Wiederkehr der Kreuzzüge? Europäische Bischöfe fordern „Handeln nach 50 Jahren Besatzung im Heiligen Land”

JNi.Media, The Jewish Press, 24. Januar 2017

Bischo Declan Lang Foto: Screeshot

Eine Gruppe Bischöfe aus acht Ländern zitiert 3. Mose 25,10: “Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt eine Freilassung ausrufen im Lande für alle, die darin wohnen“ zum Ende ihres jüngsten Besuchs im Heiligen Land, in der sie die Lage in den von Israel im Sechstage-Krieg von 1967 befreiten Gebiete lautstark verdammen. Sie puschen eine absolut originelle (und widerliche) Interpretation des Gebots des Erlassjahres der Torah, das grundsätzlich für Juden gilt; damit erklärten die Bischöfe: „Während dieses fünfzigsten Jahres der Besatzung müssen wir für die Befreiung eines Jeden im Heiligen Land beten und all diejenigen praktisch unterstützen, die für den Aufbau eines gerechten Friedens arbeiten.“

„Wir alle haben Verantwortung uns gegen den Bau von Siedlungen zu stellen“, erklärten die guten Bischöfe. „Diese de-facto-Annexion von Land höhlt nicht nur die Rechte der Palästinenser in Bereichen wie Hebron und Ostjerusalem aus, wie es die UNO gerade anerkannte, sonder gefährdet auch die Chancen für Frieden.“

Natürlich kann man, wie in solchen antiisraelischen Dokumenten, auf Fakten verzichten. So auf die t
Tatsache, dass Israel und seine beiden „palästinensischen“ Nachbarn, die PA und die Hamas, trotz des gelegentlichen Allahu-Akbar-Ausbruchs einen Grad an Ruhe genossen haben, für deren Art man nach Marokko im Westen oder Indonesien im Osten reisen muss, um sie noch einmal zu finden. Und egal auch die Tatsache, dass Israel in einer Region, in der das Wort Christ nur allzu oft von Worten wie „vergewaltigt“, „verstümmelt“ und „Sklaverei“ begleitet ist, wahrscheinlich der einzige Zufluchtsort für Christen ist.

„Wir alle haben eine Verantwortung den Menschen des Gazastreifens Hilfe zu leisten, die weiterhin inmitten einer menschgemachten humanitären Katastrophe leben“, schrieben die Bischöfe, wobei sie eine verbindlichere Definition dessen umgehen, wer der „Mensch“ in „menschgemacht“ ist und was genau er macht (Qasssam-Raketen, die auf israelische Zivilisten geschossen werden).

„Sie (die Gazaner) haben inzwischen ein Jahrzehnt unter Blockade verbracht, vermischt mit einer politischen Sackgasse von Böswilligkeit auf allen Seiten“, schrieben die Bischöfe, wenn sie hätten schreiben sollen: „Warum erkennt ihr Israel nicht an, das euer Gebiet vor 12 Jahren verließ und gebt eure Drohungen es zu vernichten auf?“ Das wäre etwas, das ein redlicher Bischof mit Selbstachtung erklärt hätte.

Hier kommt der empörendste Teil der Erklärung der Gruppe nach ihrem Besuch: Der Bishof von Clifton and Chair of the Holy Land Coordination, Declan Lang, sagte, die Gruppe sei in der Lage gewesen „Zeit damit zu verbringen den Geschichten derer zuzuhören, die unter der Besatzung gelebt haben; er erinnerte sich insbesondere an die Studenten der Universität Bethlehem, die, wie er sagt, nie eine andere Realität gekannt haben.“

Declan Lang übersah vermutlich den Bericht im National Catholic vom 19. Dezember 2016, der offen legte: „1950 waren Bethlehem und die umgebenden Dörfer zu 86 Prozent christlich. Aber bis 2016 sank die christliche Bevölkerung auf gerade einmal 12 Prozent, wie Bethlehems Bürgermeisterin Vera Baboun angibt. In der gesamten Westbank stellen Christen inzwischen weniger als 2 Prozent der Bevölkerung, obwohl die Christen in den 1970-er Jahren 5 Prozent der Bevölkerung stellten. In Bethlehem, nach der Tradition der Geburtsort von Jesus, hat heute gerade noch 11.000 Christen.

Nach Nennung der statistischen Fakten versucht der NCR die Schuld weg von der muslimischen Einschüchterung der israelischen „Besatzung“ zuzuschieben (obwohl Bethlehem unter PA-Herrschaft steht) – weniger brutal, aber vollgepackt mit derselben Intoleranz und Hass wie die Attacken auf Christen vom Nordirak und Syrien bis hinunter nach Ägypten.

Wissen Sie, welches Land das einzige im Nahen Osten ist, in dem die christliche Gemeinschaft aufblüht und gedeiht? Natürlich: Israel. Willkommen, Bischof Lang.

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3 Gedanken zu “Wiederkehr der Kreuzzüge? Europäische Bischöfe fordern „Handeln nach 50 Jahren Besatzung im Heiligen Land”

  1. Die Kreuzzüge richteten sich mehrheitlich gegen den Islam und die Araber.

    Heute würde er sich aber gegen die Juden richten. Das wäre der Auftakt zur Vernichtung vom Vatikan (Daniel 11:45). Das würde dann auch die Trübsalszeit mit einbezihen.

    Die Substitutionstheorie der Katholiken treibt immer ärgere „Blüten“. Sie wollen das auserwählte Volk vulgarisieren und merken dabei NICHT, dass ihnen daraus ein mächtiger Fluch entsteht (1.Mose 12:3). Dieser Bund mit dem volk Israel hat Heute noch seine GÜLTIGKEIT!

    Es ist bekannt, dass der Vatikan seine Hände in der UNO und in der EU hat. Zudem liebäugelt er mit den PA-Leuten und buhlt dabei um den Tempelberg (Daniel 11:31).

    Wir müssen gegenüber dem Vatikan und seinen Leuten wachsam sein. Dann können wir viele Stellen in der Gerichtsprophetie biblisch deuten.

  2. Isranat. bis auf Deine These, dass wir die Gerichtsprophetie biblisch deuten könnten, stimme ich Deinem Kommentar zu. Ansonsten ist es sehr, sehr traurig wie selbst der hoffnungsvolle Papst Franziskus anscheinend dem Mainstream gegen Israel folgt und nichts gegen solche Priester oder sogar Kardinäle etwas unternimmt. Dabei sollte er aus eigener Erfahrung in seinem Herkunftsland Argentinien wissen, was Juden zu Zeiten der Nazis unternehmen mussten, um nicht getötet zu werden. Ach – Entschuldigung, Argentinien war ja nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches auch einer der Fluchthochburgen der Nazis und Eichmänner. Hätte ich ja fast vergessen.

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