Israel handelt, um die Umwelt zu retten – aber „grüne“ Aktivisten schweigen

Stephen M. Flatow, JNS.org, 18. Nov. 2016

Eine Ansicht der von der PA regierten Stadt Ya’bad, die im Zentrum eines israelisch-palästinensischen Streits um Luftverschmutzung steht. (Foto: Wikimedia Commons)

Letzte Woche wurde von einer Regierung etwas Wichtiges zum Schutz der Umwelt unternommen. Aber erwarten Sie nicht, dass die fragliche Regierung dafür irgendeine Anerkennung bekommt – denn es war die israelische Regierung, die handelte und die palästinensischen Araber waren die Verschmutzer. Und die Palästinenser sind, wie wir alle wissen, für internationale Kritik immun.

Die israelischen Behörden alarmierten im Verlauf mehrerer Jahre wiederholt die palästinensische Autonomiebehörde (PA) wegen einer Holzkohle-Fabrik in der von der PA regierten Stadt Ya’bad, die schwere Luftverschmutzung in der Gegend verursacht. Die Israelis machten klar, dass Israel, sollte die PA nicht handeln, selbst intervenieren müsste.

Die Hauptopfer der Verschmutzung von Ya’bad waren natürlich die palästinensischen Einwohner der Stadt und der nahe gelegenen Dörfer. Israelische Beamte betonten der PA gegenüber, dass die Einwohner der Gegend unter einer unverhältnismäßig hohen Rate an vom Rauch verursachten Atemwegsproblemen leiden. Man sollte also denken, dass die PA allein schon aus diesem Grund handeln würde. Doch die PA hat kein Interesse daran die Umwelt zu schützen. Also ignorierte sie die israelischen Warnungen.

PA-Offizielle nahmen zweifellos – auf Grundlage jeder Menge früherer Erfahrungen – an, wenn Israel handelt, dann würden das US-Außenministerium und JStreet sowie die New York Times Israel der „Einmischung auf palästinensischem Territorium“ und „einen palästinensischen Industriellen aus dem Geschäfts zu drängen“ beschuldigen. Die PA kalkulierte vermutlich auch damit, das verschiedene Arme der Grünen Partei rund um die Welt derart in einer radikal linken, pro-palästinensischen Weltsicht gefangen sind, dass sie sich nie gegen palästinensische Umweltverschmutzung äußern werden. Und bisher scheint das auch der Fall zu sein.

Israels Geduld mit den Luftverschmutzern von Ya’bad war Mittwoch schließlich erschöpft. Israelische Polizei schloss die Fabrik und konfiszierte ihre Produktionsausrüstung. Statt den Israelis für den Schutz der Umwelt und der Rettung von Palästinenser vor Lungenkrebs zu danken verurteilten PA-Offizielle das israelische Handeln sofort. Der Gouverneur der PA für den Distrikt Jenin sagte, das israelische Handeln sei das jüngste Beispiel von „israelischer Politik der Beschlagnahme von Land und dem Verhängen von verschärften Maßnahmen gegen das palästinensische Volk“. Er drohte, Israels Rettung von Palästinensern vor giftiger Luftverschmutzung werden „unsere Entschlossenheit unser Land zu behalten und unsere nationalen Ziele zu erreichen stärken“.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Ma’an berichtete, dass „Palästinenser, deren Lebensunterhalt von der Holzkohlefabrik abhängen, Menschenrechtsorganisationen aufriefen zu intervenieren und Israels Behinderung ihrer Geschäfte zu stoppen“. Ich bin überrascht, dass palästinensische Ärzte und Krankenhausverwaltungen sich den Protesten nicht angeschlossen haben; immerhin gab der Rauch aus der Fabrik ihnen einen steten Fluss an Patienten.

Damit niemand auf die Idee kommt, die Episode von Ya‘bad sei ein vereinzeltes Ereignis, beachten Sie bitte, dass erst vor zwei Wochen Ynet (die Nachrichten-Internetseite der israelischen Zeitung Yedioth Ahronoth) berichtete, dass es „im Verlauf der vergangenen Woche beträchtliche Menge an Verschmutzung des Flusses Alexander gegeben hat, deren Quelle Müll von der palästinensischen Olivenernte in der Westbank zu sein scheint. Ähnliche Zeichen an Verschmutzung wurden letztes Jahr im Fluss entdeckt.“

Ein Augenzeuge sagte, Menschen, die den Weg entlang des Flusses abliefen, bemerkten „einen Gestank entlang des Weges, dessen Herkunft nicht erklärt werden konnte. Wir dachten zuerst, dass die Quelle des Geruchs von stehendem Wasser und den umgebenden Obstplantagen kommt. Aber alles änderte sich, als wir die Schildkrötenbrücke erreichten. Es gab keine Schildkröten. Und zu unserem Schrecken sahen wir dutzende tote Fische und schwarzes Wasser; ein wahrer Schrecken … Es sah aus, als hätten sie Öl in den Fluss gekippt und alle Fische verendeten. Es ist traurig zu sehen, wie die Natur vor unseren Augen auf diese Weise stirbt.“

Ynet stellte fest, dass die israelische Regierung „erhebliche Ressourcen in die Wiederherstellung des Zustands des Alexander investierte, einem Fluss mit großem Bestand an Fisch, Schildkröten und anderen Wassertieren, aber jedes Jahr fließt Müll von der jahreszeitlichen Olivenernte in der Westbank in den Fluss, was zum Tod von Fischen und anderen Tieren führt, was auch zu fauligem Geruch führt. Zudem könnte die Verschmutzung das Pflanzenleben entlang des Flussufers gefährden.“

Stephen M. Flatow

Die israelische Regeirung wird zweifellos gezwungen sein gegen die palästinensischen Flussverschmutzer vorzurgehen, so wie es in Ya’bad handelte. Und die Palästinenser warden zweiffellos behauptetn sie würden „verfolgt“. Hoffentlich werden die Israelis diese Kritik ignorieren und das Richtige für die Umwelt tun.

Aber stellen Sie sich nur einen Moment vor, die PA ware ein souveränder Staat „Palästina“, wie Unterstützer der palästinensischen Sache es fordern. Jeder Versuch Israels gegen die von der palästinensischen Seite der Grenze ausgehenden Verschmutzung würde eine Verletzung der nationalen Souveränität des anderen Landes darstellen. Die Israelis würden nicht nur verurteilt werden, sondern sähen sich auch internationalen Sanktionen gegenüber. Israels Luft wäre voller giftigen Rauchs aus palästinensischen Holzkohle-Fabriken, Israels Flüsse würde ein Abladeplatz für den Müll der Olivenpflücker und Israel könnte das nicht stoppen. Ist das wirklich die Art von Zukunft, die wir uns für den jüdischen Staat wünschen?

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