Wen Interessiert’s?

Es gibt immer wieder wichtige Dinge, die von unseren Medien einfach ignoriert werden. Dazu gehört auch diese von David Frankfurter beschriebene Feststellung der Weltbank. Sie stellt offenbar eine weitere unangenehme Wahrheit dar – es kann nicht sein, was nicht sein darf!

Geld kann die Probleme der Palästinenser nicht lösen

David Frankfurter, 3. März 2005

Letzten Mittwoch hielt Nigel Roberts, Länderdirektor der Weltbank für die Westbank und den Gazastreifen eine Pressekonferenz. Seine Anmerkungen folgten der Londoner Konferenz der palästinensisch „Wahrer der Wetteinsätze“ – oder Spender. Auf der Konferenz diskutierte man über die Verpflichtung der Palästinensischen Autonomie weit gehende Reformen einzuführen und die Unterstützung, die sie von ihren Spendengebern erhalten könnten.

Jeder verkündete den eigenen Sieg. Die europäischen Sponsoren zeigten, wie sie mit dem Milliarden ihrer Steuerzahler jonglieren, die in die palästinensische Korruption und Gewalt verschwanden, „Einfluss“ schufen. Die Amerikaner konnten erklären, dass ihr Krieg gegen den Terror Früchte erntet. Die Palästinenser erklärten Erfolg – in Form von finanziellen Zusagen, die einen Großteil des jährlichen Haushaltsdefizits abdecken, von dem sie behaupten sie könnten es nicht abdecken – ohne die PLO-Verfassung zu ändern, die fordert, dass Israel von der Landkarte gewischt wird und ohne einen Finger zu rühren um die vermissten Millionen zu finden. Mit diesem Versprechen könnten sich die Palästinenser weniger Sorgen um US-Forderungen machen, dass sie die mehr als 500 Millionen Dollar einfahren, die ihnen von arabischen Staaten zugesagt wurden, die bisher so zögerlich darin sind ihren palästinensischen Brüdern zu helfen.

Nigel Robers, der Mann, der die Hunderte Millionen verteilt, die vom Westen in direkter Hilfe an die Palästinensische Autonomie zuweisen, hatte einige kontroverse Dinge zu sagen. Im Grunde sagte er, dass jegliches Geld, das den Palästinensern vor der Umsetzung großer Veränderungen gegeben würden, in derselben Jauchgrube versinken würden wie die Milliarden der Vergangenheit. Unter der Überschrift „Geld kann die palästinensische Not nicht lindern, bevor echte Reformen da sind“ sagte die Weltbank insbesondere, dass internationale Hilfe wenig oder keinen Einfluss auf palästinensische Armut hat. In der Vergangenheit war Auslands-Hilfe von einem Niedergang der palästinensischen Lebensbedingungen begleitet, der durch die palästinensische Politik, Gewalt und Korruption herbei geführt wurde.

Das ist etwas, das die Funding for Peace Coaltion seit langem zwischen den Zeilen der Weltbank-Berichte gelesen hat. Aber es ist das erste Mal, dass ein offizieller Vertreter populäre Ansichten so deutlich und so öffentlich widerlegt hat.

Man sollte denken, dass dies Schlagzeilen gemacht hätte. Die Weltbank sagt, dass Europa die Gelder seiner Steuerzahler in den palästinensischen Abfluss geworfen hat. Trotz dieses klaren, professionellen Rats fließen die Gelder weiter.

Wen interessiert das schon? Die einzigen beiden Zeitungen, die den Bericht aufgenommen haben, scheinen die Gulf Daily News aus Bahrain und 7days in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu sein. Zwei Staaten mit „Rückstand“ in ihren Zahlungen an die palästinensischen Araber. Die Tatsache, dass die westliche Mainstream-Presse nicht daran interessiert ist, die väterliche Fürsorge ihrer Politiker für die palästinensischen Araber negativ darzustellen, spricht Bände über ihre Sympathien und ihre Sorgen um ihre Steuern zahlende Leserschaft.

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