Steineknappheit in der Westbank lässt Jugendliche Fragen: „Was sollen wir jetzt werfen?“

The MidEast Beast, 18. Februar 2017

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mebeast_170218©Eldadcarin | Dreamstime.com – Palästinensische Männer springen bei Protestfoto über Feuer

Ein ernster Mangel an geeigneter „Wurfsteine“ in der Westbank hat in den letzten Wochen zu einer Panik geführt. PA-Beamte haben unter Anführung von natürlicher Erosion – und Jahrzehnten Steine werfen durch Jugendliche, die hätten in der Schule sein müssen –in mehreren Städten der gesamten Westbank den Notstand ausgerufen, was dazu führt, dass die IDF und die internationale Gemeinschaft fragen: Was werden sie demnächst werfen?

Gegenüber dem MidEast Beast sagte der 12-jährige Usman Abu Rahman: „Ohne Steine zum Werfen bin ich deprimierter als je zuvor. Steine auf Juden zu werfen machte mich immer glücklich. Heute habe ich keine Entschuldigung dafür den Mathematikunterricht zu schwänzen. Aber wir sind zäh. Ich werde bald etwas anderes finden.“

Da sich direkt außerhalb der Westbank auf israelischem Territorium haufenweise Steine befinden, haben die geschäftstüchtigen Teenager Khaled und Bilal al-Rayyis eine Internetserie namens „Ja aber was wird es sein?“ gestartet, in der sie abwechselnd ausgewählte Objekte auf IDF-Soldaten werfen, darunter Holzstöcke, Hauen nassen Sandes und sogar Barbie-Puppen.

Nach einem Kommentar zur Sache gefragt, gab sich der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu vorsichtig hoffnungsvoll: „Wir werden keinen der Checkpoints entfernen, um das Leid der palästinensischen Steinewerfer zu lindern. Aber vielleicht wird dieser Konflikt ohne Steine endlich ein Ende finden. Sehen Sie? Ich bin optimistisch.“

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