Wie die heidnischen Wurzeln von Weihnachten viele Christen vertreiben

Adam Eliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 19. Dezember 2016

Denn der Heiden Satzungen sind lauter Nichts. Denn sie hauen im Walde einen Baum, und der Werkmeister macht Götter mit dem Beil
(Jeremia 10,3 – Lutherbibel)

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(Shutterstock)

Schätzungsweise 2 Milliarden Menschen in aller Welt feiern Weihnachten, aber eine zunehmende Zahl haben sich aus religiösen Gründen dafür entschieden den Sonnenwend-Feiertag hinter sich zu lassen, der eines der sichtbarsten Symbole der Kirche ist, allgemeingültig für alle Zweige des Christentums.

Weihnachten ist ein christliches Fest, mit dem die Geburt Jesu gefeiert wird, aber es wird von der weit überwiegenden Mehrheit der Amerikaner unabhängig von ihrer Religion gefeiert. Eine Studie von LifeWay Research aus dem Jahr 2010 offenbarte, dass 91 Prozent der Amerikaner Weihnachten begehen. Zu dieser zahl gehören 89 Prozent der Agnostiker, 62 Prozent derer, die behaupten keiner Religion anzugehören und sogar 55 Prozent derer, die sich als Atheisten bezeichnen. Von den Christen feiern 97 Prozent.

Es gibt allerdings eine zunehmende Zahl Gemeinden, die sich von dem Feiertag lossagen. Als Breaking Israel News eine Anfrage verschickte, um etwas von Christen zu hören, die Weihnachten nicht länger feiern, war die Reaktion überwältigend. Aus aller Welt strömten E-Mails herein, die von intensiven spirituellen Reisen berichten.

Mit Weihnachten zu brechen wurde als Rückkehr des Christentums zu seinen Wurzeln beschrieben. Die beiden angeführten Hauptgründe sich von Weihnachten zu trennen waren die heidnischen Ursprünge des Festes und das Fehlen jeglicher biblischer Quelle. Pastor Mark Blitz hörte vor 20 Jahren auf Weihnachten zu feiern und er deutet auf das Buch Jeremia, um zu erklären, wie die Bibel die heidnischen Ursprünge von Weihnachten sieht:

So spricht der HERR: Ihr sollt nicht nach der Heiden Weise lernen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten. Denn der Heiden Satzungen sind lauter Nichts. Denn sie hauen im Walde einen Baum, und der Werkmeister macht Götter mit dem Beil und schmückt sie mit Silber und Gold und heftet sie mit Nägeln und Hämmern, dass sie nicht umfallen. (Jeremia 10,2-4)

Diese Verse beschreiben ein heidnisches Fest samt einem geschmückten Baum, das für den Propheten nicht akzeptabel ist. Dieser heidnische Feiertag verwandelte sich schließlich in Weihnachten. Die heidnischen Wurzeln von Weihnachten werden im Talmud beschrieben (Avodah Zarah 8a). Der Talmud berichtet, wie der biblische Adam die acht Tage vor und acht age nach der Sonnenwende als Fest beging, aber das wurde nicht weitergeführt, weil die Götzenanbeter rissen es an sich und nannten es Kaleda und Saturnalia.

Historisch war Kalenda ein heidnisches Fest, das zum römischen Feiertag Saturnalia wurde und das man vom 17. bis 23. Dezember feierte. Als Kaiser Konstantin das Christentum zur dominanten Religion des römischen Reiches machte, nahm er viele heidnische Bräuche auf, darunter auch Saturnalia; damit wollte er der mehrheitlich heidnische Bevölkerung entgegenkommen.

Pastor Blitz erklärte die heidnischen Ursprünge, wie sie vom christlichen Fest nachempfunden werden.

„Wenn die Leute Weihnachten als Familienzeit und zur Pflege von Beziehungen feiern wollen, ist das weiter eine besondere Zeit. Begreift einfach, dass es heidnischen Ursprünge und nichts mit der Bibel oder Jeschua (Jesus) zu tun hat“, sagte Blitz. „Das war ein uralter Brauch, von dem die katholische Kirche beschloss, er sei eine großartige Weise Heiden dazu zu bekommen ihre Lehren anzunehmen.“

Deborah Schermerhorn aus Colorado hörte im Jahr 2000 auf Weihnachten zu feiern, als sie noch in einer christlichen Kirche aktiv war. Die nächsten drei Jahre lang stellte ihr Familie keinen Baum auf und hielt sich selbst mit den Geschenken zurück.

„Ich erinnere mich, dass ich in einem Jahr gebeten wurde einen Adventskranz und Kerzen aufzustellen“ sagte Schermerorn gegenüber Breaking Israel News. „Um die Tradition besser zu verstehen sah ich in die Bibel und konnte keine biblische Grundlage für diesen Brauch finden.“

Sie besucht eine „Kirche mit hebräischen Wurzeln“ und begeht die jüdischen Feiertage. Statt einen Baum aufzustellen, zündet sie heute eine Hanukka-Menora als Teil ihrer christlichen Feier an. „Was Hanukka für mich wirklich macht, war die Tatsache, dass Jeschua selbst das Fest beging“, sagte Schermerhorn.

Sich von Weihnachten zu trennen wurde von vielen als Teil eines größeren spirituellen Prozesses beschrieben, in einigen Fällen abgeleitet vom Wunsch sich wieder mit den jüdischen Wurzeln in Einklang zu bringen und zu einem biblischen Verständnis der Religion zurückzukehren.

„Mein Mann und ich haben beide Familienmitglieder, die das gesamte Spektrum durchlaufen haben, angefangen von der Faszination und der Unterstützung bis zum Antisemitismus“, sagte Schermerhorn Breaking Israel News. „Ein paar haben das Gefühl, dass wir Jeschua abwiesen, indem wir Weihnachten nicht mit Bäumen und dem Weihnachtsmann feierten, wo wir in Wirklichkeit spirituell gewachsen sind und eine weit tiefere Beziehung zum Herrn haben, als wenn wir in der traditionellen Kirche geblieben wären.
Im Rückblick können mein Mann und ich eindeutig sehen, wie der Herr uns aus unserer heidnischen Vergangenheit herausgerufen hat“, sagt Schermerhorn.

Pieter und Anneke Leeuwestein aus den Niederlanden hörten auf Weihnachten zu feiern, stellten aber fest, dass sie, obwohl sie in einer ländlichen Gegend außerhalb von Amsterdam leben, nicht alleine waren.

„In meinem Teil des Landes gibt es Hunderte Leute, die Weihnachten und Ostern nicht mehr feiern“, sagte Anneke. „Es war nicht schwer. Nach so vielen Jahren der Sünde zu folgen fühlte es sich an wie nach Hause zu kommen.“

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5 Gedanken zu “Wie die heidnischen Wurzeln von Weihnachten viele Christen vertreiben

  1. Die zitierte Bibelstelle beschreibt die Anfertigung von Götzenbildern. Sie wurden aus Holz gehauen und danach mit Edelmetallen verkleidet. Die Stelle hat absolut nichts mit dem Weihnachtsbaum zu tun, der erst in der Neuzeit aufkam! Ganz ohne heidnischen Einfluss!
    An Weihnachten wird gefeiert, dass Christus in die Welt gekommen ist um uns zu Erlösen. Deshalb auch der Schmuck und die Kerzen. Daran ist biblisch nichts auszusetzen!

    „16 So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen eines Feiertages, Neumondes oder Sabbats. 17 Das alles ist nur ein Schatten des Zukünftigen; der Leib aber ist Christus eigen.“
    Kol. 1, 6f.

  2. Das ganze Christentum ist eine Rueckkehr zum Polytheismus. Aus opportunistischen Gruenden hat es alles aufgenommen, was seiner Ausbreitung diente.

        • Weil es im Christentum keinen Polytheismus gibt. Man kann einiges an katholischen (und auch orthodoxen) Praktiken vielleicht so bezeichnen, wenn man es denn unbedingt will. Aber wer solche Kirchendoktrin mit Christentum gleichsetzt, hat keine Ahnung.
          Dass die Kirchen angefangen haben Heidnisches zu übernehmen, heißt noch lange nicht, dass damit die Vielgötterei übernommen und praktiziert wird.
          Ich habe den Text eingestellt, um zum Nachdenken und vielleicht zu Diskussion anzuregen. Die Behauptung das Christentum sei eine Rückkehr zum Polytheismus, ist kein Beitrag dazu, sondern gehässig. Die Frage, warum es Blödsinn ist, könnte ich geneigt sein, auch so zu sehen.

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