Inakzeptabel. Ungerecht.

Daniel Gordis, 28. März 2004

Vor ein paar Jahren nahm unser Büro die Dienste eines neuen Fahrers in Anspruch. Der vorherige, stellte sich heraus, konnte vom Fahren nicht mehr leben, als die Touristen das Land im Stich ließen, und ging in die USA. Meine Sekretärin erzählte mir von Schlomo, dem neuen Fahrer, unmittelbar bevor ich von ihm für die Fahrt zu einem Meeting abgeholt wurde; ich dachte mir angesichts der Neuigkeit nicht viel.

Ich stieg in den Mietwagen, setzte ich auf die Rückbank, stellte mich Schlomo vor (der Mitte fünfzig zu sein schien) und sagte ihm, wohin ich wollte. Wir machten uns auf den Weg; während wir durch die Stadt fuhren, fiel mir ein Foto auf dem Armaturenbrett auf. Eine junge Frau, vermutlich in ihren Zwanzigern. Ein nicht formelles Foto in einem Plexiglas-Rahmen, der auf das Armaturenbrett geklebt war. Man sieht solche Dinge nicht oft auf das Armaturenbrett eines luxuriösen Mercedes geklebt, also war ich neugierig. Ich beugte mich ein wenig nach vorne und las die Worte am Fuß des Rahmens. „Limor, HYD.“ Limor – möge Gott ihr Blut rächen.

Jetzt war ich noch neugieriger. Dies würde eindeutig ein sensibles Thema sein, aber wir sind in Israel und Subtilität war nie eine Stärke dieser Gesellschaft. Also fragte ich einfach.

„Ist das Ihre Tochter?“
“Limor. Sie war 27. Und schön.“
“Tut mir leid.“
“Sie wurde im Café Moment getötet.“

Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Einen Moment lang sagte ich also nichts; dann fuhr er fort:

“Wissen Sie, man sagt mir immer wieder, dass es mit der Zeit einfacher wird. Ich warte immer noch darauf.“

Er drehte die Lautstärke des Klassikprogramms im Radio ein wenig höher, vielleicht, um die restliche Welt außen vor zu lassen. Ich weiß es nicht. Er schaute starr durch die Windschutzscheibe und ich aus dem Seitenfenster, sicher, dass alles, was ich sagte, absolut abgedroschen klingen würde. Ich war ihm ja erst vor ein paar Minuten zum ersten Mal begegnet. Selbst, wenn ich etwas zu sagen gehabt hätte, war jetzt wohl nicht die richtige Zeit dafür.

Wir haben diesen Fahrer immer noch. Manchmal ist es Schlomo, der mich abholt, aber meistens ist es sein Sohn Nir, auch etwa Mitte zwanzig. Gemeinsam betreiben die beiden den Mietwagen fast rund um die Uhr, so scheint es. Weil die meisten meiner Fahrten zum Flughafen auf den späten Abend fallen ist es gewöhnlich Nir, den ich sehe. Er holt mich auch am Flughafen ab.

Und jedes Mal, wenn wir die Kurven nach Jerusalem hinauf fahren, nimmt er dieselbe Route zu meinem Haus: An den Wolfson-Towers biegen wir links ab mitten hinein nach Rechavia, folgen den engen Straßen, bis der Wagen am – wieder aufgebauten, wieder eröffneten, besser bewachten und vollen – Café Moment vorbei kommt. Manchmal käme man auf anderen Strecken schneller nach Bakk’a, an Tagen, wenn der Verkehr in Rechavia einfach unglaublich ist. Aber er fährt nie anders. Er fährt immer am Moment vorbei. Er sagt nie etwas und ich frage nicht. Limors Bild ist da, sieht uns beide an, fast wie um uns daran zu erinnern, dass wir wirklich keine Eile haben. Was ist schon dabei, wenn der Verkehr in Rechavia ein wenig stärker ist? Die fünf Minuten Unterschied sind nicht so bedeutend, verglichen mit allem, womit er jedes Mal lebt und woran er denkt, wenn er auf sein Armaturenbrett schaut.

Es war Nir, an den ich dachte, als ich am Montagmorgen aufwachte. Das Radio war um Viertel nach sechs angegangen und die Nachrichten brummten im Hintergrund. Ein Hubschrauber. Eine Rakete. Getötet. Es klang wie gewöhnliche Morgennachrichten. Bis ich wach genug war, um den Namen zu erkennen. Scheik Ahmed Yassin. Seltsam, aber ich dachte an Nir. Vor allem anderen. Und ich fragte mich, ob er es schon gehört hatte. Ich fragte mich, wie er sich fühlte, angesichts des Wissens, dass wir den Kerl erwischt hatten, der seine Schwester tötete. Ich frage mich, ob das irgendwie Trost gibt. Ich bezweifle es.

An manchen Dingen muss man nicht zweifeln. Zum Beispiel, ob Yassin den Tod verdiente. Der britische Außenminister Jack Straw kann uns Vorträge darüber halten, die Tötung sei „inakzeptabel, ungerecht“. Mich kümmert das nicht. Denn wenn ich an die Briten denke, dann denke ich immer noch daran, dass die Küste Palästinas für Juden, die vor den Nazis flohen, geschlossen blieb, geschlossen für verzweifelte und verhungernde menschliche Wesen, die weg geschickt wurden, die manchmal gezwungen wurden, in das Europa zurückzukehren, aus dem sie geflohen waren, manchmal in ein noch schlimmeres Schicksal geschickt wurden. Als Brite sollte Straw tatsächlich das eine oder andere zu „inakzeptabel, ungerecht“ wissen.

„Inakzeptabel“, denke ich, ist eine schwache Art Yassins Lebenslauf zu beschreiben. Yassin war kristallklar. In diesem Konflikt geht es nicht um Territorium. Es geht um alles. Es kann kein „zionistisches“ Gebilde im Nahen Osten geben, der ein muslimischer Teil der Welt ist. Es kann keinen Kompromiss geben, keine Verhandlungen. Die Juden müssen weg. Man muss es ihm lassen, er redete Klartext.

Und er war hartnäckig. Unter Yassin war die Hamas in den letzten zwei Jahren verantwortlich für 425 Bombenanschläge, die 377 Tote und 2076 Verletzte zur Folge hatten. „Ungerecht“? Die Pizzeria Sbarro. Das Dolphinarium, voll gepackt mit Teenagern. Das Café Moment. Der Bus der Linie 37. Das Café Hillel. Der Bus der Linie 19. Viele, viele weitere. Und nun der Hafen von Ashdod, ein strategisches Ziel, das letztlich dazu führte, dass das Kabinett die Entscheidung traf ihn loszuwerden und die Hamas wissen zu lassen, dass wir die Nase voll haben. Und dass wir nicht die Absicht haben hier wegzugehen.

Ich kenne nur sehr wenige Israelis, die sich um die „Gerechtigkeit“ der Entscheidung ihn zu töten sorgen. Wenn er den Tod nicht verdient, dann verdient ihn niemand. Und manche Leute verdienen den Tod. Niemand, den ich kenne, verschwendete auch nur eine Träne, dass es ihn nicht mehr gibt. Aber niemand, den ich kenne, ging auf die Straße, um feiernd mit Sturmgewehren in die Luft zu schießen. Niemand verteilte aus Freude über das Ereignis Süßigkeiten an Kinder. Das, wissen die meisten von uns, wäre „inakzeptabel“.

War es klug, Yassin zu töten? Das ist die einzige Frage. Die moralische Rechtfertigung der Tötung ist, meines Erachtens, keine Frage. Was die Weisheit angeht, wer weiß? Ob sie die Hamas letztlich schwächt und es der Palästinensischen Autonomie ermöglicht, die Macht zu übernehmen, wenn wir uns zurückziehen, wie Sharon es nach eigener Aussage plant, bleibt abzuwarten. Was wir in der Zwischenzeit haben ist ein Patt des Schreckens.

Die Hamasführung ihrerseits ist abgetaucht. Abdel Aziz Rantissi, Yassins Nachfolger im Gazastreifen, droht mit noch nicht da gewesenen Vergeltungsschlägen und am Ende der „Befreiung der Heimat“. Die IDF versucht jetzt zweifellos ihn zu erwischen. Es ist anzunehmen, dass Rantissi weiß, dass es nicht viel Sinn macht, langfristig zu planen.

Aber Rantissis Drohungen sind in Israels Städten nicht ungehört verhallt. Die Menschen glauben ihm. Es gibt praktisch überall Kontrollstellen und jetzt wird dort wirklich kontrolliert. Gestern war ich zum Frühstück im Café Hillel, einem weiteren Erinnerungsstück an Yassin. Meine Sekretärin bat mich inständig, woanders hinzugehen. „Essen Sie diese Woche nicht dort“, bat sie. „Das ist keine gute Idee.“ Aber der Punkt ist, dass wir nicht weggehen. Das ist genau das, weshalb Yassin weg musste. Also blieb ich dabei und ging ins Café Hillel.

Das Café ist, wie das „Moment“, vollständig wieder aufgebaut worden und normalerweise prall gefüllt. Es kann schwierig sein einen Tisch zum Frühstücken zu finden. Gestern nicht. Im ganzen Restaurant waren wir zu sechst, dazu die Kellnerin und der sehr aufmerksame Wachmann an der Tür. Auf dem Weg ins Café, als ich dorthin ging, schaute ich in die Busse hinein, die die Emek Refa’im hinunter fuhren – fast leer. Fünf oder zehn Leute in einem Bus mitten im Berufsverkehr.

Als ich schließlich im Büro ankam, erzählte mir ein Kollege: Mittwoch, auf dem Weg nach Hause, klopfte eine ältere Frau an sein Seitenfenster, als er an einem der offenen Märkte Jerusalems vorbei kam. Sie hatte große Taschen mit Lebensmitteln vom Markt, die sie ihm zeigte; sie wohnte nur ein paar Straßen weiter, aber zu weit, um zu Fuß zu gehen. Sie hatte jedoch Angst den Bus zu nehmen. Ob er sie heim fahren könne.

Vor ein paar Tagen war auf der Kommentar-Seite von Ha’aretz die tägliche politische Karikatur zu finden, diesmal mit einem Fahrer von Domino’s Pizza auf einem Motorrad, der einer Familie Pizza brachte. Nur, dass diese Familie sich hinter Sandsäcken befand und kaum bereit war, einen Arm hervorzustrecken, um die Pizza anzunehmen. Das fasst die Stimmung ziemlich vollständig zusammen.

Die Karikatur ließ allerdings eins vermissen: Warum wir uns in diesem Chaos befinden. Ja, im Moment ist die Lage etwas heikel, aber das kennen wir schon. Woran die Israelis sich erinnern müssen und was der Rest der Welt begreifen muss, ist warum Yassin uns hasste: Einfach, weil wir hier sind. Und warum wir ihn los werden mussten: Weil er geschworen hatte, uns so lange umzubringen, bis wir abhauen. Aber wir hauen nicht ab. Wo könnten wir hin gehen? Selbst wenn wir uns bereit erklärten zu gehen, wohin sollten wir gehen? Als ob Europa uns zurück haben wollte. Als wäre es uns gut gegangen, als wir das letzte Mal dort waren. Oder als hätten die Franzosen seit 1943 viel dazu gelernt.

Letzten Sonntag gingen Elisheva und ich zu einem Vortrag von Aharon Applefeld, einem der herausragenden Romanciers Israels. Tali und Avi waren ausgegangen, also überließen wir Micha sich selbst. Er lag auf dem Sofa im Wohnzimmer und las ein mächtig dickes Buch von über 700 Seiten, das er unbedingt zu Ende bringen wollte, und ihm war ziemlich egal, dass wir gleich weg sein würden. Wir sagten ihm, dass wir unsere Handys dabei hätten, falls er uns brauchte und er solle gegen halb neun ins Bett gehen. Er sah kaum auf, murmelte aber „OK“. Wir wussten, er würde nicht rechtzeitig ins Bett gehen, aber wir konnten uns auch nicht unbedingt beschweren, dass ein Fünftklässler länger aufbleiben wollte, um einen Roman zu Ende zu lesen.

Applefeld erzählte seine Lebensgeschichte. Von idyllischen acht Jahren in einem völlig assimilierten, wohlhabenden jüdischen Heim in Europa. Wie seine Mutter von den Deutschen erschossen wurde. Wie er und sein Vater in ein Lager für Arbeitssklaven gebracht wurden. Und von seiner Entscheidung aus dem Lager zu fliegen, weil er wusste, dass er es nicht überleben würde. Und so fand er sich im Alter von achteinhalb Jahren allein in den Wäldern Europas wieder, sich als Christ stellend, um sein Überleben kämpfend. Er arbeitete in der Wohnung einer Prostituierten, kaufte für sie ein und putzte ihr Haus, bis einer ihrer betrunkenen Kunden ihn einen Juden nannte. Er floh. Er arbeitete für Pferdediebe, die ihn durch Oberlichter in Ställe hinunter fallen ließen, damit er wo auch immer landete und dann die Stalltür öffnete, damit sie die Pferde stehlen konnten. Er erzählte von den Nächten, in denen er allein auf dem Waldboden schlief; von den Tagen, an denen er das Moos von den Bäumen aß. Im Alter von zehn Jahren.

Und ich dachte an Micha, der jetzt genauso alt war. Ich fragte mich: Wenn er morgen allein im Wald wäre, würde er wissen, wie er das machen könnte? Würde er die Geistesgegenwart haben für eine Prostituierte, für Pferdediebe zu arbeiten? Würde er herausfinden, dass er das Moos von den Bäumen essen könnte, wenn er am Verhungern war? Ich bezweifelte das. Was bedeutet, dass wir ihm das nicht zustoßen lassen dürfen.

In den Tagen seit Yassins Tod, seit das deutliche Gefühl der Angst jeden kleinen Teil des Lebens hier durchzieht, habe ich an Applefeld im Alter von zehn Jahren gedacht. Und dann dachte ich an Abdallah Quran, den zehnjährigen Jungen aus dem Balata-Flüchtlingslager, dem man, offenbar ohne dass er das wusste, eine Bombe gab, die er durch eine Kontrollstelle bringen sollte. Ein Zehnjähriger versucht seine Familie zu ernähren, indem er nach der Schule Pakete durch Kontrollstellen bringt; er hatte keine Ahnung, wer die Tasche auf seinen Karren legte. Der Sprengstoff hatte einen Fernzünd-Mechanismus. Jemand, der ihm die Bombe gab, wollte ein Handy benutzen, um sie zu zünden. Und damit vermutlich auch Abdallah in den Himmel zu pusten.

Und die beiden Seiten des Konflikts werden gleich gesetzt?

Dieser Vorfall schaffte es nicht in allzu viele Teile der internationalen Presse. Aber als Hussam Abdo, der 16-jährige Junge, der vor zwei Tagen versuchte mit einem Sprengstoffgürtel durch einen Kontrollpunkt zu gehen, von den Soldaten gefasst wurde, war gerade ein Kamerateam anwesend. Und die ganze Sache wurde gefilmt. Es stellte sich heraus, dass Hussam 100 Schekel bekommen hatte, um den Sprengstoff dort hinzubringen und zu zünden. Ihm wurden auch 70 Jungfrauen im Himmel versprochen, sagte er.

Die gute Neuigkeit war, dachte ich zuerst, dass die palästinensische Gemeinschaft wütend war. Tamam Abdo, seine Mutter, sagte der Presse: „Es ist verboten, ihn in den Kampf zu schicken. Er ist jung, er ist klein, er sollte in der Schule sein. Jemand hat Druck auf ihn ausgeübt.“ Endlich.

Aber dann las ich den Rest des Interviews: „Wenn er über 18 wäre, wäre ich nicht so verärgert… dann ist es seine Entscheidung“, sagte sie. Ah, ein weiteres schönes, humanistisches Gefühl. Oder ihre Nachbarin, Sadia Abdel Rahman: „Wir müssen ernste Angriffe führen. Das ist kein Kinderspiel. Das ist peinlich.“

Ich denke, uns allen sind unterschiedliche Dinge peinlich. Als Israel im Juli 2002 eine F-16 los schickte, um eine 1000kg-Bombe auf das Haus von Salah Schehadeh zu werfen, den damaligen militärischen Chef der Hamas im Gazastreifen, trafen wir ihn. Die Israelis waren damit einverstanden. Aber eine 1000kg-Bombe ist eine enorm starke Waffe und mit Schehadeh töteten wir weitere vierzehn Personen, darunter neun Kinder. Die Israelis waren erbost und beschämt. Wie Yassin verdiente Schehadeh den Tod. Aber die israelische Gesellschaft probte den Aufstand. „So nicht“, sagten die Leute, auf der Linken wie auf der Rechten. „Wir können nicht anfangen wie sie zu sein. Das ist nicht die Grundidee des Lebens hier; das ist ein wichtiger Teil davon, ein Land zu haben, das wir unser eigen nennen. Wenn wir nicht anders sind, besser sind, zu was ist es dann gut?“

Schließlich entschuldigte sich die Regierung. Und die IDF änderte ihre Vorgehensweise. Als sie sich also am 6. September entschied Yassin beseitigen, schickten wir wieder eine F-16, diesmal aber mit einer 250kg-Bombe. Die Bombe funktionierte perfekt und der Pilot traf sein Ziel. Aber das Gebäude wurde nur beschädigt und Yassin kaum verwundet. Und was war die Reaktion des typischen Israeli? Zufriedenheit. Wir hatte etwas gelernt. Wir hatten nicht getroffen, ja, aber immerhin waren wir anders.

Mir fällt die Tatsache auf, dass die Berichterstattung über die Tötung von Yassin so wenig den fehl geschlagenen Anschlag auf sein Leben vom September erwähnte. Ich vermute, das ist so, weil der Grund, dass wir ihn nicht trafen, eine Dimension dieses Konflikts offen legt, die der Großteil der Welt nicht sehen möchte. Sie stellt die moralische Gleichsetzung auf den Kopf, die die internationale Presse aussendet. Sie zeigt auf, dass die Menschen in diesem Konflikt immer noch darüber nachdenken, was „akzeptabel“ und „gerecht“ ist. Sie erinnert die Welt daran, dass es mehr als ein Volk in dieser Region gibt, das befreit werden müsste.

Es ist nur noch ein paar Tage bis Passah. Die Geschäfte füllen sich mit Passah-Produkten. Die Israelis machen sauber. Kaufen ein. Laden ein. Und erinnern sich. Erinnern sich des Passah-Festes vor zwei Jahren und des Blutbades im Park Hotel. Und erinnern sich daran, dass Hamas und Yassin auch dieses verübten.

Wird das Pessah dieses Jahr friedlicher? Schwer zu sagen. Man hofft es. Tatsächlich betet man dafür. Aber egal, was passiert, es wird eine gewisse Befriedigung vorhanden sein, wenn auch eine traurige, in dem Bewusstsein, dass Menschen, die unsere Sederfeiern zerbomben, das nicht ungestraft tun können. Das ist der Unterschied zwischen dem Leben jetzt und dem Leben, in dem Aharon Applefeld in den Wäldern nach Essbarem suchte. Applefeld wuchs in einer Welt auf, in der Leute seine Mutter erschießen und ihn in den Tod schicken konnte und es niemanden gab, der für ihn kämpfte.

Das ist es, was sich geändert hat. Das ist die Bilanz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein anständiger Mensch Freude am Tod eines anderen empfindet. Nein, keine Freude. Aber Zufriedenheit? Ja. Denn es muss einen Preis geben, der für den Massenmord an Juden gezahlt wird. Den muss es einfach geben. Alles andere, muss Herr Straw begreifen, ist wirklich „inakzeptabel“.

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