verstanden werden muss, ist, dass zwar mancher argumentieren könnte, dass eure Außenpolitik das Maß ist, das unseren Hass treibt, dieser besondere Grund euch zu hassen aber zweitrangig ist, daher ist der Grund, dass wir ihn ansprachen, am Ende der oben angeführten Liste. … Fakt ist, selbst wenn ihr aufhören würdet uns zu bombardieren, uns einzukerkern, uns zu foltern, uns zu verunglimpfen und unser Land zu usurpieren, wir euch weiterhin hassen würden, weil unser grundlegender Grund für den Hass auf auch nicht zu bestehen aufhören wird, bis ihr den Islam annehmt. Selbst wenn ihr die Jizyah zahlen und in Erniedrigung unter der Befehlsgewalt des Islam leben würdet, würden wir euch weiter hassen.“ [Hervorhebung hinzugefügt]

Es ist dieser erbarmungslose Hass, den Westler nicht verstehen; ein Hass, der muslimische Ehemänner dazu treibt ihre nichtmuslimischen Ehefrauen zu hassen, der Amerikas große „Freunde und Verbündete“ wie Saudi-Arabien und Qatar dazu treibt von der Regierung gebilligte Erlasse zu veröffentlichen, die ihren Hass auf Amerika proklamieren.

Und es war immer dieser Hass, der Al-Qaidas Jihad antrieb – nicht Kränkungen. Alle Koran-Verse, dies zu Feindschaft gegen Nichtmuslime aufrufen, sind wiederholt von Al-Qaida in ihren arabischen Schriften an Muslime angeführt werden. Ayman Zawahiri, der derzeitige Führer der Al-Qaida, schrieb ein 60 Seiten lange Abhandlung schrieb, die sich der Darstellung dessen widmete, dass der Islam Muslimen befiehlt Nichtmuslime zu hassen (s. „Loyalty and Enmity“ [Loyalität und Feindschaft], The Al-Qaeda Reader, S. 63 – 115).

Osama bin Laden schrieb einmal:

Was die Beziehung zwischen Muslimen und Ungläubigen angeht, wird dies von den Worten des Allerhöchsten zusammengefasst: „Wir verwerfen euch. Und zwischen uns und euch ist offenbar für immer Feindschaft und Hass entstanden, (solange,) bis ihr an Allah glaubt und an Ihn allein!“ [Sure 60:4, auf die oben in der aktuellen Publikation von ISIS verwiesen wird]. Hier findet sich also eine Feindschaft, dokumentiert durch erbitterte aus dem Herzen. Und diese erbitterte Feindschaft – also Kampf – hört nur auf, wenn der Ungläubige sich der Autorität des Islam unterwirft oder wenn sein Blut nicht vergossen werden darf [d.h. er ist ein Dhimmi] oder wenn Muslime zu diesem Zeitpunkt schwach und nicht fähig ist [in welchem Fall, klärt bin Laden später, sie den Ungläubigen z.B. vortäuschen sollen (taqiyya) dass sie darauf bestehen, der Konflikt drehe sich um „Außenpolitik“, sonst nichts]. Aber wenn der Hass das Herz erlöschen lässt, dann ist das großer Abfall! … Dies ist daher die Basis und Grundlage der Beziehung zwischen dem Ungläubigen und dem Muslim. Kampf, Feindseligkeit und Hass – vom Muslim gegen den Ungläubigen gerichtet – ist die Grundlage unserer Religion. (The Al-Qaeda Reader, s. 43)

Doch in jedem an den Westen gerichteten Kommuniqué betonte bin Laden, dass Al-Qaidas Krieg komplett auf westlicher, für den Islam nachteiliger Außenpolitik gegründet gewesen sei: Wenn der Westen diese abschaffe, würde der Terror aufhören. Diese Rhetorik wurde von vielen sogenannten „Experten“ (wie dem ehemaligen CIA-Agenten Michael Scheuer, Autor von Imperial Hubris) für bare Münze genommen und wurde zur Standardantwort auf die erschöpfte Frage „Warum hassen sie uns?“ Noch 2014 beschwor Präsident Obama den Denkweise der „Kränkung“ in Bezug auf ISIS.

Natürlich ist es eines, wenn Führungskräfte des Westens die Lügen Al-Qaidas in Sachen „Kränkungen“ akzeptieren und verbreiten, aber etwas ganz anderes, wenn sie das angesichts der offenen Eingeständnisse von ISIS bezüglich der wahren Natur des Jihad weiter tun. Jeder westliche Führungspolitiker, Analyst oder „Experte“, der zu dieser späten Stunde weiterhin mit dem Narrativ der „Kränkungen“ hausieren geht, gehört in die immer weiter zunehmenden Reihen der Lügner oder Idioten.

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