Huris: die „sexuellen Superfrauen“ des Islam

Raymond Ibrahim, FrontPage Magazine, 24. November 2016

Letzten Monat, als die Schlacht um Mossul begann, soll Abu Bakr al-Baghdadi, der „Kalif“ des Islamischen Staates allen Jihadisten, die im Kampf genge die Ungläubigen-Kräfte sterben („gemärtyrert“ werden), vier zusätzliche Huris (übernatürliche, himmlische Frauen, die für sexuelle Zwecke geschaffen wurden)– zusätzlich zu den anderen 72 von Mohammed  Jungfrauen – versprochen haben, heißt es Berichten arabischer Medien.

Al-Bagdadi machte dies in einer besonders „feurigen Predigt“, in der er 15 Hadithe und drei Geschichten über Huris im Zusammenhang mit der ersten muslimischen Eroberung Mossuls durch Kameraden Mohammeds ca. 637 (die Sahahba) noch einmal erzählte. Nachdem er seinen Anhängern versprach, dass „in den anstehenden Schlachten Blut wie in Flüssen fließen wird“, erklärte Al-Baghdadi: „Alle ohne Ausnahme werden das Paradies als Märtyrer betreten. Außerdem werdet ihr das Paradies mit vier Huris mehr als andere Märtyrer betreten. Denn genauso, wie ihr jetzt zu mir steht, werden sie zu euch stehen, oder unter euch oder über euch, so dass vergessen könnt, was euch durch Gewalt, Tod und Erniedrigung in diesem Krieg geschehen wird.“

Diesen Bericht kann man zwar leicht als Falschmeldung abtun (unter anderem erklärt er nicht, warum al-Baghdadi glaubt er werde vier himmlische Konkubinen mehr bekommen), aber das Problem besteht darin, dass der Islam – nach seiner Geschichte und seinen Doktrinen nach Aufruf seiner Führer von Mohammed bis al-Baghdadi – voller Geschichten und Anreize bezüglich der Huris steckt.

Hier ist zum Beispiel ein authentischer Hadith – ein Äußerung, die Mohammed zugeschrieben wird, die der Mainstream-Islam als wahr anerkennt – die von allen Jihadisten-Organisationen (einschließlich ISIS) regelmäßig ins Feld geführt wird:

Der Märtyrer ist für Allah etwas Besonderes. Ihm wird vom ersten Tropfen Blut [das er vergießt] vergeben. Er sieht seinen Thron im Paradies… Er wird die Huris [vollbusige Frauen] ehelichen und wird Qualen des Grabes und Sicherheitsmaßnahmen gegen die Hölle nicht kennen. Auf seinem Kopf wird eine Ehrenkrone befestigt sein, ein Rubin, der größer ist las die Welt und alles, was sie beinhaltet. Und er wird mit zweiundsiebzig Huris kopulieren. (Quelle: The Al-Qaida Reader, S. 143)

Die Geschichten der Eroberungen von Mesopotamien und Syrien sind tatsächlich voller Anekdoten von Muslimen, die sich ins Getümmel werfen und dem Tod in die Arme eilen, weil sie glauben das zu tun würde sie in die warmen Umarmungen der himmlischen Sexsklavinnen eilen lassen. Hier folgen einige Anekdoten aus Al-Waqidis Bericht über die Schlacht von Yarmuk in Syrien (636), die um dieselbe Zeit stattfand, in der Mossul erobert wrude und die ebenfalls kleinere muslimische Streitkräfte gegen viel größere Streitkräfte der Ungläubigen (in diesem Fall christliche Byzantiner) kämpfen mussten:

  • Als ein muslimischer Hauptmann auf einem Feld voller muslimischer Leichen nach seinem Neffen Suwayed suchte, fand er ihn sterbend auf dem Boden vor. Als der Mann ins Blickfeld des gefallenen jungen Mannes kam, begann Suwayed zu weinen. Er erklärte, nachdem er von einem Byzantiner aufgespießt wurde, begann etwas Seltsames mit ihm zu geschehen: „Die Huris standen neben mir, erwarteten den Aufbruch meiner Seele.“
  • Ein Jihadist berichtete, dass er einen gefallenen Kameraden in einer seltsamen Haltung vorfand. „Ich sah ihn geschlagen am Boden und sah, wie er einen Finger zum Himmel hob. Ich begriff, dass er jubelte, den er sah die Huris.“
  • Während er seine Standarte schwenkte, sagte ein weiterer muslimischer Bataillonsführer seinen Männern ein wilder Andrang gegen die „christlichen Hunde“ sei gleichbedeutend damit „in die Umarmung der Huris zu eilen“.

Die Besessenheit mit den Huris beschränkt sich nicht auf obskure islamische Texte oder ISIS („das nichts mit dem Islam zu tun hat“). Im Verlauf der Jahre haben ich zahlreiche Videos von muslimischen Männern gesehen, die ihre Aufgeregtheit wegen der Aussicht darauf im Jihad zu sterben und dann in die Umarmung der übernatürlichen himmlischen Frauen diskutieren. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie allgegenwärtig die Huri im Islam ist, bedenken Sie ihren Einfluss auf muslimische Frauen, wie in einem Video eines muslimischen Geistlichen demonstriert wird, der Fragen per Anruf annimmt und beantwortet. Eine Frau rief an, die ihre Empörung über die Huris zum Ausdruck brachte; sie sagte, sie würde „von Eifersucht in den Wahnsinn getrieben“, wenn sie den ganzen Tag lang ihren Ehemann mit diesen übernatürlich schönen Frauen im Himmel sieht.

Der Geistliche antwortete damit, dass er ihr sagte: „Wenn du das Paradies betrittst, wird Allah die Eifersucht aus deinem Herzen nehmen Und habe keine Angst, denn du wirst die Herren über die Huris und ihre Königin sein.“ Immer noch besorgt bettelte die muslimische Ehefrau: „Aber muss er die Huris haben?“ Lachend versicherte der Geistlich ihr: „Schau, wenn du ins Paradies kommst, wirst due schöner sein als die Huris – du wirst ihre Herrin sein. Okay? Und wenn du ins Paradies kommst, wird Allah jegliche Eifersucht und Sorgen aus deinem Herzen nehmen.“

All das ist eine Erinnerung daran, dass die muslimische Denkweise und die Motivation hinter dem Jihad vielfältig und facettenreich sind – und sogar diejenigen einschließen, die überhaupt nicht an Allah und das Leben im Jenseits glauben. Westlich säkular Denkende würden gut daran tun damit aufzuhören ihre eigenen materialistischen Weltanschauungen auf Jihadisten zu projizieren – so als die Obama-Administration sagte, Leute würden sich ISIS wegen „fehlender Job-Chancen“ anschließen – und anfangen die Bezugssystem des Islam und die Motivationen in deren eigenen Begriffen zu verstehen.

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