Pro-Palästinenser versus Keine-Palästinenser: Es gibt eine andere Möglichkeit

Sheri Oz, Israel Diaries, 2. November 2016 (mit Update vom 17.11.2016)

Ein einzigartiger Vorschlag – werdet das neueste indigene Volk der Welt. Mit anderen Worten: Palästinensische Araber, ihr könnte eure eigene Zukunft schreiben. Ich glaube nicht, dass ihr euch das traut. Oder ihr könnt euch weiter in der Aufmerksamkeit sonnen, die euch gewährt wird, wenn ihr auf der euch vor Jahren von euren arabischen Brüdern aufgezwungenen Opferrolle besteht, die auf eurer eingebildeten Vergangenheit beruht.

* * * * * * *

Die Pro-Palästinenser wollen einen einzigen Staat „zwischen Fluss und Meer“ sehen; mit anderen Worten: Sie wollen, dass Israel aufhört zu existieren. Die Keine-Palästinenser bestreiten den palästinensischen Arabern das Recht ihre eigene Identität zu definieren. Ich bin ein „Okay, ihr wollt Palästinenser sein aber mögt das nicht“-Mensch. Wenn ihr wirklich einen Namen haben wollt, der Unterwerfung und Versagen symbolisiert, dann ist das euer Vorrecht; aber bedeutet das, dass ihr wirklich ein Versagervolk sein müsst?

Das Pro-Palästinenser-Argument

Pro-Palästinenser haben versucht die Welt zu überzeugen, dass die palästinensischen Araber im Land Israel indigen sind – sie sagen, dass sie die Nachkommen der ursprünglichen Kanaaniter sind, die Original-Philister oder sogar der ursprüngliche Homo sapiens, der schon Äonen im Land siedelte, bevor Abraham seinen ersten Atemzug auf der Erde tat. Das sind alles lächerliche Behauptungen, die nicht stichhaltig sind.

Dass die palästinensischen Araber solche Möglichkeiten überhaupt nahelegen ist so, als würden sie sich selbst ins Knie schießen. Denn wäre das wahr, dann würde es bedeuten, dass die Araber in der von der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) regierten Gegend leben überhaupt keine Araber wären und daher jeden Anspruch darauf, Teil der arabischen Welt (oder „Uma“) zu sein zunichte gemacht wäre. Und ich glaube nicht, dass sie sich wirklich von ihren ruhmreichen arabischen Wurzeln lösen wollen, auch nicht ihre Mitgliedschaft in einer der derzeit einflussreichsten ethnischen Gruppen der Welt aufgeben, selbst wenn dieser Einfluss heute weitgehend destruktiv ist.

Das Keine-Palästinenser-Argument

Keine-Palästinenser nutzen das Argument, dass es in der gesamten Geschichte nie einen souveränen palästinensisch-arabischen Staat gab und dieser daher auch kein Recht hat in Zukunft zu existieren. Sie reden davon, dass Palästina im Römischen Imperium eine jüdische Provinz war und später ein Mandatsgebiet, das nach dem Ersten Weltkrieg von Großbritannien verwaltet wurde. Keine-Palästinenser reden wie ein Wasserfall darüber, dass es nie eine palästinensische Münze, Flagge, Zeitung usw. gab, außer denen die unter dem britischen Mandat so hießen und mit Symbolen des Judentums in hebräischer, arabischer und englischer Schrift geschmückt waren. Das sind alles wahre Fakten, die zeigen, dass Palästina ursprünglich auf eine Region verwies, die mit Juden in Verbindung steht.

Aber diese historische Wahrheit hat in der gegenwärtigen Situation wenig Bedeutung, außer als Hintergrund, denn die Zukunft wird nicht VON der Vergangenheit entschieden, sondern von Entscheidungen, die HEUTE getroffen werden und auf eine Vereinbarung gründen oder – dämonisch – auf Versuchen die Vergangenheit umzuschreiben oder einfach zu ignorieren.

Ich fordere die Palästinenser heraus ihre eigene Zukunft zu schreiben

Die unter der PA lebenden Araber haben heute eine einzigartige Gelegenheit an der Hand. Ich weiß nicht, ob sie mutig genug sind sie zu nutzen, aber sie haben die Gelegenheit sich in die neuste (quasi-) indigene Bevölkerung der Erde zu verwandeln.

Eine indigene Bevölkerung ist eine, die ihre Kultur, Spiritualität, Sprache und Traditionen in einem bestimmten geografischen Raum hat entwickeln sehen, der für das Volk heilige Bedeutung hat. Das shcleißt die Araber aus, die die Gegend des Mandats Palästina kolonisierten, so wie es die Römer ausschließt, deren Imperium der arabischen Eroberung vorausging, ebenso die Osmanen, die nach den Arabern kamen. Wenn eine römische Taube sich auf einem Ast niederließe und Palästina für sich reklamierte, kann man nur hoffen, dass sie aus der Gegend hinausgelacht wird. Aber die Araber haben, wie die Juden, eine langfristige, kontinuierliche Präsenz im Land (Araber offensichtlich für eine weit kürzere Zeit als die indigenen Juden), was zur aktuellen Verwirrung seitens derer führt, die die Geschichte der Region ignorieren oder die diese Geschichte vorsätzlich ignorieren.

Die Seiten der Geschichte wimmeln von Geschichten über die Gründung und den Untergang indigener Völker rund um den Globus. Einige sind komplett ausgelöscht, andere wie die Samen im nördlichen Skandinavien sind vom Aussterben bedroht. Viele indigene Völker kämpfen heute um Anerkennung ihrer Rechte sich in ihrem uralten Heimatland selbst zu regieren; dabei hat Israel Vorbildcharakter dafür, wie uralte indigene Völker ihr Land regieren können. Angesichts des Durcheinanders der Geschichte indigener Völker gibt es keinen Grund, dass in der heutigen Ziet keine NEUEN indigenen oder quasi-indigenen Völker entstehen sollten.

Arabische Führer nutzten in ihrem Krieg gegen Israel die, die von der UNRWA als palästinensische Flüchtlinge eingestuft wurden. Unter Ablehnung sie auf arabischem Land wieder anzusiedeln zogen sie es vor sie in Flüchtlingslagern in Jordanien, Syrien, dem Libanon schmachten zu sehen – und sogar in Gaza und Judäa & Samaria (J&S, alias Westbank), selbst nachdem die PA die Verwaltung der umstrittenen Gebiete übernahm. Auf diese Weise benutzten sie – und machen das weiter – einige ihrer eigenen Umma als menschliche Bewaffnung gegen die verhassten Juden. (Ihre eigene PA-Führung benutzt sie als Milchkühe, um internationale Hilfsgelder in die eigenen Taschen umzuleiten.) Damit machten Araber von außerhalb der Region Araber des ehemaligen britischen Mandats Palästina zu einer eigenen Bevölkerungseinheit und eine neue palästinensisch-arabische Identität war geboren.

Würden die palästinensischen Araber ihre Karten richtig ausspielen, könnten ihnen diese Missstände ihnen einen Weg zu einem Leben in Selbstachtung und Würde eröffnen … und vielleicht Souveränität. Es ist sogar möglich, dass die palästinensischen Araber inzwischen zwei getrennte Völker geworden sind – das von Gaza und das von J&S.

Während die palästinensischen Araber Religion und Sprache mit der arabischen Umma gemeinsam haben (der Anteil der Christen ist heute unbedeutend – ein weiteres Thema, aber jenseits des Bereichs dieses Artikels), bedeutet das nicht, dass sie ihre Identität als etwas zementieren können, das sie vom Rest der Araber absetzt. Sie müssen sich zur Natur ihrer Verbundenheit zum Land entscheiden: Liegt sie darin das Land weiter als Kriegszone zu betrachten, um das Blut toter Juden aufzusaugen, oder können sie eine einzigartige Beziehung zum Land entwickeln, die nichts mit irgendjemandem außer ihnen zu tun hat?

Das bedeutet, dass sie an sich selbst als Volk glauben müssen, das sich von der größeren arabischen Welt absetzt und nicht als eine Einheit von Märtyrern, die für die allgemeine arabische Ehre kämpfen, um von den anderen arabischen Ländern subsumiert zu werden, sobald die Aufgabe erledigt ist. Das würde die Bühne für die Entwicklung einer bestimmten selbst gemachten Kultur  bereiten, – einschließlich ihrer Beziehung zu ihrer eigenen Religoin und mit den religiösen Stätten, die sie mit Juden und Christen teilen.

Das würde wahrscheinlich die Bühne für „Bürger“-Krieg zwischen ihnen und anderen Arabern bereiten, die einen solchen Schritt nicht passiv hinnehmen würden. Die Neuen Palästinenser würden feststellen, dass Israel in den Schlachtreihen auf ihrer Seite stünde und sie damit eine eindrucksvolle Streitmacht auf ihrer Seite haben. Das ist eine Art Pro-Palästinenser, die die Welt noch nicht gesehen hat und es würde alle aktuellen sogenannten Pro-Palästinenser beschämen.

Das hängt alles von der Wertekultur ab, die sie entwickeln wollen. Wollen die palästinensischen Araber sich als eine gesunde Gesellschaft mit wachsender Wirtschaft auszeichnen, die einen Beitrag zur Menschheit leistet oder ziehen sie es vor mit einer Kultur vermählt zu bleiben, die ihre eigenen Leute verschlingt, indem sie sie losschickt, um Juden mit Messern zu stechen, mit Autos zu rammen und sich zu sprengen – und das für das Hirngespinst einer Belohnung mit 72 Jungfrauen im Paradies?

Sie haben die Wahl und die können nur sie treffen. Sie MÜSSEN sich einfach entscheiden ganz allein ihre Zukunft umzuschreiben.

Glaube ich, dass sie das tun können oder dass sie es überhaupt wollen? Nicht sehr wahrscheinlich, finde ich. Und selbst wenn die Antwort „ja“ lauten würde, wie lange würde es dauern, bis ich ihnen traue? Eine sehr lange Zeit. Aber ich sage niemals nie. Und die Herausforderung steht.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s