Wenn die Medien zuschlagen… (2)

Januar bis Juni 2005

10kg Sprengstoff in der Unterwäsche nicht bemerkt?

Am 20. Juni verhaftete die IDF am Erez-Übergang vom Gazastreifen nach Israel eine 21-jährige Frau; diese hatte eine Einreiseerlaubnis, um sich im Soroka-Krankenhaus in Beer Sheva behandeln zu lassen, das ihre bei einem Haushalts-Unfall entstandenen Brandwunden versorgte. Die Frau trug in ihre (Unter-)Wäsche eingenäht ca. 10kg Sprengstoff mit sich. Bei der Festnahme versuchte sie den Sprengsatz auszulösen.

Es ist Atem beraubend, wie das britische Medien-Aushängeschild – die BBC – das so hindreht, dass hier Israel im Unrecht steht: „Frau Bis sagte im israelischen Fernsehen, dass sie eine Selbstmord-Bomberin sein wollte, erzählte später aber Auslands-Journalisten, dass der Sprengstoff ohne ihr Wissen an ihr angebracht wurde… Die Armee sagte, sie habe versucht sich selbst zu sprengen, aber die Sprengsätze explodierten nicht.“ Die Zweifel auslösende Einfügung „die Armee sagte“ könnte den Leser dazu bringen zu denken, dass die Dame nur eine unschuldige Leichtgläubige ist – außer natürlich, man sah zufällig den ganzen Ablauf des Ereignisses im israelischen Fernsehen: wie sie am Detonator zog, als sie entdeckt wurde und dann hörbar einen arabischen Fluch ausstieß, als sie sich nicht selbst auflöste.

Die BBC zitiert sogar lakonisch ihre Behauptung, dass ihr jemand bei einer medizinischen Behandlung in einem Krankenhaus in Gaza eine 5kg-Bombe in ihre Unterhosen schob, ohne dass sie misstrauisch wurde.

Man fragt sich, was die BBC glaubt, was der Auslöser ist, den sie zog.
(Info von David Frankfurter)

Das ist nicht mehr ein „daneben liegen“ einer Medienanstalt, das ist grobe, bösartige und verächtliche Propaganda gegen die Opfer des Terrors – und damit die volle Unterstützung eines brutalen Terrorkriegs, der mit Völkermord-Absicht von palästinensischer Seite gegen Israel geführt wird. Die BBC macht sich so zum aktiven Komplizen an Verbrechen gegen die Menschlichkeit.


4. Januar 2005: Der WDR 2 schafft es in seinem „Mittagsmagazin“, glatte Unrichtigkeiten mit völlig unrechtmäßiger Kritik zu kombinieren. Der befragte Korrespondent „berichtete“, dass der Besuch von Bundespräsident Köhler, insbesondere seine Rede vor der Knesset, kaum Resonanz in den Medien gefunden hätten, er sei geradezu ignoriert worden. Die zweitgrößte Tageszeitung (nicht namentlich genannt) habe eine Meldung; aber es gab keine Artikel, Kommentare etc. Außerdem musste der Korrespondent monieren, dass der Bundespräsident nicht nach Ramallah fuhr und stattdessen nur Sderot besuchte (die Stadt, die unter Dauerbeschuss durch Qassam-Raketen aus dem Gazastreifen leidet), nicht auch die Leiden der palästinensischen Mütter zum Gesprächsthema gemacht hatte und keine Gelegenheit nutzte den Israelis zu sagen, was sie alles falsch machten. Die Krone setzte dann der Moderator dem Ganzen auf, indem er doch glatt fragte, ob das „vorauseilender Gehorsam gegenüber israelischen Politikern sei, die ja durchaus Klartext reden“.
Meine Freunde in Israel strafen den WDR Lügen: Die Berichterstattung zum Köhler-Besuch war durchaus umfangreich. Außerdem war das ein Besuch in Israel, nicht bei den Palästinensern – unmittelbar nach dem Holocaust-Gedenktag war es unangebracht, ungezogene und vor allem unberechtigte Vorwürfe („Klartext“) anzubringen, vor allem angesichts des Erstarkens der NPD in Deutschland. Was diese Typen sich in den letzten Wochen geleistet haben, ist Auslöser des „Klartexts“ der Israelis – aber da gab es keine Vorwürfe oder Anschuldigungen, sondern Sorgen und die Aufforderung, dem Rechtsextremismus wirkungsvoll entgegenzutreten.
Die Bemerkung des Moderators vom „voraus eilenden Gehorsam“ des Bundespräsidenten ist aber wirklich das, was das Fass zum Überlaufen bringt. Mit anderen Worten: Die Israelis pfeifen und der Präsident kuscht – viel besser kann man die antisemitischen Klischees von der jüdischen Weltherrschaft bzw. dem Streben danach kaum noch bedienen!


Reuters schafft es in seiner Meldung vom 31. Januar Widersprüchliches von sich zu geben: Einerseits wird zu einem Foto definitiv festgestellt, dass israelische Soldaten ein palästinensisches Mädchen in einer Schule erschossen haben. Ein paar Absätze später heißt es aber dann: „Ein Reuters-Korrespondent, der die mit Blut befleckte Schule besuchte, sagte, es erschien nicht so, dass israelische Soldaten rund 600m entfernt hinter ihren hohen Mauern in das Gelände hinein sehen konnten.“
Ja, was denn nun? Wenn sie gar nicht hinein sehen konnten, dann konnten sich auch mit ihren Gewehren nicht hinein schießen. Dann haben sie das Kind auch nicht erschossen.

Aber wenigstens erfährt man dieses Detail bei Reuters noch – in anderen Agenturen ist das nicht zu finden.
Hinzu kommt noch eine wenig verbreitete Meldung der Jerusalem Post, dass die PA-Polizei einen palästinensischen Mann verhaftet hat, der für die Schüsse verantwortlich gemacht wird. Er soll bei den Feierlichkeiten zur Rückkehr von der Haddsch einer derjenigen gewesen sein, die Freudenschüsse abgegeben haben. Aber warum soll das auch berichtet werden, so lange die PA auf ihren Internetseiten weiter behauptet, die Israelis hätten einen kaltblütigen Mord begangen?


ULRICH W. SAHM – Verschwiegene Hilfsleistung – 08.01.2005
Jerusalem, 8. Januar 2005 – Die Spendenbereitschaft der Länder der Welt hat schon zu politischen Kontroversen geführt. Den Amerikanern wird vorgeworfen, viel zu spät aufgewacht zu sein. Der deutsche Kanzler wurde kritisiert, nicht vorhandene Gelder versprochen zu haben. Den reichen Ölstaaten wurde Geiz nachgesagt. Die UNO gab Listen der Geberländer aus und die Nachrichtenagentur ap verbreitete diese Angaben. Die Tagesschau der ARD berichtete fleißig aus den Katastrophengebieten. Zu sehen waren Männer mit Atemschutzmasken in gelben Kitteln mit hebräischer Aufschrift. Jene ausländischen Helfer helfen als Experten, die Leichen zu identifizieren. Das dürfte einer der schwierigsten Jobs nach dem Tzunami sein. Woher diese Männer mit den exotischen Zöpfen an ihren Schläfen kamen, verschwieg die Tagesschau. Sie kamen aus dem einzigen Land, das auf der Landkarte der Geberländer genauso spurlos verschwunden bleibt auf arabischen Landkarten oder wie einst in den „Flugbegleitern“, die Lufthansa auf Flügen in arabische Ländern austeilte.
Jenes nicht existente Land habe nach Angaben eines Sprechers des Außenministeriums neben privaten Spenden Hilfe im Wert von etwa 600.000 US Dollar geleistet. Nicht mitgerechnet sind die laufenden Kosten für medizinische Teams und technisches Personal.
Mit dieser Summe, die in Wirklichkeit höher liegt als angegeben, müsste dieses nicht-existente Land in der Liste der Geberländer zwischen Tschechien, Iran und Ungarn vorkommen. Obgleich es nicht angeführt wird, spendet es mehr als europäische Länder wie Griechenland, Luxemburg oder Monaco. Dieses Land mit Sitz in der UNO und einer großen Botschaft in Berliner Grunewald, Auguste-Viktoria-Straße 74 – 76, ist normalerweise einer der größten Lieferanten „schlechter Nachrichten“ in den Medien, wird aber ausgespart, wenn es „positive“ Schlagzeilen liefern könnte. Es war eines der ersten Länder überhaupt, das schon am 28.12.04 ein Frachtflugzeug mit 82 Tonnen medizinischer Ausrüstung sowie ein neunköpfiges medizinisches Team und Medikamente im Wert von 20.000 US-Dollar nach Sri Lanka entsandte. Dazu stellt die Kibbuzbewegung jenes Landes eine Feldküche zur Verfügung, die 1.000 warme Mahlzeiten pro Tag ausgeben wird. Für das Personal und das Essen sorgt die Kibbuzbewegung.
Dieses Hilfsangebot machte eine böswillige Schlagzeile. Ausgerechnet der Vatikan meldete, dass Sri Lanka diese Hilfe entrüstet zurückgewiesen habe. Der Heilige Stuhl musste sich entschuldigen und gab einen „Übersetzungsfehler“ als Ursache für die Falschmeldung an. Gespendet wurden Wasser, Zelte, Decken und medizinische Ausrüstung. Die Pharmafirma „Teva“ lieferte Medikamente und der Staat stiftete weitere Medikamente im Wert von 300.000 US-Dollar. Nach Thailand wurden 13 Ärzte, Krankenschwestern, 19 Pathologen und „Zaka“-Mitarbeiter entsandt. Diese ultraorthodoxen Männer, die sich in Thailand wegen ihrer Religionsgesetze nur vom Saft von Kokusnüssen und Lychees ernähren können und vor Ort einen Leichensack als Tischdecke bei ihrem Feiertagsmahl am Freitag Abend verwenden müssen, helfen bei der Identifizierung der Leichen. 3.300 Leichensäcke, 500 Gasmasken und Medikamente im Wert von 40.000 US-Dollar wurden nach Thailand geflogen. Eine weitere Medikamentenlieferung im Wert von 300.000 US-Dollar wird vorbereitet. Ein Psychologenteam wird einheimische Psychologen schulen, traumatisierte Opfer zu behandeln.
Inzwischen haben Bürger dieses Landes hunderte Tonnen Lebensmittel, Kleidung und Decken gesammelt. DNS-Experten helfen federführend bei der Zusammenstellung einer gemeinsamen Datenbank über die Opfer, um die noch vermissten Thais und Touristen aus aller Welt zu identifizieren. Die Hilfsbereitschaft kam spontan und hat schon eine lange Tradition. Expertenteams sind vor Jahren schon in Erdbebengebiete in Guatemala, Mexiko, Armenien und in die Türkei geschickt worden und halfen in Kenia, die Verschütteten nach einem El Qaeda Anschlag auf die amerikanische Botschaft auszugraben. Dank ihrer großen Erfahrung mit Terror haben sie ganz spezielle Techniken etwa bei der Identifizierung von Leichen entwickelt, die jetzt den Opfern in Thailand zugute kommen. Dabei sind die Bürger dieses Landes relativ glimpflich davongekommen. Zunächst galten 800 seiner Bürger als vermisst. Die Zahl sank inzwischen auf etwa 30. Nur vier seiner Bürger wurden als Tote identifiziert und zum Begräbnis in ihre Heimat geflogen.

Genau so ein Artikel, wo mindestens ein Land vergessen wird…: NETZEITUNG – Liste der Geberländer für Flutopfer in Südasien

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