Wie die Hamas es sieht (2006)

14.12.2006 PA-Außenminister: Feuerpause nur eine Taktik für die Befreiung
(verbreitet vom israelischen Außenministerium am 14. Dezember 2006)

PA-Außenminister Mahmud a-Zahar erklärte diese Woche, dass die jetzige Feuerpause (hudna) keine Anerkennung Israels darstellt, sondern eher eine Reihe taktischer Schritte auf dem Weg zu „vollständigen Befreiung“ Palästinas.

„Wir sind als Muslime die Eigentümer dieses Landes und wir werden nicht eine einzige Hand voll palästinensischen Bodes aufgeben“, sagte Zahar vor Studenten der Islamischen Universität in Gaza Stadt am Samstag (10. Dezember).

Er erklärte, dass die Lösung des Konflikts nicht die Schaffung eines palästinensischen Staates entsprechend der Grenzen von 1967 sei, sondern die totale Befreiung „allen palästinensischen Landes“ – ein populärer Euphemismus für das Territorium, das vom Staat Israel „besetzt“ wird. Der Errichtung eines palästinensischen Staates würde ein „islamisches kulturelles Unternehmen“ folgen.

Zahar sagte den Studenten, dass die Israelis bereits begonnen hätten in Frage zu stellen, ob Israel in ein paar Jahrzehnten noch existieren würde.

Zahar verlangte, dass die PA alle Vereinbarungen aufgeben, die sie mit Israel unterzeichnet hat; sie hätten dem palästinensischen Volk eine Katastrophe eingebracht. Zusätzlich lehnte er jegliche Art von Sicherheits-Koordination mit Israel ab, die er als „Betrug an der Heimat“ bezeichnete.

Der stellvertretende Minister für Religiöse Angelegenheiten der PA, Salah Alrakab, sagte den Studenten, dass der Islam es verbietet eine Friedensvereinbarung mit Juden zu unterzeichnen, weil „der Konflikt mit den Juden ein religiöser, existenzieller Kampf ist und kein Konflikt um Grenzen“. Das islamische Gesetz erlaubt maximal die Unterzeichnung einer zeitlich begrenzten Hudna (Feuerpause).

Die Juden haben keinen Anspruch auf ein Land Israel, außer dem, was in der Torah steht, fuhr er fort, die bereits als Fälschung entlarvt sei. Die Befreiung des Landes wird nur durch Jihad (heiligen Krieg) erreicht werden, durch die Generalmobilmachung der islamischen Nation, sagte er, was der kürzeste Weg zur Wiederherstellung der palästinensischen Rechte sei und „die Gier der Juden“ schrumpfen lasse.


09.11.2006 „Palästina“ vom Jordan bis zum Mittelmeer

MEMRI hat einen Fernseh-Clip dokumentiert, der deutlichst zeigt, dass die Hamas ihr Ziel der Vernichtung Israels nicht aufgegeben hat.

  • Khaled Meschaal betonte am 12. Oktober 2006, dass er Israel nicht anerkennt.
  • Am 20. Oktober 2006 verkündet PA-Außenminister Mahmud Al-Zahar, Israel keinerlei historische, religiöse oder kulturelle Legitimität habe, mit dem man seine Beziehungen nicht normalisieren kann.
  • Premier Ismail Haniye gab am 13. Oktober 2006 aus: „Wir werden nicht ein einziges Körnchen palästinensisches Land aufgeben. Früher oder später wird unser Volk in sein Land zurückkehren, in seine Städte und seine Dörfer, aus denen es vertrieben wurde.“

In diesem Stil geht es weiter, wie bei MEMRI nachzulesen ist.


08.11.2006 Tiere und eine Gruppe von Banden

Die Linkspartei.PDS wollte für eine Nahostkonferenz unbedingt einen „Sprecher der palästinensischen Regierung“ einladen; er „wird allgemein als moderat dargestellt“, schrieb Wolfgang Gehrke zur Rechtfertigung. Ivo Bozic hat in seinem Blog Planet Hop ein sehr moderates Zitat des überaus moderaten Hamas-Mannes wiedergegeben:

Israel muss vom Angesicht der Erde getilgt werden, hat der moderate Mann gesagt.
Und: „Dies ist kein Staat von Menschen. Es sind Tiere und eine Gruppe von Banden.“

Ah ja.


12.03.2006 Kriegserklärung der Palästinensischen Autonomiebehörde

Michael Freund schreibt heute über die Prinzipienerklärung der Hamas:

Jeder, der erwartete, dass der überwältigende Wahlsieg der Hamas bei den Wahlen zum palästinensischen Legislativrat die Terrororganisation in eine moderate politische Kraft verwandeln würde, erlebte dieses Wochenende eine unangenehme Überraschung.

In einem an die Presse gegebenen Dokument, das die Leitprinzipien der kommenden Hamas-Regierung skizziert, machte die Organisation klar, dass sie nicht einen Zentimeter von ihrer Entschlossenheit abrückt weiterhin unschuldige Juden zu töten.

„Widerstand in all seinen Formen ist ein legitimes Recht des palästinensischen Volkes auf seinem Weg der Besatzung ein Ende zu setzen und seine nationalen Rechte wieder einzusetzen“, erklärt das Dokument, das außerdem darauf besteht, dass das so genannte palästinensische „Rückkehrrecht“ etwas ist, das „nicht aufgegeben werden kann“.

Mit anderen Worten: Die Hamas plant die Hebel der Macht, die ihr zur Verfügung stehen werden, zu nutzen um die Ausführung von Terroranschlägen gegen den jüdischen Staat fortzuführen. Die Autonomiebehörde und all ihre „Sicherheits“-Dienste werden nun von der ausdrücklichen Politik des „Widerstands in all seinen Formen“ geführt, was Hamas-Sprache für Selbstmord-Anschläge, Schusswaffen-Angriffe und andere Arten von Anschlägen ist.

Wenn das keine formelle Kriegserklärung durch die palästinensische Autonomiebehörde gegen Israel ist, kann man sich nur schwerlich vorstellen, wie eine solche aussehen würde.


03.02.2006 Hamas-Chef Khaled Maschaal aus Damaskus:
„Bevor Israel stirbt, muss es gedemütigt und erniedrigt werden.“
Man bedenke: Das zu einer Zeit, als in Europa spekuliert wird, die Hamas würde sich ändern und ihre Ziele revidieren!


31.01.2006 – Zitate führender Hamas-Vertreter zum Parteiprogramm der Hamas, 25.-15.1.06

Über die Weigerung der Hamas, die Waffen niederzulegen:

„Wir werden uns mit unserer Waffe in der Hand am Gesetzgebenden Rat beteiligen“, Hamas-Kandidat Mahmoud Zahar (Associated Press, 18.1.06)

„Wir beteiligen uns nicht an den Wahlen wegen des Geldes oder angesehenen Positionen, sondern um das Gewehr in der einen Hand und das Wahlversprechen für Reformen und Veränderung in der anderen Hand zu tragen“, – Hamas-Kandidat Ahmed Bahr (The Jerusalem Post, 17.1.06)

„Man hat versucht, Druck auf die Hamas auszuüben, damit sie ihren Widerstand und ihre Waffen aufgibt. Aber alle Versuche sind fehlgeschlagen, Druck und Anschwärzung hatten keinen Erfolg. Wir sagen, dass Hamas seine gleich bleibenden Prinzipien nicht ändern wird“, – Hamas-Kandidat auf dem ersten Listenplatz Ismail Haniyah (Reuters, 20.1.06)

„Die Werte und die Strategie der Hamas ändern sich nicht aufgrund der Umstände. Hamas wird dem Jihad, dem Widerstand, den Gewehren, Palästina und Jerusalem verpflichtet bleiben. Hamas wird in den Palästinensischen Gesetzgebenden Rat auf der Grundlage des Widerstandes einziehen“, – Hamas-Kandidat auf dem ersten Listenplatz Ismail Haniyah (Reuters, 25.1.06)

„Die Europäer und die Amerikaner sagen, dass sich Hamas entweder für die Waffen oder für das Parlament entscheiden muss. Wir sagen, dass wir beides wollen, Waffen und Parlament, und es gibt keinen Widerspruch zwischen beidem“, – Hamas-Kandidat auf dem ersten Listenplatz Ismail Haniyah (Reuters, 25.1.06)

Zum Widerstand gegen den Friedensprozess und die Ablehnung der bisherigen Friedensabkommen:

Hamas „wird keinen Zentimeter des Besitzrechtes Israels an diesem heiligen Land anerkennen. Wir betrachten Israel nicht als Partner, weder jetzt noch in Zukunft“, Hamas-Kandidat Mahmoud Zahar (Associated Press, 18.1.06)

„Ein Dialog mit Israel steht nicht auf der Hamas-Agenda. Hamas anerkennt nicht das zionistische Gebilde und betrachtet Widerstand als den einzigen Weg, gegen den Besatzer zu kämpfen“, Hamas-Kandidat auf dem ersten Listenplatz Ismail Haniyah (Al-Jazeera, 18.1.06)

„Das palästinensische Volk steht genauso wie wir zu dem gefährlichen Thema der Roadmap (internationaler Friedensplan), die damit beginnt, die das palästinensische Volk auseinander zu reißen. Unser Einzug in den PLC (palästinensischen Gesetzgebenden Rat) wird diesem Plan ein Ende bereiten und einen neuen Plan errichten, ein Befreiungsplan oder einen, der die Roadmap ersetzt“, – Hamas-Kandidat Mahmoud Zahar (BBC, 15.1.06)

„Hamas nimmt an den Wahlen nicht auf der Grundlage der Oslo-Abkommen teil, sondern auf der Grundlage ihres politischen Programms, das diese Abkommen ablehnt“, – Hamas-Sprecher im Gazastreifen Sami Abu Zuhri (The Jerusalem Post, 17.1.06)

Nach der Stimmabgabe im Gazastreifen am Mittwochmorgen sagte Hamas-Führer Mahmoud al-Zahar, die Organisation werde „nicht ein einziges Wort seiner Prinzipien ändern“ und rief zur Zerstörung Israels auf. (Reuters, 25.1.06)

Über die Verpflichtung der Hamas zur Gewalt:

„Hamas will an der Gesetzgebung teilhaben, um den Widerstand gegen die Besatzung zu schützen. Das ist unsere strategische Wahl. Unsere politische Aufgabe ist die Stärkung des Widerstands“, – Hamas-Kandidat Mouna Mansour (The New York Times, 23.1.06)

„Wir haben unser Gelöbnis zur Wahrung Jerusalems nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit dem Blut unserer Märtyrer“, – Hamas-Sprecher Adnan Asfour (Hamas Website, 23.1.06)

„Wir sind hier, weil wir Partner des Widerstands und des Blutes sind, und wir müssen Partner im Entscheidungsprozess sein, und weil Hamas alle unterstützen wird, die an Palästina und an das palästinensische Volk glauben“, – Hamas-Kandidat Yusif al-Sharafi (Palestinian Information Center, 14.1.06)

„Alle Optionen sind offen“, wie immer die Ergebnisse ausfallen, „Hamas bleibt dem (gewaltsamen) Widerstand verpflichtet“, – Hamas-Sprecher im Gazastreifen Sami Abu Zuhri (The Associated Press, 23.1.06)

„Hamas wird sich nicht in eine politische Partei verwandeln. Die Hamas spielt auf allen Feldern. Sie spielt auf dem Feld des (gewaltsamen) Widerstands“, Hamas-Kandidat Mahmoud Zahar (Reuters, 25.1.06)

Zusammenstellung aus einer Nachrichtenmail der israelischen Botschaft Berlin


22.01.2006 – Die Jerusalem Post zitiert Ismail Haniya, den Top-Kandidaten der Liste der Hamas für die PA-Wahlen:

„Die Hamas unterstützt die Gründung eines palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 mit Jerusalem als Hauptstadt nur als vorläufige Lösung.“
Er betonte, dass die Hamas die Existenz des Staates Israel nicht anerkennt und die Vision der Errichtung eines palästinensischen Staates im gesamten Gebiet westlich des Jordan beibehält.
Er wiederholte auch, dass es keine Chance gibt, dass die Hamas sich freiwillig entwaffnet, so lange Israel existiert.

In unseren Medien meinten einige, sie müssten darauf hinweisen, dass die Hamas in ihrem Wahlprogramm das Ziel der Vernichtung Israels anführt!

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