Erniedrigung

Nissan Ratzlav-Katz, 4. Juli 2003 (Israel National News, Link besteht nicht mehr)

„Täglich schmähen mich meine Feinde und die mich spotten, fluchen mit meinem Namen“ (Pslam 102,9)

Als die Nazis beim Anschluss 1938 in Österreich einmarschierten, machten sie sofort und mehr als deutlich klar, wie die neue Politik bezüglich der Juden in der neuen alten Provinz des Reichs aussah. Als Teil dieser Politik war der erste Schritt der Nazis die örtlichen jüdische Führung und ihre Familien zu erniedrigen und zu terrorisieren. Die Erniedrigung der Juden durch uniformierte Deutsche, wussten die Nazis, machte die Juden fügsamer und bestätigte und rechtfertigte die Verachtung der Nichtjuden gegenüber ihren jüdischen Nachbarn.

In Wien suchten sich Nazi-Offiziere den unter Chassidim als Sadigerer Rebbe bekannten, berühmten Rabbi Avrahom Yaakov Friedman aus Sadigora für ihre Belustigung aus. Sie zwangen den gelehrten religiösen Führer unter den spöttischen Blicken der zuschauenden Deutschen und Wiener die Straßen zu fegen. Der Rabbi sagte seinen Chassidim: „Es stört mich nicht ein Straßenkehrer zu sein. Sind die Straßen Wiens nicht auch die Straßen Gottes? Was mich ärgert ist die Schändung des Namens Gottes, dass die Juden in den Augen der Nichtjuden erniedrigt werden.“ Der Rabbi erzählte, er legte eines Tages ein Gelübde ab, dass, sollte Gott ihm irgendwann ermöglichen in das Land Israel zu emigrieren, er bereitwillig dort die Straßen fegen würde.

Im Land Israel, am 30. Juni 2003, war es Tag Eins nach einem weiteren israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen. Unbeschränkter palästinensischer Verkehr war auf den großen Durchgangsstraßen in der Region wieder hergestellt. Bewaffnete PA-Wachen standen an einigen der wichtigsten Straßen. Israelische Soldaten, die an der großen Kreuzung von Gush Katif dienten, nachdem die Kontrolle der PA übergeben wurde, wie auch Zivilisten, die die Straße benutzten, erzählten, dass aus fast jedem vorbei fahrenden arabischen Auto eine Kalaschnikow ausgelassen und spöttisch auf die israelischen Soldaten und Zivilisten gerichtet wurde. Die IDF hatte natürlich Befehl, diese Provokationen zu ignorieren.

Noch einmal: „Was mich ärgert“, sagte der Sadigerer Rebbe, „ist, dass die Juden abgewertet werden…“

Wir werden wieder erniedrigt, Rabbi. Aber diesmal findet das im Land Israel statt. Wir haben keine anderen Straßen, die wir gehen können; dies sind unsere Straßen. Unsere nationale Ehre muss hier wieder gewonnen werden – und das muss jetzt geschehen.

Mancher mag sagen, dass ein Kampf – physisch oder anders – um einen so esoterischen Wert wie „nationale Ehre“ zu führen, kindisch ist, falsch geleitet, sogar unmoralisch. Das ist es aber nicht. Es ist von übergeordneter praktischer Wichtigkeit. Ein Volk, das erlaubt, dass seine nationalen Symbole erniedrigt und seine heiligen Stätten geschändet werden; das seinen Feinden erlaubt, öffentlich zur Vernichtung seiner Mitglieder aufzurufen; das erlaubt, dass seine grundlegendsten historischen Ansprüche durch relativistische Behauptung über „wettstreitende Erklärungen“ herabgesetzt werden; das internationale Diffamierung und Lügen mit Gleichmut erleidet – dieses Volk untergräbt letztlich seine eigene Moral wie auch seine Abschreckungsfähigkeit. Damit schwächt es jeden moralischen Anspruch, den es zur Unterstützung seiner physischen Selbstverteidigung erheben könnte, wenn die Zeit dafür kommt. Die Völker der Welt, Freunde wie Feinde, werden den Schluss ziehen, dass ein Volk, das nicht bereit ist seine Ehre zu verteidigen, ein unehrenhaftes Volk sein muss. Solch eine tolerante, nachsichtige Nation ist dazu bestimmt, entweder immer währende Opferschaft zu akzeptieren oder sie ist gezwungen ihre Ehre– ihre Abschreckungsfähigkeit – wieder zu gewinnen, indem sie weitaus tragischere Mittel benutzen, als es andernfalls nötig gewesen wäre.

Arabischen Bewaffneten zu erlauben vorbeizufahren und dabei ihre Kalaschnikows spöttisch auf israelische Soldaten zu richten, bedeutet jetzt, dass später Israelis durch diese Kalaschnikows sterben werden. Den arabischen Terroristen, die die palästinensische Autonomie leiten, ist es erlaubt worden, in ihren Medien die Juden seit zehn Jahren zu verunglimpfen; arabische Mobs skandieren auf den Straßen von Judäa, Samaria und Gaza: „Tod den Juden!“; pausenlos belügen arabische Führer die Welt und uns; und israelische Führer murmeln wiederholt Entschuldigungen dafür, dass Juden in ihrem alt hergebrachten Heimatland leben. Wir fanden Entschuldigungen für unsere arabischen Feinde, wir ignorierten sie, wir zahlten, wir erlaubten ihnen Verbrechen gegen die Moral ohne Strafe zu verüben. Das Ergebnis all dieser Geduld ist beständig steigende, gegen Juden hier und andernorts gerichtete Gewalt gewesen. Was der Staat Israel vor zehn Jahren mit minimalen politischen und physischen Kosten dadurch hätte verhindern können, dass er aus Prinzip standzuhalten, wird er nun mit massiver Gewalt und Zerstörung beenden müssen – wenn er das überhaupt kann.

Der Sadigerer Rebbe starb 1961. Er hielt sein Versprechen aus dem Krieg, nachdem er im Land Israel eintraf. Früh an jedem Morgen, bevor die meisten Leute überhaupt erst wach waren, nahm der ehrenwerte Rabbi einen Besen in die Hand und fegte die Straßen im Umfeld seines Hauses in Tel Aviv.

Wann wird der Staat Israel endlich seine Erniedrigung beenden und die drohenden, spottenden Feinde von den Straßen fegen?

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2 Gedanken zu “Erniedrigung

  1. Ich bin mir sicher, dass die Christen dann zu Christen werden, wenn sie den Juden helfen, die offensichtlichen Lügen, die gegenwärtig gegen die Juden kreisen, helfen wegzufegen, um den Juden die Plattform zu geben die sie brauchen um ihre Berufung auszufüllen. Solange wir der Erniedrigung zuschauen oder auch nur vornehm schweigen, haben wir nicht das Recht, uns Christen zu nennen. Dieses Recht können wir uns nur durch Solidarität mit Israel erwerben. Es müsste eigentlich im Grundgesetz heißen: Die Würde des Gottes Israels ist unantastbar.Denn seine Würde wurde im zweiten Weltkrieg geschändet.
    Deutschland hat nun den Götzen des Islam als zu uns gehörig eingesetzt. Was für eine Verhöhnung ist das denn? Diese Erniedrigung gilt es zu unterlassen. Man muss nur den Gott um Vergebung bitten, den man auch in Wirklichkeit beleidigt, und dessen Volk man erniedrigt hat. Deutschland hat sich aus Furcht vor den Konzequenzen die eine konsequente Umkehr mit sich bringen würde, dem falschen Gott ergeben. Das ist äußerst fatal. Warum? Der Islam vergibt uns zwar herzlich gerne den Holocaust, aber er wird es uns nie vergeben, wenn wir seinen Feind, den Gott der Bibel endlich ernst nähmen. Wir Deutschen können keine Gnade von Gott erwarten, wenn wir unser Zuflucht bei einer Israel feindlichen Religion suchen. Jesus trug ein Gewand ohne Nähte, das war aus einem Stück gewoben, ein Gewand, um das die Soldaten unter seinem Kreuz würfelten, um es nicht zu zerstückeln. Auch wir dürfen nicht länger um dieses Gewand würfeln. Wir müssen uns in Jesus einigen, um Einheit zu erlangen. Und wir dürfen es nicht wagen, ohne die Juden vor seinem Thron zu erscheinen.
    Nur mit Israel ist Rettung möglich. Israel ist das Kleinod Gottes und muss auf unseren Schultern getragen werden, anstatt es zu erniedrigen. Wir haben die Aufgabe, der Welt furchtlos zu bekennen: Wir haben fast den Erben ausgerottet! Das dürfen wir nicht wiederholen. Wir haben die Aufgabe, sie mit allen Mitteln zu schützen, um sie unversehrt in die Hände des Vaters zu bringen. Wir haben uns einst selbst überhoben. Es ist Zeit, dass wir uns selbst erniedrigen um eines wieder gutzumachen. Die Würde Gottes darf nicht länger angetastet werden. Er wartet auf die Rückkehr seiner Kinder. Helfen wir ihnen, IHN kennen zu lernen, wie er wirklich ist? Nämlich tatsächlich der Gott der Wahrheit und der Liebe? Die Kirche ist grade dabei die Würde Allahs zu erheben um diesen Brüller zu beschwichtigen, er könnte ja sonst explodieren. Sie irrt sich und gibt dadurch ein falsches Signal.
    Daher ist es notwendig, das Segel zu hissen und das Gemeindeschifflein trotz wilder Wogen an Land zu steuern. Paulus hat bei seiner Fahrt Richtung Rom Schiffbruch erlitten………aber hierbei ist ihm eines gelungen: Der Schiffbruch erforderte kein einziges Opfer, weil ein Jude, mit der Gabe der Fürbitte, die Besatzung zur Einheit trotz äußerem Zerbruch zwang. Wir können uns nicht abseilen um uns aus der Verantwortung zu stehlen. Was wir können, ist, dass wir den Balast abwerfen der uns hindert eins zu werden und zu sein. Demut in Einheit oder Einheit in Demut ist die einzige Option, die uns nach dem Holocaust bleibt……denn der Islam ist gerade dabei, trickreich einen zweiten Holocaust zu inszenieren, diesmal open air. Warum bilden wir uns eigentlich ein, er würde uns im Westen gnädiger sein als unseren Brüdern und Schwestern in der noch christlichen Welt? Das was wir täglich hören und sehen zeigt doch die wahren Früchte des Islam. Jetzt ist es Zeit, die Erniedrigung der Juden ernsthaft zu beenden. Das wir das nur mit Jesus schaffen werden, müssen diese uns verzeihen. Das werden sie dann später verstehen.
    Der echte muss so sichtbar werden. Die Würde Gottes muss wieder hergestellt werden. Sein Feind, er ist so würdelos…….und bringt den Tod. Der Gott der Juden ist das Leben. Nur das wollte er sagen…und wurde dafür gekreuzigt. ….weil er sich für uns erniedrigt hat.

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