Der Zionismus sieht aus wie ein Paar schmutziger Turnschuhe

Forest Rain, Inspiration from Zion, 20. Dezember 2016

Turnschue stehen zum Trocknen draußen. Nass und voller Sand sehen sie für mich müde aus.

Sie zu sehen bricht fast mein Herz.

Sie erzählen die Geschichte, die anderswo lebende Menschen vielleicht nicht erkennen, die meisten Israelis aber sehr wohl. Auch diejenigen, die diese Geschichte nicht im eigenen Haus haben, kennen die Geschichte gut. Über politische Zugehörigkeit und religiöse Konfessionen hinaus ist es eine Geschichte, die wir alle anerkennen (einschließlich derer, die anderer Ansicht sind oder sie nicht Zuhause haben wollen).

Ein schmutziges Paar Turnschuhe; so sieht der Zionismus aus.

Ein stiller Beleg der Bemühung, des Wunsches etwas zu erreichen und vor allem: der Wunsch zu dienen.

Nachts, unten am Strand, im Kalten, im Wind. Laufen, Stretchen, Kraft aufbauen. Trommeln, das Pflaster, durch den Sand, das Wasser und wieder zurück.

Sich unter Zusatzgewicht anstrengen, bewusst hinzugenommen, um den Lauf schwieriger zu machen.

Der beißende Wind ist etwas, das ignoriert werden muss. Die zeitweise Unannehmlichkeit etwas, über das man lacht, im Wissen, dass Herausforderungen der Zukunft härter sein werden.

Niemand sagte ihm, er solle gehen. Er geht aus eigenem Antrieb. Es gibt keine Aufforderungen zu Hilfe, nein: „Kannst du mich fahren?“ Nur ein schnelles „Tschüß“ und dann ist er fort, weg, um sich anderen wie ihm selbst anzuschließen.

Zusammen strengen sie sich an, puschen sich zu neuen Höhen, wissen, dass die Prüfungen, die sie schaffen wollen, sie physisch und mental über ihre derzeitigen Limits dehnen werden. Und sollten sie sie bestehen, werden die nächsten Herausforderungen noch härter sein.

Sie müssen stärker, schneller, besser sein… das ist die einzige Möglichkeit die Aufnahme in eine Eliteeinheit der IDF zu erhalten. Für diese Gruppe ist eine normale Einheit nicht genug. Sie streben danach die Besten zu sein, damit sie sich den Besten anschließen können.

Ihre Kameraden werden auch dienen, aber nur wenige muten sich die Herausforderungen zu, die diese Gruppe auf sich nimmt. Wenige sind fähig, imstande das zu tun.

Sie wetteifern nicht für den eigenen Ruhm. Es gibt nichts ruhmreiches dabei nass, müde, in Schmerzen, schmutzig, erschöpft zu sein… Sie wetteifern für die Ehre ihrem Volk zu dienen, Schulter an Schulter mit anderen, die genauso engagiert sind, genauso leidenschaftlich, wie sie es sind.

Ihr Zionismus ist unsere Zukunft.

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