Es ist mehr als Terror

Über die Wahrnehmung des Krieges gegen Israel

Yaffa Ganz, Isarel National News, 3. Juli 2003 

Israel und die arabischen Staaten befinden sich nicht länger im Krieg: „Terror und Gewalt“ ist in den Medien und im internationalen Sprachgebrauch der neueste Slogan für die vergangenen 55 Jahre Kampf im Nahen Osten. „Terror“ ist gewöhnlich das, was die Araber anrichten; „fortgesetzte Gewalt“ ist die jüdische Antwort. Zwei gleich hässliche Seiten einer fehlerhaften Münze.

Aber im Konflikt im Nahen Osten geht es nicht um Terror oder Gewalt. Das ist das unglückselige Ergebnis, nicht die Ursache. Und Israel kämpft nicht gegen Terror. Es kämpft um sein Überleben und um sein Existenzrecht als jüdischer Staat in seiner alt hergebrachten, historischen, universell anerkannten, nie aufgegebenen Heimat.

Das derzeit favorisierte Heilmittel unseres ewigen Marsches zum „Frieden“ ist die Roadmap, der jüngste einer Reihe von Plänen den jüdischen Staat aufzuteilen, zu schwächen, zu verstümmeln oder auf andere Art und Weise handlungsunfähig zu machen.

Seit der Balfour Declaration 1917 haben wir eine dauernde Parade von Vorschlägen und Aktivitäten erlebt – Teilungspläne, Grenzen, die wieder und wieder neu gezogen wurden, militärische Zusammenstöße, komplette Kriege, Waffenruhen, Waffenstillstandslinien, Resolutionen, nicht enden wollende Konferenzen und nun die Hudna (wir werden sehen, wie lange die dauern wird…). Alle wurden ersonnen, um den ultimativen Frieden im Nahen Osten zu erlangen. Es gab die Peel Kommission in den 30-er Jahren; den Teilungsplan der UNO; die Resolutionen 181, 194 und 242; den Rogers-Plan; die Konferenzen von Genf und Madrid und die viel umworbenen Oslo-Vereinarungen. Scharm-el-Scheik, Wye, Camp David, Taba – alle waren sie Gastgeber für Friedens- und Problemlösungs-Versammlungen. Kissinger, Reagen, Schultz, Baker, Ross, Clinton, Tenet, Zinni, die Saudis und nun Präsident Bush haben alle ihre vereinte Weisheit beigesteuert, leider Gottes vergeblich.

Das einzige, was jeder einzelne dieser Pläne, Vorschläge, Teilungen und Vereinbarungen mit den anderen gemein hatte, ist, dass jeder einzelne weitere israelische Rückzüge, Beschränkungen und Aufgaben mit sich brachte, kompensiert natürlich durch unveräußerliche internationale Garantien und Versprechen auf Unterstützung in der Zukunft. Die Araber akzeptierten oder unterzeichneten eine ganze Reihe dieser Vereinbarung und fuhren dann prompt fort, sie zu verletzen, zu brechen, darauf herumzutrampeln und jede einzelne von ihnen zur Farce zu machen. Wie im Fall der gegenwärtigen Hudna sind arabische Vereinbarungen mit dem Feind ein zeitweiser, taktischer Schachzug. Gerede von einer „Zweistaaten-Lösung“ ist ein Schritt in Richtung eines judenreinen Nahen Ostens. Ihr Krieg gegen die Juden ist keine politische Lage, die Kompromiss und Lösungsvorschläge zulässt; es geht in diesem Krieg um Sieg oder Tod, ein ehrbarer und historischer arabischer Lebensstil.

Als die jüdische Besiedlung Palästinas 200 Jahre vor der Gründung des jüdischen Staates zuzunehmen begann, als Palästina eine weit abgelegene Provinz des osmanischen Reichs war und die arabische Bevölkerung Palästinas (zu dem damals auch Transjordanien gehörte) sehr gering war und weit verstreut lebte, griffen die Araber trotzdem jedes Zeichen jüdischer Besiedlung an, führten Krieg gegen sie, terrorisierten, schlachteten sie ab, bestahlen sie und taten ihr Möglichstes, sie zu vernichten. Und trotzdem war diese Besiedlung das, was einen von Armut geschlagenen, trostlosen, leeren Landstrich in ein Land verwandelte, in dem Milch und Honig fließt.

Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beschrieben Franklin Roosevelt und Winston Churchill einen Prozess massiver arabischer Einwanderung nach Palästina.

Wo kamen sie her – all diese Immigranten – und warum tauchten sie plötzlich auf? Sie kamen aus den Ländern der Umgebung, weil die jüdische Besiedlung in Palästina ein neues und lebendiges wirtschaftliches Umfeld geschaffen hatte.

Und je mehr neue arabische Immigranten ankamen, desto mehr protestierten sie gleichzeitig gegen die jüdische Anwesenheit. Ihr nicht endender Krieg wurde in dieser Zeit vor der Staatsgründung und vor dem „Terror“ (!) „Anschläge“ oder „Pogrome“ genannt und ihre wahllosen Morde und Zerstörungen sind seitdem ohne Unterbrechung weiter gegangen – außer wenn wir sie selbst unterbrachen. Sie töteten und zerstörten vor der jüdischen Unabhängigkeit, bevor es ein „Flüchtlingsproblem“ gab, vor den 1967 erweiterten Grenzen, vor der Vereinigung Jerusalems und bevor es irgendwelche verstreuten Siedlungen oder Außenposten in der leeren, windigen Landschaft in Judäa und Samaria gab.

Nebenbei gesagt, die Araber sind das einzige Volk in der Welt, dessen „Flüchtlingsproblem“ seit 55 Jahren andauert, über drei bis vier Generationen hinweg. Sie sind die einzigen Flüchtlinge der Welt, die nie aussterben, die nie von der UN-Flüchtlingsliste gestrichen werden und die einzigen, die nicht in anderen Ländern aufgegangen sind, trotz eines riesigen „Mutterlandes“ Arabien mit seinen 22 Staaten, dreihundert Millionen Menschen (die fast alle eine gemeinsame Kultur, Sprache und Religion teilen), unendlicher Weiten leeren Landes und unbeschreiblichem Reichtum und Ressourcen. Auf UNRWA-Postern wurden die arabischen „Flüchtlinge“ als „Überlebende“ dargestellt. Das sind sie in der Tat.

Israel muss sich nicht bloß einer Gruppe – oder Gruppen – von isolierten Terroristen erwehren. Es muss mit einer kompletten Kultur von Gewalt, Hass, Blutfehden, Diebstahl und Ausweichen jeglicher Verantwortlichkeit klar kommen, die in muslimischen Ländern und muslimischer Kultur heimisch ist. Sogar „modernere“ arabische Staaten wie Ägypten oder Jordanien befinden sich ständig in der Gefahr, wieder in soziales Chaos und die blutige Vorstellungswelt islamischer Kriegsführung abzugleiten. Sie war brutal und ist es immer noch.

Die Araber führten Krieg mit den Juden, bevor es überhaupt den Gedanken einer arabisch-palästinensischen Nation oder eines entsprechenden Staates gab. Palästinenser waren die Juden Palästinas; die Araber waren einfach Araber – Teil des großen, arabischen Pan-Arabien – einer großen, zusammenhängenden arabische Nation, die sich über den ganzen Nahen Osten erstreckte und die gesamten, hoch homogenen arabischen Landstriche und ihre Bevölkerung umfasste. Und obwohl kleine Anzahlen Juden und Christen im Status der Dhimmis (ein Status der Semi-Dienstbarkeit, wie sie im Koran für Nicht-Muslime vorgeschrieben wird) leben mochten, waren Ungläubige (d.h. alle Nicht-Muslime) unwillkommen. In ihrem heiligen Krieg gegen die Juden erkennen die Araber keine Unschuldigen an, keine Nicht-Kombattanten, keine Frauen, keine Kinder. Alle sind der Feind; ganz Palästina ist heilige, „arabische“ Erde, und diese Erde muss judenrein sein.

Tatsächlich sind bereits aus einem großen Teil des Nahen Ostens die Juden entfernt worden. 850.000 verließen die arabischen Länder oder wurden 1948 systematisch aus den arabischen Ländern hinaus gezwungen; der Rest wanderte bald darauf aus. Statt der großen, blühenden und antiken Gemeinschaften bleiben nur ein paar winzige Überreste in wenigen Ländern wie Marokko, dem Iran oder Ägypten übrig (von denen alle nervös, gefügig, vorsichtig und verängstigt sind). Was Hitler in Europa nicht schaffte, hat der Islam im Nahen Osten erreicht.

Hitler hatte seine Endlösung; der Jihad wird die Länder des Islam reinigen, von Südostasien über den fruchtbaren Halbmond und Afrika bis zur Straße von Gibraltar, von Ägypten und dem Sinai im Süden bis zur Türkei, Südrussland und dem Balkan im Norden.

Das klingt verrückt? Arabische Führer aller Schattierungen erklären und deklamieren das in ihren täglichen Radio- und Fernsehsendungen, in ihrer Presse, in ihren Schulbüchern, in ihren Reden. Sie sagen es öffentlich, laut und deutlich, in allen Sprachen, aber hauptsächlich auf Arabisch. Ihre englischen Verkündigungen sind gedämpfter, berücksichtigen westliche Sensibilitäten. Aber lesen Sie einige Zeitungen auf Arabisch; hören Sie einigen wenigen Predigten in den Moscheen der ganzen Welt zu; setzen Sie sich in die Madrassas, die sich in der westlichen Welt ausbreiten, wo Millionen arabischer Kinder den Islam studieren. Oder – verbringen Sie ein paar Wochen in Israel und zählen Sie die Mörsergeschosse auf ruhige, zivile Zentren, die Schüsse auf nicht damit rechnende Unschuldige auf Autobahnen und die Selbstmord-Bomber, wo immer sie eindringen können.

Kürzlich wurde Anjem Choudary, der Führer von Al Muhajiroun in Großbritannien (einer islamischen Gruppe) von Ori Golan für die Jerusalem Post interviewt. Das Interview erschien in der Jerusalem Post vom 27. Juni 2003. Herr Choudary erklärte öffentlich und unverfroren: „In Israel gibt es keine Zivilisten. Sie müssen berücksichtigen, dass sie muslimisches Land besetzen.“ [Anmerkung d. Autorin: Er bezog sich ausdrücklich auf das gesamte Land Israel, nicht nur die 1967 eroberten Gebiete.]

Einschließlich Babys und alten Frauen??? Im Land sind diese Leute die Besatzer und Aggressoren und Teil der Grausamkeiten, die, so weit es uns betrifft, genauso schlimm, wenn nicht schlimmer sind als Nazideutschland.

Ist der Islam eine friedliche Religion? Nein, das können wir nicht sagen, weil die Wurzeln des Wortes Islam nicht „Frieden“ ist, sondern „Unterwerfung“ – komplette Unterwerfung unter den Schöpfer.

Was ist mit dem Briten, der den Selbstmordanschlag in Tel Aviv ausgeübt hat? Man muss sich freuen, wenn Mit-Muslime ihre Pflichten erfüllen. Es ist eine sehr noble Sache? Er wird ins Paradies eingehen.

Obwohl diese Dinge öffentlich in England ausgesprochen – und veröffentlicht – wurden, findet es der Westen immer noch schwierig (wenn nicht unmöglich) in diesen Begrifflichkeiten zu denken. Aber sollte es je einen heiligen Krieg gegeben haben, dieser ist es. Als solcher muss er nicht mit Stahl gekämpft werden, sondern mit Glauben. Die Araber glauben das. Das ist der Grund, warum ihre Selbstmordbomber so begierig darauf sind, sich in die Luft zu sprengen. Sie sind sicher, dass Allah auf sie wartet, um sie am Tor ins Paradies zu begrüßen. Und die, die sich nicht in die Luft jagen, stehen daneben und applaudieren. Der Rest der Welt spricht darüber, den Terrorismus zu bekämpfen, Frieden zu fördern, Grenzen zu ziehen, Vereinbarung zu unterschreiben. Der Westen tendiert dazu zu denken, dass alles sauber kontrolliert, geregelt und rational in Ordnung gebracht werden kann. Aber das ist Selbsttäuschung. Gewalt muss mit Gewalt begegnet, Feuer mit Feuer bekämpft, dem Bösen mit Gutem begegnet und verbogenem, mörderischem Glauben muss mit der Wahrheit entgegen getreten werden.

Amerika wachte nach dem 11.9. auf, entwickelte aber einen Tunnelblick. Obwohl endlich sensibilisiert für die möglichen Gefahren für das amerikanische Wohlergehen, scheint Präsident Bush zu denken, dass Gefahren für Israel ein geringeres Problem darstellen.

Dabei ist überhaupt Israels Existenz der Grund und die Rechtfertigung für arabischen Hass und Gewalt. Sogar die gut meinenden Völker der Welt werden nicht lange zustimmen, wegen eines winzigen Landstreifens in einem ständigen Alarmzustand und auf der Kippe zu einem Krieg zu leben. Der Preis für Israels Existenz könnte als zu hoch gewertet werden. Nationen werden sich fragen, was wichtiger ist: 300 Millionen Muslime zu beruhigen oder 4 bis 5 Millionen Juden zu schützen, bloß, weil deren Heimat in der falschen Nachbarschaft liegt? Und das Ergebnis wird sein, die Juden zu zwingen den jüdischen Staat einmal mehr um des „Friedens“ willen zur Kapitulation zu zwingen. Israel ist immerhin das ewige Opferlamm. Wenn die Alternative Weltkrieg heißt, ist ein winziger jüdischer Staat überflüssig.

Was soll dann getan werden? Gibt es eine Lösung des nie endenden arabischen Hasses und Kampfes?

Ja. Dies ist ein Jihad – ein heiliger Krieg – wir müssen ihn mit heiligen Waffen kämpfen. Wenn das jüdische Volk zu seinen grundlegenden Wahrheiten zurückkehrt, zu seiner Torah und zu seinem Land; wenn es versteht, wer es ist, warum es hier ist, die Bedeutung des Landes Israel begreift; wenn sich die Menschen zusammenschließen, nach Hause kommen und ihre historische Rolle und Aufgabe erfüllen, wird eine grundlegende Verschiebung in der kosmischen Konfiguration und der internationalen politischen Szene statt finden. Es gibt einen Gott und Er hat ebenfalls etwas zu den menschlichen Angelegenheiten zu sagen. Aber Er wartet darauf, dass die Menschheit den Ball ins Rollen bringt.

In der Zwischenzeit ist es an uns allen – und besonders am jüdischen Volk – die Standarte der Wahrheit und Gerechtigkeit in einer Welt voller Falschheit hoch zu halten und das Böse zu bekämpfen. Hitler war kein Märchen. Den Schrecken, den erzeugte, gab es wirklich und er musste besiegt werden.

Eines Tages werden unsere Schwerter tatsächlich zu Pflugscharen werden. Der Krieg wird vorbei sein und echter Friede – nicht ungerechte, aufgezwungene Kapitulation einer unschuldigen Nation – wird vollmächtig regieren. Bis dahin werden wir uns weiter anstrengen – und beten.

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