Kirche(n) im Heiligen Land, Negativbeispiel 2 – Neuer Patriarch: Kein Land für Juden

Christliche Führer unterzeichnen geheimes Dokument, das den Verkauf von Jerusalemer Schlüsseleigentum ablehnt

Aaron Klein, WorldNetDaily, 26. November 2005

Jerusalem – Der Man, der letzte Woche als griechisch-orthodoxer Patriarch von Jerusalem inthronisiert wurde, unterzeichnete ein Geheimdokument, das ihn verpflichtet den kürzlich erfolgten Verkauf von Land an jüdische Gruppen zu anullieren; das Land umfasst Schlüsseleingänge in die Jerusalemer Altstadt. Der Patriarch soll Äußerungen dahin gehend gemacht haben, dass Juden in gewissen Teilen von Jerusalem leben.

Der neu eingesetzte griechisch-orthodoxe Führer, Theofilos III., wurde Dienstag in einer Zeremonie in der Grabeskirche gekrönt, obwohl Israel Einwände erhoben hat; Israel debattiert derzeit darüber, ob er als offizieller Jerusalemer Patriarch anerkannt werden soll – als Führer von 100.000 Christen im Heiligen Land.

Theofilos versucht die Nachfolge des derzeitigen Patriarchen Ireneos anzutreten, den Kirchenoffizielle im Mai aus dem Amt zu verdrängen versuchten, indem sie neue Wahlen zum Patriarchen abhielten, weil es Vorwürfe gab, Ireneos habe Kirchengrundstücke in Jerusalem an jüdische Gruppen vermietet. Diese Vermietungen, die letztes Jahr für einen Zeitraum von 98 Jahren unterzeichnet wurden, schließen zwei Hotels ein, die einen großen Teil des Jaffa-Tores bilden, dem Haupteingang in die Altstadt Jerusalems.

Der Eigentumstransfer erboste die beträchtliche palästinensische Mitgliedschaft der Kirche, die Jerusalem als Hauptstadt eines zukünftigen Staates beansprucht.

Ireneos, weiterhin von Israel als Patriarch anerkannt, hat bisher den Forderungen der orthodoxen Weltkirchenführer widerstanden abzutreten; er behauptet ein früherer Mitarbeiter habe die Mietverträge ohne sein Wissen unterschrieben. Den Vermietungsverhandlungen nahe stehende Quellen sagten gegenüber WND, der Handel wurde vom Finanz-Geistlichen für die Konten der Kirche bei der Israel-Bank unterschrieben und dass Ireneos direkt in den Transfer des Eigentums verwickelt war.

WND hat vor der neuen Patriarchenwahl erfahren, dass Theofilos mit einigen anderen Kandidaten für das Amt, ein geheimes Kirchendokument unterschrieb, mit dem sie erklären, dass sie im Falle ihrer Wahl zum Kirchenführer alle Transaktionen annullieren würden, die von Ireneos gemacht wurden, einschließlich der Vermietung vom Jaffa-Tor.

Das an die palästinensische Autonomiebehörde gerichtete und WND vorliegende Schriftstück erklärt: „Wir, die Kandidaten der griechisch-orthodoxen Kirche, stimmen hiermit zu, dass wir verpflichtet sind dem Gesetz des griechisch-orthodoxen Patriarchats zu folgen… Im Falle unserer Wahl werden wir für die Aufhebung aller Transaktionen arbeiten, die in der Zeit von Ireneos I. vorgenommen wurden und wir werden die orthodoxen religiösen Fundus behalten.“

Hochrangige Quellen aus dem Kirchenumfeld sagten, das Dokument wurde von einem Minister der PA entworfen wurde, wobei der Widerruf der Vermietung der Jaffator-Hotels durch Ireneos an jüdische Gruppen ausdrückliches Ziel war.

„Die Kandidaten wurden praktisch von den Palästinensern erpresst, dass sie, wenn sie das Dokument nicht unterschrieben und die Vermietung rückgängig machten, nicht die Genehmigung der PA als Kandidaten bekommen und nicht bei den Wahlen antreten könnten“, sagte eine Quelle gegenüber WND. „Das ist eine offen rassistische Politik gegen die Juden. Wenn Friedensvorschläge Erfolg haben und Jerusalem jemals geteilt wird, dann wollen die Palästinenser das Jaffator, aber Ireneos’ Vermietung würde es Israel überlassen.“

Ein hochrangiger Kirchenführer, der Ireneos nahe steht, sagte WND gegenüber: „Theofilos hat Äußerungen getätigt, dass er kein Jerusalemer Land an Juden gegeben hat. Er stimmt mit den Palästinensern überein, dass sie die Rechte an Ostjerusalem haben.“

Theofilos wurde im August durch die Heilige Synode der Kirche mit 14 Stimmen ohne Gegenstimme gewählt; die Heilige Synode ist die höchste kanonische Autorität in der Kirche.

Für die Einsetzung eines neuen Patriarchen ist die Zustimmung von Israel, Jordanien und – traditionell – die palästinensisch Autonomiebehörde nötig. Jordanien wie auch die PA haben Theofilos genehmigt. Aber Israel sagt, dass Theofilos die Übereinstimmung mit den offiziellen israelischen Wahlverfahren fehlt und hat ein Komitee eingesetzt, dass sich aus hochrangigen Ministern eingerichtet, um die Anerkennung von Theofilos zu diskutieren.

Ireneos belegt weiterhin das Quartier des Patriarchen und nahm an der Einführungsfeier von Theofilos nicht teil.

Im Gespräch mit WorldNetDaily sagte Ireneos, er könne das geheime Dokument zur Annullierung des Verkaufs am Jaffator nicht kommentieren, sagte aber: „Hier wird in Sachen der Wahl von Theofilos einige Spielchen und Versuche mich abzusetzen.“

„Die Wähler wurden erpresst Theofilos zu unterstützen. Ihnen wurde von Priestern und Bruderschafts-Mitgliedern und anderen gesagt, dass sie, wenn sie nicht für Theofilos stimmten, aus der Kirche geworfen würden. Dokumente mussten unterschrieben werden, darunter ein Brief, in dem es hieß: Ich stehe nicht auf der Seite von Ireneos.“

Ireneos sagte, er werde nicht als Patriarch zurücktreten und „erwarte begierig“ auf die Entscheidung des israelischen Komitees.

Ein in die Patriarchen-Wahlen verwickelter Lobbyist, der mit WND unter der Bedingung sprach anonym zu bleiben – er behauptete, dass er sich sonst in Gefahr befindet – sagte: „Es gibt sehr deutliche Hinweise, dass arabische Politik im Spiel war, als die Synode entschied Theophilos zu wählen. Es gab dabei direkte Erpressung.“

Der Lobbyist fuhr fort: „Das Dokument, das Theofilos und die anderen Kandidaten unterschrieben, ist schlichter, purer Rassismus. Die Kirche hat eine sehr große palästinensische und jordanisch-arabische Gemeinde. Der einzige Grund, dass die Kirche die Jaffator-Vermietung annulliert haben will, liegt darin, dass sie Jerusalemer Grundbesitz an die Juden überschrieb.“

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