Den Markennamen Palästina zurückholen

Irwin N. Graulich, IsraelNationalNews, 21. Februar 2003

Wem gehört der Markenname „Palästina“? Die Antwort könnte die Krise effektiver lösen als Krieg und besser als ein aufgezwungener amerikanischer Friedensvertrag.

Vor 1948 war Palästina nur eine einzelne Idee. Er repräsentierte die Hoffnungen und Träume des jüdischen Volks von einem eigenen Staat. Palästina war das Wort, das von säkularen Juden wie Theodor Herzl und David Ben Gurion benutzt wurde, weil „Israel“ einfach „zu jüdisch“ war. Selbst leicht „religiöse“ Juden wie Wladimir Jabotinsky benutzten das Wort „Israel“, während sie ebenfalls „Palästina“ sagten. Diese frühen Gründer wollten „Israel“, einen biblischen Begriff für das jüdische Volk, nicht mit dem Namen für einen zukünftigen jüdischen Staat durcheinander bringen.

Die Geschichte des Begriffs zu verfolgen, beweist gerade einmal, dass er lange vor dem Islam oder irgendeiner arabischen Nation existierte. Das hat absolut keine Bedeutung für den modernen Gebrauch des Begriffs, der einen jüdischen Staat im Nahen Osten definierte. „Palästina“ als Idee gehörte die letzten 500 Jahre den Juden. Das ist es, worum es bei einem Markennamen geht – eine einzelne Idee oder ein Konzept, geschaffen durch den Geist von Menschen und einer Firma gehörend oder einer Gruppe oder Gemeinschaft/Nation. Ketchup, Vasline, Tempo, Cadillac, Las Vegas sind alles große Markennamen, deren Besitzer darüber wachen und sie schützen.

Die Juden bauten den Markennamen Palästina bis 1964 auf, als ein brillanter Marketing-Werbe-Terrorist namens Yassir Arafat auf der Bildfläche erschien. Die Menschen haben die Juden als brillante Geschäftsleute bewundert. Trotzdem zeigte Herr Arafat eine echt geniale Ader, indem er buchstäblich einen der wertvollsten Markennamen der Gesichte stahl, wofür er nicht einmal eine Klage vor Gericht brauchte. Stellen Sie sich vor, jemand übernimmt den Namen Coca Cola ohne Erlaubnis; oder, der Himmel möge es verhüten, er missbrauche den Nike-Streifen.

Einen Markennamen zu erfinden, wird als die wichtigste Zutat für den Erfolg eines Produkts, eines Service oder einer Idee angesehen. Pepsi hat 50 Jahre darauf verwendet, einen Look zu schaffen, einen Geschmack und einen Lebensstil, der das Getränk repräsentiert. 225 Jahre lang hat Amerika Werte und Institutionen aufgebaut, die seine Marke repräsentieren. Jüdische Pioniere der letzten 150 Jahre haben ein Ödland aus Wüste und Sand namens Palästina genommen und in das „Miami Beach des Nahen Ostens“ verwandelt. Natürlich lebten dort Araber, Christen, Armenier und andere Gruppen, aber das Wort „Palästina“, die Idee, die Mühe, die Marke und das Land gehörte in Wahrheit alles den Juden.

Seit dem ersten Zionistischen Kongress 1897, wo Herzl seinen Traum von „Palästina“ hunderte Male wiederholte, bis zum Tag der Unabhängigkeitserklärung Israels, die das britische Mandate für Palästina beendete, wurden die beiden Worte Israel und Palästina auswechselbar verwendet. Natürlich gab es palästinensische Juden und palästinensisch Araber, so wie es heute israelische Juden und israelische Araber gibt.

Arafat fing nicht mit Terrorismus an. Er begann mit einem großen unternehmerischen Diebstahl, größer als Enron. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) wurde Anfang der 1960-er Jahre gegründet. Und die Dummköpfe in Israel protestierten nicht dagegen oder schlugen in der Public Relations-Arena zurück. Die Israelis waren einfach nicht kultiviert genug, um die Konsequenzen eines größeren Begriffsverlustes zu begreifen. Im biblischen Hebräisch bedeutete ein Wort einen richtigen Gegenstand, ein Objekt, etwas physisch bedeutsames. Arafat und später Erekat, Aschrawi et al aber verstanden, dass dies tatsächlich ein Punkt war, mit dem sie die Schlacht gewinnen konnten. Diese Public Relations/Marketing-Atombombe war wichtiger als Raketen und Waffen. Das ist reines Genie.

1948 bedeutete Palästina eine Heimat für die Juden. 2003 ist Palästina eine unterdrückte, besetzte, heimatlose arabische Teilgruppe, die von genau denselben Juden unterjocht wird. Was für ein brillanter Marketing-Umschwung. Amerikanische Werbefachleute haben bewiesen, dass Markennamen durchzusetzen die effizienteste Einzelmaßnahme zum Verkauf einer Idee ist. Verbinde den Markennamen mit machtvollen Worten wie „Besatzung“, „naziartig“, „Verfolgung“, „Missbrauch“, „Misshandlung“, „Eroberung“, „Tortur“ und er wird nur noch schlagkräftiger.

Als der Begriff PLO synonym wurde für Mord und Terrorismus, ließ der Vorsitzende (und Geschäftsführer) Arafat ihn einfach fallen und wählte einen freundlicheren, „Palästinensische Autonomiebehörde“ und positionierte ihre Image durch die „Intifada“ neu. Der Stratege Arafat schaffte es, kostenlose Fernseh-Werbezeit zu bekommen, in der „palästinensische“ Jugendliche mit Steinen gegen mächtige Panzer der israelischen Armee, gegen Raketen und Apache-Helikopter standen. Eine tägliche Dosis von „David gegen Goliath“-Bildern. Nun hatte der Pate der Westbank äußerst geschickt die Madison Avenue übertroffen.

Wenn Israel nicht die Lage mit derselben Guerilla-Marketing-Taktik angeht, wird es die (physische) Schlacht gewinnen, aber letztlich den Krieg verlieren. Israel, das ursprüngliche palästinensische Volk, muss den Markennamen zurückgewinnen und seine Qualitäten ausnutzen. Ein Markenname ist eine Persönlichkeit und Israel muss sich darum bemühen, den heutigen Staat wieder mit dem Pioniergeist zu verbinden, den Kibbutz-Bauern des Palästina vor 1960. Ein Markenname ist eine Kultur und eine Lebensstil. Harte Arbeit, Freiheit, Demokratie, Gleichheit von Mann und Frau, Arbeit, jüdischer Gesang und Tanz, neue Technologien, Familie, Schabbat – das ist es, was einem zu Palästina einfallen sollte.

Lasst Arafat und seine Kumpane sich einen neuen Namen ausdenken, einen, der keine Assoziation zu den Juden hat. Denn eigentlich heißt „Am Yisrael Chai“, dass es die Juden Palästinas immer geben wird.

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