Zur Geschichte und Rolle der „Siedlungen“ (5): Apartheid auf der „Prärie“

Tzemach News Service – Gastkommentar von David Bedein, TNS-Newsletter vom 22.02.2003

Das Jewish Council for Public Affairs, Dachorganisation der organisierten jüdischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten, hat eine Diskussion zur Frage der israelischen Siedlungspolitik auf ihrer jährlichen Konferenz geplant, die für den 23. Februar in Baltimore angesetzt ist. Die JCPA hat eine Unmenge ausgewählten Materials von Organisationen erhalten, die der amerikanischen Regierung und der jüdischen Gemeinschaft der USA gegenüber die Sage vertreten haben, dass die jüdischen Gemeinden, die Israel jenseits der Waffenstillstandslinien von 1948/1967 gründete, eine Art krimineller Akt gewesen sind und dass diese jüdischen Gemeinden irgendwie das Hindernis für den Frieden bilden.

Es würde die meisten Menschen überraschen, dass die israelisch-jüdischen Gemeinden in Judäa, Samaria und Gaza (Yescha) und auf den Golanhöhen nicht ein einziges arabisches Dorf beseitigt hat, weil Premierminister Menachem Begin das 1977 als Prinzip festlegte. Begin bestand darauf, dass keine jüdische Stadt in den durch Israelis zu besiedelnden Gebiete ein arabisches Dorf vertrieb – anders, als die Politik der israelischen Arbeitspartei, die – als politische Frage – jüdische Gemeinden baute, um die 531 arabischen Dörfer zu ersetzen, die von ihren arabischen Bewohnern während des Krieges von 1948 verlassen wurden. Trotzdem hat die PLO/Peace-Now-Desinformationsmaschine mit Geldern der Europäischen Union, eine Organisation aufgebaut, die als „Settlement Watch“ (Siedlungs-Beobachter) bekannt ist und die Medien mit rasch erstellten Berichten überschwemmt, die die jüdischen Einwohner von Yescha als kriminelle Eindringlinge darstellen, die sich auf arabischem Land breit gemacht haben. Eine ganze Reihe von Menschenrechtsorganisationen, die alle durch den New Israel Fund (NIF) und die EU finanziert werden, überwältigen die Medien mit unterstützenden Informationen, die möglichst schlimme Bilder von jüdischen Bewohnern dieser Gebiete malen wollen. Dazu muss man nur die Berichte von B’Tselem lesen, einer Menschenrechtsorganisation, die vom NIF und der EU finanziert wird und dessen Mitarbeiter arabische Ermittler sind, deren Sympathien bei der PLO liegen; so bekommt man den Eindruck, dass die Juden von Yescha von Mord-Gangstern ausgebildet worden sein müssen.

Was die PLO und Peace Now tun, um ihre Behauptung der „Siedler-Kriminlatiät“ den Medien zu „verkaufen“, ist Touren zu den jüdischen Gemeinden in Yescha für die ahnungslosen Auslandsmedien zu organisieren. Wir haben die Bestätigung von Peace Now-Sprechern, dass sie Reportern tatsächlich erzählen, dass die Siedler in Höhlen leben und in Hinterhalten warten, um vorbei fahrende arabische Fahrzeuge zu beharken. Wir haben von Peace Now-Sprechern ebenfalls bestätigt bekommen, dass sie mit ihren Gästen von den Medien auf den Hügelkuppen stehen, die Gush Etzion übersehen, und ihnen sagen, dass das gesamte Gebiet arabischen Bauern gestohlen wurden, um die Juden als die Personifikation der „Apartheid auf der Prärie“ darzustellen.

Um den Nazi-Propagandisten Josef Goebbels zu zitieren: Eine Lüge, die oft genug wiederholt wird, wird glaubwürdig. Eine Lüge, die den Medien immer wieder ohne Widerlegung verkauft wird, wird Teil des Medien-Evangeliums.

Die Strategie der Dämonisierung der jüdischen Bevölkerung von Yescha wurde Premierminister Yitzhak Rabin durch seinen Public Relations-Experten Yekutiel Federmann auf den Seiten der „Al HaMishmar“, dem politischem Organ der Mapam, im Oktober 1993 vorgeschlagen. Federmans Strategie wurde sorgfältig als Methodik für die Befürwortung des Oslo-Prozesses übernommen. Sie stützt sich darauf, „Land raubende Juden“ in Yescha und dem Golan darzustellen, da die 5 Prozent israelische Bevölkerung dort dem Frieden mit der PLO im Weg steht, die angeblich Israels Friedenspartner wurde und die vermeintlich bereit waren, sich mit der Westbank und Gaza als zukünftiger „palästinensischer Einheit“ zufrieden geben. Juden, die Fragen bezüglich des Oslo-Prozesses aufwarfen, wurden einfach als „Kriegstreiber“ bezeichnet. Die Tatsache, dass in den letzten Jahren die PLO und die Autonomiebehörde weiterhin in allen öffentlichen Statements auf Arabisch und allen arabischen Publikationen alles forderten, ganz Israel, darüber wurde kaum berichtet. Tatsache ist, dass Amnon Rubinstein, Knesset-Miglied und Gründer von Peace Now und der Meretz-Partei, in einem Abschiedskommentar (Ha’aretz, 5. Februar 2002) anmerkte, dass die PLO den gesamten Staat Israel als eine immense illegale Siedlung definiert, in der es der PLO erlaubt ist Juden zu ermorden.

Ich hoffe und bete, dass jüdische Organisationen Fahrten durch Judäa, Samaria, Katif und Jerusalem für Auslands-Journalisten finanzieren, gut recherchierte Berichte weiter geben und feindlicher Propaganda mit Fakten liefernden Presseinformationen, Interviews mit Terroropfern und mehr gegensteuern.

Sollte die JCPA eine Resolution verabschieden, die Israel aufruft, die Juden aus Judäa, Samaria, Gaza und dem Golan zu entfernen, dann könnte der Name der Organisation bald in „Judenrein Council for Public Affairs“ geändert werden.

[David Bedein ist Bürochef der Israel Resource News Agency im Beit Agron International Press Center in Jerusalem.]
Ich kann Herrn Bedein beruhigen; die übertriebene Skepsis zum Ergebnis war nicht angebracht.

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