62 Jahre vor Kerry machte schon ein Vertreter des US-Außenministeriums Israel für alles verantwortlich

Elder of Ziyon, 10. Januar 2016

JNS hat einen interessanten Artikel, der ausführlich zehn gescheiterte arabisch-israelische Friedenspläne beschreibt, hinter denen Amerika zum Teil oder komplett stand.

Von dem ersten davon habe ich nie gehört.

Am 12. April 1954 berichtet JTA, was dem verdammt ähnlich klingt, was John Kerry heute von sich gibt:

In dem, was eine wichtige politische Erklärung der Regierung der Vereinigten Staaten zur Palästina-Frage betrachtet wird, zudem eine, die bitteren Streit hervorrufen dürfte, sagte Henry Byroade, Staatssekretär für Nahost-Angelegenheiten, dem Dayton World Affairs Council am Wochenende und folgerte, Israel habe die Hauptlast der Verantwortung für die arabsich-israelischen Spannungen. Staatssekretär Byroades Rede wurde in Washington zur Verfügung gestellt, bevor sie hier mit dem Kommentar gehalten wurde, begleitet von dem Kommentar, dass sei ein wichtiges politisches Dokument sei.

Staatssekretär Byroade erklärte: „Den Israelis sage ich: Ihr solltet euch wirklich als Staat des Nahen Ostens betrachten – und eure Zukunft in diesem Kontext sehen, statt sozusagen als Zentrale oder Keimzelle weltweiter Gruppen von Leuten bestimmter religiöser Glaubensrichtungen, die besondere Rechte und Verpflichtungen dem Staat Israel gegenüber haben.“

Hört auf so jüdisch zu sein! Die Araber mögen das nicht!

Weiterhin riet er Israel: „Ihr sollten die Eroberer-Haltung und die Überzeugung fallen lassen, dass Gewalt und eine Politik der Vergeltungstötungen die einzige Politik sind, die eure Nachbarn verstehen werden. Ihr solltet eure Taten eurer regelmäßigen Aussage des Wunsches nach Frieden entsprechen lassen.“

Hört auf euch gegen Angriffe zu wehren! Die Araber mögen das nicht!

Tatsächlich verbrachte Byroade einen großen Teil seiner Rede mit der Beschreibung arabischen Gross und Forderungen und einen kleinen Teil auf unrichtige Weise mit der Beschreibung der Sicht Israels. Wie bei Kerry werden für Israel wichtige Themen Lippenbekenntnisse abgegeben, aber das arabische Narrativ wurde als der Wahrheit am nächsten liegend betrachtet – und welche US-Politik folgen sollte.

Eine weitere Parallele zwischen Kerry und Byroade: Kerry sprach auf der Konferenz von J-Street und Byroade sprach 1954 vor dem antizionistischen American Council for Judaism, das vor und nach 1948 Lobbyarbeit gegen den jüdischen Staat betrieb. Der ACJ war während der Administrationen von Truman und Eisenhower sehr einflussreich, schrieb manchmal die Sprache für von Vertretern des Außenministeriums gehaltene Reden.

Auf der Konferenz verurteilte Byroade die jüdische Einwanderung nach Israel als wichtiges Hindernis für Frieden.

Denken Sie mal darüber nach. Araber konnten sich damals nicht über „Besatzung“ beschweren, also wählten sie, was immer sie sonst an Themen finden konnten, um Israel in der internationalen Gemeinschaft anzugreifen. Sie versuchten es mit der Flüchtlingsfrage und gewannen etwas an Boden. Aber sie versuchten auch zu behaupten, dass jüdische Einwanderung für sie ein wichtiges Thema waren – und einige westliche Führungspolitiker glaubten ihnen.

Im Versuch Israel zu vernichten warfen die Araber alles, was sie konnten, an die Wand, um zu sehen, was haften bleibt. Heutzutage sind das Jerusalem und „Besatzung“ und „Siedlungen“. Aer was gutmeinende (und einige nicht so gutmeinende) Westler nicht begreifen: Auch wenn das „wichtige Friedenshindernis“ beseitigt wird, werden die Israelhasser ein neues finden.

Vor der „Besatzung“ war es „Immigration“. Und wenn Israel heute Zugeständnisse machen sollte, um einen Palästinenserstaat zu schaffen, würde das die arabischen Forderungen nicht beenden – es würde sie vermehren.

Man kann aus der Geschichte eine Menge lernen. Das Außenministerium will nicht, dass Sie wissen, dass ihre Antipathie gegenüber Israel älter ist als 1967 und damals wie heute exakt die erfundenen arabischen Forderungen spiegelten, die nicht dazu gedacht sind Gerechtigkeit herzustellen, sondern den jüdischen Staat zu vernichten.

1954 reichte die israelische Regierung nach Byroades Rede eine offizielle Beschwerde gegen die „ungerechtfertigte Einmischung in Dinge, die nur Israel etwas angehen“ ein.

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